Editorial


Neue Schläuche

Von: Peter Haigis
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Eine neue Ausgabe des Deutschen Pfarrerblatts liegt in Ihren Händen. Mit dem Übergang ins neue Jahr bzw. ins neue Jahrzehnt vollziehen wir, Herausgeberkreis und Redaktion, auch einen Tapetenwechsel. Keine Sorge: Die inhaltliche Qualität bleibt erhalten, und wir bleiben dran an den vielfältigen Themen und Fragestellungen, die Pfarrerinnen und Pfarrer – ob im aktiven Dienst oder im Ruhestand – interessieren könnten: die ganze Bandbreite gesellschaftlichen und kirchlichen Lebens. Das Deutsche Pfarrerblatt bleibt ein Austauschorgan für Kolleginnen und Kollegen. Autoren und – vor allem Autorinnen! – sind dem Redaktionsbeirat mit ihren Beiträgen gerne willkommen.

Auch die inhaltliche Gliederung des Heftes kommt Ihren gewohnten Leseerwartungen entgegen: Nach wie vor gibt es die drei großen Heftbereiche „Theorie und Praxis“, „Diskussion und Dialog“ und „Impulse und Anregungen“ mit den bekannten Rubriken. Von Zeit zu Zeit und je nach Bedarf kommt der Bereich „Aus Verband und Vereinen“ hinzu, denn wir möchten auch nahe dran sein an dem, was in den Pfarrvereinen und Landeskirchen diskutiert wird. Hier sind wir natürlich ganz besonders auf Ihre Zuträgerschaft angewiesen. Die Predigtimpulse sind aus der Heftmitte an einen neuen Ort gewandert. Die Zeiten, da sie aus dem Heft getrennt wurden, sind wohl vorbei.

Gewandelt hat sich allerdings die Optik: Nach der Mitgliederbefragung 2018 waren wir angehalten, das Layout des Deutschen Pfarrerblatts einem „sanften Relaunch“ zu unterziehen, wie man das fachtechnisch nennt: Großzügiger, leichter und luftiger, auch farbiger sollte sich das Heft nach dem Wunsch etlicher Leserinnen und Leser präsentieren; grafisch zeitgemäßer und – wo möglich – mit Bildern. Eine Gratwanderung, nicht ganz leicht zu vollziehen, denn – klarer Fall – grafische Aufmachung ist eine Sache der Ästhetik, und die wiederum ist, selbst wenn sie qualitativ gut gemacht ist, immer auch Geschmackssache. Deshalb will etwas gewagt und zugleich soll nicht zu viel riskiert sein. Es soll ja wiedererkennbar bleiben. Und auch mit den Bildern ist das so eine Sache, denn viele Inhalte, die wir hier traktieren, lassen sich nur schlecht oder gar nicht bebildern, ohne banal zu werden. Wer sich also in Zukunft als Autor*in anbietet, ist auch mit Bildideen für den eigenen Beitrag willkommen.

So, und jetzt kommt natürlich die kritischste aller kritischen Rückfragen – ich höre sie: Warum habt ihr mit dem neuen Erscheinungsbild nicht auch den Namen verändert? Warum muss es immer noch „Deutsches Pfarrerblatt“ heißen und bildet damit nicht die Wirklichkeit des Pfarrberufes ab? Auch das stand auf der Tagesordnung. Beschlossen werden muss der Name freilich auf der Delegiertenversammlung und die hat sich im September 2019 dafür entschieden, dass das „Deutsche Pfarrerblatt“ in Zukunft „Deutsches Pfarrblatt“ heißen soll. Rechtlich wirksam werden kann das aber erst im Rahmen einer Satzungsänderung des Verbandes und die steht im September 2020 an. Ein bisschen Geduld ist also noch von Nöten …

Nun wünsche ich Ihnen viel Freude beim Lesen und Entdecken und bin gespannt auf Ihre Rückmeldungen.

Ein gesegnetes Jahr 2020 wünscht Ihnen Ihr

Peter Haigis


 

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 1/2020

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