Ehrenmedaille des Verbandes für Prälat Claus Maier und Pfarrer Dr. Siegfried Sunnus

Bad Boll, 26.9.2007. Hohe Ehrung für die beiden früheren Verbandsvorsitzenden Claus Maier und Siegfried Sunnus. Sie hatten in der Zeit der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten auch die Vereine in Ost und West wieder zu einem großen Verband zusammen geführt und wurden jetzt für ihre Verdienste mit der Ehrenmedaille des Verbandes ausgezeichnet.

Der Vorsitzende Klaus Weber wies in seiner Laudatio darauf hin, dass sich Prälat i.R. Claus Maier 18 Jahre in der Arbeit des Verbandes engagiert habe. 12 Jahre war er 2. Vorsitzender und vom 1.1.88 bis 1.1.94  1. Vorsitzender des Verbandes. In besonderer Weise habe er sich in dieser Zeit für das Zusammenwachsen der Pfarrvereine in Europa eingesetzt, so Weber. Bis Ende 1993 war er als Präsident der Konferenz Europäischer Pfarrervereine und Pfarrervertretungen (KEP) tätig.  Eine besondere Herausforderung sei in der Zeit der Wende das Zusammenwachsen der Vereine in Ost und West gewesen, das beim 100-jährigen Jubiläum des Verbandes 1992 in Göttingen durch die erneute Mitgliedschaft der acht Vereine aus den neuen Bundesländern seinen besonderen Ausdruck fand.

Claus Maier habe es verstanden, so führte der Vorsitzende aus, die biblische Botschaft und die aktuelle Verbandspolitik in seinen Berichten immer wieder zusammenzubringen. Als bleibende Erinnerung habe er dem Verband das Wort aus Josua 24,24 mitgegeben: "Wir wollen dem Herrn, unserm Gott, dienen und seiner Stimme gehorchen." Der Vorsitzende dankte Claus Maier für seinen langjährigen Einsatz für den Verband mit der Verleihung der Ehrenmedaille.

Pfarrer Dr. Siegfried Sunnus war von 1988 bis 1994 der 2. Vorsitzende des Verbandes. Als 1. Vorsitzender des Pfarrerinnen und Pfarrervereins in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau hatte er schon vor dieser Zeit in der Vorsitzendenkonferenz des Verbandes mitgearbeitet, unterstrich Weber. Es sei als profunder Theologe auch bei den Dienstreferentinnen und -referenten der Dienstrechtlichen Kommission besonders geachtet gewesen, weil er immer wieder an die theologischen Grundlagen erinnert habe, auf die auch das kirchliche Recht bezogen sein müsse.

Ab September 1997 übernahm Sunnus in der Nachfolge von Werner Dettmar die Schriftleitung des Deutschen Pfarrerblattes und prägte das Verbandsblatt 10 Jahre lang maßgeblich. So habe Sunnus mit seinen regelmäßigen Beiträgen viele Anstöße gegeben, Impulse gesetzt, brisante Themen aus Kirche, Gesellschaft und Politik aufgegriffen und zur Diskussion gestellt, unterstrich Weber. Sein besonderes Verdienst sei es auch, dass seit 2000 das Deutsche Pfarrerblatt im Internet präsent sei. 

Siegfried Sunnus bleibe dem Deutschen Pfarrerblatt auch weiterhin als Mitglied im Redaktionsbeirat erhalten. Mit seinem monatlichen "Brief aus der Bundeshauptstadt" gebe er den Lesern nun Anteil am Geschehen in dieser bewegten Stadt der großen Politik.

Klaus Weber dankte Siegfried Sunnus für sein großes Engagement und schloss in seinen Dank auch Sabine Sunnus mit ein, die als erfahrene Journalistin ihrem Mann zur Seite gestanden, ihn in vielfältiger Weise entlastet und beraten und auch selbst Verantwortung für die Predigthilfen übernommen habe.