Die Funktion der Kirche im Gemeinwesen
Zwischen Identität und Relevanz

Von: Hendrik Munsonius
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Welchen Aufgaben soll sich die Kirche widmen? Wofür soll sie ihre personellen und finanziellen Möglichkeiten einsetzen? Und dies stets noch im Spannungsfeld zwischen Auftragsbeschreibung und Situationsanalyse. Zu dieser offenen Themenstellung stellt ­Hendrik Munsonius einige Überlegungen über das Umfeld kirchlichen Wirkens an, ehe er in mehreren Schritten und zunehmender Konkretion die Funktion der Kirche im Gemeinwesen entfaltet. Dabei wird immer wieder zutage treten, dass die Kirche ihre Stellung im Gemeinwesen im Spannungsfeld von Identität und Relevanz zu bestimmen hat.1


I. Gemeinwesen

1. Individualität und Sozialität des Menschen

Zur Beschreibung des Gemeinwesens, in dem die Kirche – genauer: die evangelische Kirche in Deutschland – tätig ist, setze ich bei dem Dokument seiner Selbstbeschreibung an: dem Grundgesetz. Mit ihm hat sich das deutsche Volk eine Verfassung gegeben. Vielleicht müsste man auch sagen: In ihm finden wir die Verfassung für die in Deutschland lebenden Menschen. In Art. 1 GG setzt das Grundgesetz jedoch nicht bei der Gemeinschaft, sondern beim Individuum an: »Die Würde des Menschen ist unantastbar.« Dies ist der Ausgangspunkt aller staatlichen Ordnung.

Dieser Menschenwürdesatz gehört zu den Pathosformeln. Er gehört zu den Formulierungen, die in verdichteter Form fundamentale Aussagen treffen, für vielfältige Lesarten anschlussfähig sind und so zugleich integrierend und polarisierend wirken können. Und so findet der Menschenwürdesatz breite Zustimmung, wird in vielen Auseinandersetzungen als normativ herangezogen, und es wird lebhaft darüber gestritten, was konkret aus der Unantastbarkeit der Menschenwürde zu folgern ist. Unbestritten dürfte jedoch sein, dass jeder Mensch als eigenständige Persönlichkeit zu achten ist.

Damit kommt jedoch zugleich die soziale Gemeinschaft ins Spiel, in der ein Mensch lebt. Denn die Persönlichkeit bildet sich in der ständigen Auseinandersetzung mit der Gesellschaft. Sozialität und Individualität des Menschen bilden die Pole, zwischen denen sich jede Persönlichkeit entwickelt. Seine Identität bildet der Mensch, indem er sich zugehörig fühlt. Der Zusammenhalt einer Gesellschaft gründet in solcher Identitätsbindung. In homogenen Gesellschaften mag dies die schlichte Volkszugehörigkeit sein. In pluralen Gesellschaften ist das Bild unübersichtlicher.


2. Pluralität der Gesellschaft

Dass wir in einer pluralen Gesellschaft leben, ist ein Faktum, an dem nicht viel zu deuteln ist. Pluralisierung und Individualisierung sind die Signaturen der modernen Gesellschaft. Damit ist nicht lediglich ein empirischer Befund, sondern auch eine normative Aussage verbunden. Individualität und Pluralität sind als Ausdruck von Freiheit zu sehen und werden darum positiv bewertet. Damit ist aber auch ein erhebliches Maß an Verunsicherung verbunden. Prinzipiell sind Lebensgeschichten offen für unterschiedliche Entwicklungen. Der Freiheit, eigene Ziele zu verfolgen und einen eigenen Lebensentwurf zu verwirklichen, steht die damit einhergehende größere Verantwortung für das eigene Geschick gegenüber. Und schließlich konfrontiert diese gesamtgesellschaftliche Entwicklung die Menschen in zunehmendem Maß mit der Erfahrung von Anderssein und Fremdheit.

Damit bringt der Pluralismus zwei Herausforderungen mit sich: Toleranz und Integration. Dabei geht es um ein gehaltvolles Verständnis von Toleranz, das nicht bloß die Hinnahme anderer Positionen meint, sondern die Hinnahme anderer Positionen gerade in der Überzeugung, dass diese falsch oder schlecht seien. Zugleich ist nach den Grenzen der Toleranz zu fragen, wenn durch diese ihre eigenen Grundlagen zerstört werden. Integration kann nicht mehr über die Topoi von Volk oder Nation geleistet werden. Sie beruht darauf, dass Individuen sich in verschiedenen sozialen Gruppierungen zugehörig fühlen. Die Integration einer Gesellschaft gelingt umso besser, je vielfältiger und überlappender solche Gruppenbildung stattfindet.


3. Funktionale Differenzierung

Ein weiterer Zug der Moderne wird unter dem Begriff der funktionalen Differenzierung verhandelt.2 Danach können Funktionssysteme unterschieden werden, die sich dadurch auszeichnen, dass in ihnen Probleme in einer bestimmten Weise bearbeitet und die Kommunikationen in entsprechender Weise codiert werden. Zu nennen sind insbesondere die Funktionssysteme Wirtschaft, die im Medium Geld mit dem Code Eigentum haben/nicht haben, Recht, das im Medium Recht mit dem Code recht/unrecht, Politik, die im Medium Macht mit dem Code Macht haben/nicht haben, und die Wissenschaft, die im Medium Wahrheit mit dem Code wahr/unwahr operiert. Zwischen solchen Funktionssystemen bestehen strukturelle Kopplungen, indem bestimmte Ereignisse sowohl nach dem Code des einen wie nach dem des anderen Systems verarbeitet werden können. So werden beispielsweise Recht und Politik durch die Verfassung, Recht und Wirtschaft durch Eigentum und Vertrag, Politik und Wirtschaft durch Steuern, Abgaben und Notenbanken sowie Politik und Wissenschaft durch politische Beratung gekoppelt. Von solchen Kopplungen abgesehen funktioniert aber jedes System strikt nach seiner eigenen Codierung. Damit sind die Möglichkeiten gegenseitiger Beeinflussung begrenzt und schwer zu steuern.


II. Religion und Kirche

1. Religion

Angesichts von Individualisierung, Pluralisierung und funktionaler Differenzierung kann man sich fragen, welche Bedeutung dabei der Religion noch zukommt. Ist sie ein Funktionssystem neben anderen? Bezieht sie sich auf einen bestimmten Ausschnitt menschlicher Existenz und lässt sich auf diesen begrenzen? Oder steht sie in gewisser Weise quer zur Differenzierung?

Eine generelle Bestimmung dessen, was Religion eigentlich ist, scheint allerdings kaum möglich. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass das Religionsverständnis auch von der religiös-weltanschaulichen Position abhängt, von der aus eine Bestimmung vorgenommen wird. Dabei bleibt es nicht aus, dass Begriffe verwendet werden, die ihrerseits ausgesprochen erklärungsbedürftig sind. Zwei oft zitierte Bestimmungen lauten beispielsweise:

– »Religion ist erlebnishafte Begegnung mit dem Heiligen und antwortendes Handeln des vom Heiligen bestimmten Menschen.«3

– »Ihr [= der Religion] Wesen ist weder Denken noch Handeln, sondern Anschauung und Gefühl. […] Religion ist Sinn und Geschmack fürs Unendliche.«4 »[So] alles Einzelne als einen Teil des Ganzen, alles Beschränkte als eine Darstellung des Unendlichen hinnehmen, das ist Religion.«5

Daran anknüpfend kann im Zusammenhang des bisher Gesagten zunächst festgehalten werden, dass es mit der Religion um eine Integrationsperspektive angesichts von Individualisierung, Pluralisierung und Differenzierung geht. Es geht darum, angesichts der vielfältigen, komplexen und widersprüchlichen Erfahrungen, die man in dieser Welt machen kann, die Dimension von Sinn nicht aus dem Bewusstsein zu verlieren. Denn wenn Welt und Leben als sinnlos wahrgenommen werden, erscheint das Leben wenig lebenswert. Mir scheint so der Religionsbedarf angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung eher zu- als abzunehmen.

Jeder Mensch erlebt sich in einem Verhältnis zu sich selbst und zur Welt; religiöse Menschen erleben sich zusätzlich im Verhältnis zu etwas, das über die Welt hinausgeht und oft als Gott bezeichnet wird.6 Indem das Subjekt sich selber versteht, kommt sein Selbstverhältnis zum Ausdruck. Diese Ausbildung eines Selbstverhältnisses ist ein allgemeinmenschliches Phänomen. Es ist darin begründet, dass Menschen zu sich selbst in eine (relative) Distanz treten können. Im Selbstverhältnis bestehen Vertrautheit und Fremdheit zusammen. Es ist die Voraussetzungen dafür, dass das Subjekt zu seiner natürlichen und sozialen Umwelt in ein Verhältnis treten und somit sein Weltverhältnis ausbilden kann. Selbst- und Weltverhältnis stehen in einer eigentümlichen Wechselbeziehung, bilden sie sich doch stets miteinander aus. Ihre Verhältnisbestimmung bleibt problematisch. Sowohl die naturalistische Ableitung des Selbstverhältnisses aus dem Weltverhältnis, als auch der umgekehrte Versuch einer idealistischen Ableitung wird diskutiert, wirft aber wiederum ganz eigene Probleme auf. Spezifisch religiös ist die Ergänzung von Selbst- und Weltverhältnis durch das Gottesverhältnis, das die Dimension des Unbedingten in dem Zusammenhang von Selbst- und Weltverhältnis eröffnet.

»Glaube ist die am Ort meines eigenen Lebens vorhandene Gewißheit, daß aufgrund meines Daseins im Gottesverhältnis ein unverbrüchliches Ineinander von Selbstverhältnis und Weltverhältnis besteht und daß ich als Mensch mein Leben genau in diesem Zusammenhang der drei Verhältnisse unter elementarer Grundlegung des Gottesverhältnisses gut und richtig führen kann […] Er erlaubt uns, die Strukturen des Lebens zu akzeptieren und ermöglicht uns eine Lebensführung in ihnen, die realistisch bleibt und dennoch zuversichtlich ist.«7

Damit ist ausgeschlossen, dass sich die Subjektstellung des Glaubenden auf nur eine oder zwei der Relationen gründet. Weder kann sich das Subjekt allein auf sein Selbstverhältnis gründen, sei es in dem Zutrauen auf eigene Fähigkeiten, noch kann es sich allein auf das Weltverhältnis gründen, sei es durch Besitz, soziale Stellung, Machtmittel oder Anerkennung durch andere. Erst durch die Überformung von Selbst- und Weltverhältnis durch das Gottesverhältnis gewinnt das Subjekt sicheren Halt.


2. Christentum

Für das Christentum ist der Glaube an den dreieinigen Gott spezifisch. Durch diesen Glauben wird die erforderliche Integration in exzeptioneller Weise ermöglicht. Dies sei kurz im Hinblick auf die drei göttlichen Seinsweisen der Trinität skizziert:

Gott der Vater wird im Apostolischen Glaubensbekenntnis bekannt als der Schöpfer des Himmels und der Erde und so als allumfassend und -begründend wahrgenommen. Die Religionsgeschichte Israels, wie sie im AT zu erkennen ist, lässt dazu eine interessante Entwicklung erkennen. Zunächst wurde JHWH als der Gott dieses einen Volkes verstanden und diesem wurde die Verehrung anderer Götter verboten, deren Existenz damit aber nicht bestritten. Erst im Babylonischen Exil kam es zu einer Universalisierung des Gottesverständnisses. Wenn Gott wirklich Gott ist, dann muss er der Gott von allen und allem sein. Aus dieser Zeit stammt die Schöpfungserzählung aus Gen. 1 in der die Gottebenbildlichkeit, die ursprünglich nur dem König, in Israel dem auserwählten Volk zugesprochen, nunmehr auf den Menschen schlechthin ausgeweitet wurde.

Gott als der Schöpfer bleibt der Welt damit unbedingt transzendent. Er ist nicht Teil der Welt. Damit besteht zunächst eine unüberwindliche Kluft zwischen Gott und Mensch. Gott ist der ganz andere. In Gott dem Sohn wird diese Kluft überwunden. Hier finden wir die Integration von Transzendenz und Immanenz, die Präsenz des Außer- und Überweltlichen mitten in der Welt, im Leben eines Menschen vor etwa 2000 Jahren in einer Randprovinz des Römischen Reiches, der nach einem etwas eigenwilligen Lebenswandel schon in jungen Jahren auf grausamste Weise hingerichtet worden ist.

Dass dies ein Geschehen ist, das alle Menschen, das auch uns betrifft, erschließt sich nicht allein durch eine historische Betrachtung. Die Vergegenwärtigung der göttlichen Präsenz in der Welt ist wiederum göttliches Wirken, nämlich durch den Heiligen Geist.

Im Trinitätsglauben können so die diametralen Gegensätze von Gott und Welt, Transzendenz und Immanenz, Zeitlichkeit und Ewigkeit, Universalität und Individualität integriert werden.


3. Kirche

Die Kirche lässt sich als der Kommunikationszusammenhang beschreiben, in dem dies zur Sprache und Geltung kommt. Die Bestimmung der Kirche in Art. 7 des Augsburger Bekenntnisses von 1530 erweist sich nach wie vor – oder gar mehr denn je – als ausgesprochen leistungsfähig: »Es wird auch gelehrt, daß allezeit eine heilige, christliche Kirche sein und bleiben muß, die die Versammlung aller Gläubigen ist, bei denen das Evangelium rein gepredigt und die heiligen Sakramente laut dem Evangelium gereicht werden. Denn das genügt zur wahren Einheit der christlichen Kirche, daß das Evangelium einträchtig im reinen Verständnis gepredigt und die Sakramente dem göttlichen Wort gemäß gereicht werden. …«

Während hier noch von der Versammlung der Gläubigen die Rede ist, spricht Schleiermacher von der Zirkulation des frommen Bewusstseins und die heutige Praktische Theologie von der Kommunikation des Evangeliums. Diese Kommunikation findet in sehr unterschiedlichen Formen und Zusammenhängen statt. Das Christentum findet sich darum nicht nur in der institutionellen Kirche. Daneben gibt es die individuelle religiöse Praxis und die Präsenz christlicher Gehalte im öffentlichen Leben. Der damals noch in Marburg wirkende Theologe Jörg Lauster hat in einer beeindruckenden Kulturgeschichte des Christentums gezeigt, welche kulturprägende Wirkung das Christentum über die Kirche hinaus entfaltet hat.8 Neuere Untersuchungen zeigen aber auch, dass die öffentliche und die private Gestalt des Christentums auf die institutionelle Gestalt als Kirche angewiesen sind und von ihr her genährt werden.9 Die verfasste Kirche wirkt damit deutlich über ihren unmittelbaren Bereich hinaus.


III. Kirche in der Gesellschaft

1. Ambivalenzphänomen Religion

Ein Gemeinwesen, dessen Ordnung von der Würde des Menschen ausgeht, kann am Phänomen Religion nicht einfach vorbeigehen. Denn mit der Anerkennung jedes Menschen als eigenständige Persönlichkeit wird auch die Vorstellung geschützt, die sich jeder Mensch von sich selbst und seiner Stellung in der Welt macht. Diese Vorstellung ist besonders dadurch bestimmt, in welcher Weise jemand religiös ist. Religion wirkt sich weitreichend auf die Selbst- und Weltwahrnehmung und damit auch auf den individuellen Lebensvollzug aus (individuelle Relevanz). Sie verdient deshalb um der Würde des Menschen willen besonderen Schutz.

Religion manifestiert sich zudem zu erheblichen Teilen in kommunikativen und damit kollektiven Vollzügen. In erster Linie ist hier an rituelle, kultische Praxis zu denken. Religiöse Gemeinschaft erschöpft sich aber zumeist nicht darin, sondern wird, motiviert durch die miteinander geteilte Weltsicht, angereichert durch Formen der Geselligkeit sowie der Lebensbegleitung und -bewältigung. Der Mensch als zugleich religiöses und soziales Wesen bildet Formen religiös bestimmter Sozialität aus (soziale Relevanz erster Ordnung). Da religiöse Menschen mit der für ihren individuellen Lebensvollzug wesentlichen Religion nicht in die Vereinzelung genötigt werden sollen, verdient auch die kollektive Religionspraxis um der Würde des Menschen willen besonderen Schutz.

Die religiöse (oder religiös bestimmte) Praxis der Individuen und Gemeinschaften wirkt sich schließlich auf die Gesellschaft aus, der sie angehören, und entfaltet so eine öffentliche Dimension (soziale Relevanz zweiter Ordnung). Diese kann ganz unterschiedliche Gestalt annehmen. Zum einen kann sie darin bestehen, dass aus religiöser Motivation heraus Einfluss auf die Gesellschaft genommen wird, sei es, weil die Religion zur Verantwortung für das Gemeinwesen treibt, sei es, weil die gesellschaftlichen Zustände den Vorgaben der Religion angepasst werden sollen. Zum anderen kann die öffentliche Dimension der Religion darin bestehen, dass sich Menschen aus religiöser Motivation heraus gesellschaftlichen Vollzügen entziehen und Formen einer Parallelgesellschaft ausbilden. In jedem Fall eignet der Religion ein gesellschaftskritisches Potential. Dieses kann sich als sowohl sozial-produktiv als auch sozial-destruktiv erweisen. Religion stellt damit – zumal in ihrer Vielfalt – in mehrfacher Hinsicht ein Ambivalenzphänomen dar, woraus besondere Herausforderungen für die gesellschaftliche Ordnung erwachsen.


2. Erwartungen

Damit sind auch Erwartungen des Gemeinwesens an die Religionsgemeinschaften verbunden. Unbedingt zu fordern ist, dass die Grundlagen des Gemeinwesens akzeptiert werden. Dazu gehören das Menschenwürdeprinzip, die Souveränität des Staates und seine Säkularität sowie seine demokratische Verfassung. Darüber hinaus ist eine konstruktive Verhältnisbestimmung zu diesen Grundlagen des Gemeinwesens aus dem Selbstverständnis der Religionsgemeinschaften heraus anzustreben. Die Akzeptanz wird erleichtert, wenn deutlich wird, dass staatliche Prinzipien mit den Grundlagen der eigenen Religion vereinbar sind.

Für die evangelische Kirche ist dies heute kaum problematisch, kann sie doch vieles wiedererkennen: Die Menschenwürde findet eine Grundlage im Schöpfungsglauben und der Gottesebenbildlichkeit, die Säkularität des Staates und seine Souveränität steht im Einklang mit der Zwei-Regimenten-Lehre, und auch für die Demokratie gibt es Anknüpfungspunkte, wenn es auch lange gedauert hat, bis diese fruchtbar gemacht werden konnten und ein positives Verhältnis zum demokratischen Verfassungsstaat artikuliert wurde. Mit der Demokratie-Denkschrift von 1985 ist dies aber in eindrücklicher Weise geschehen.10 Für die römisch-katholische Kirche hat das Zweite Vatikanische Konzil hier wesentliche Fortschritte gebracht.

Anzustreben ist auch, dass sich Religionsgemeinschaften dem öffentlichen Diskurs stellen. So kann das Verständnis für unterschiedliche Religionen und Weltanschauungen befördert, können Vorurteile und Ängste abgebaut und ein friedliches Zusammenleben ermöglicht werden. Wesentliche Elemente solchen gesellschaftlichen Diskurses sind der Religionsunterricht und die wissenschaftlich betriebene Theologie, in denen religiöse Gehalte zugleich authentisch und nach rationalen Standards artikuliert ­werden.


3. Kirche in der funktionalen Differenzierung

Durch ihr Vorhandensein können die Religionsgemeinschaften einen Schutz davor bieten, dass andere Funktionssysteme religiös aufgeladen werden. Es ist eine offene Frage, ob der Mensch als solcher notwendigerweise religiöse Bedürfnisse hat. Faktisch ist festzustellen, dass viele Menschen solche Bedürfnisse äußern. Und es lassen sich überzeugende Gründe dafür aufzeigen. Es würde jedoch der funktionalen Differenzierung und insbesondere der Säkularität des Staates widersprechen, wenn er entweder eine bestimmte Form von Religiosität oder aber das Absehen von ihr verbindlich vorgeben würde. Die Religiosität der Menschen muss einen Ort abseits anderer Funktionssysteme finden. Diesen Ort bieten die Religionsgemeinschaften. Indem sie die religiösen Bedürfnisse der Menschen aufgreifen und bedienen, entlasten sie den Staat und andere Organisationen davon, sich selbst um diese Frage zu kümmern. Dem Staat obliegt nur, ein säkulares Rahmenrecht vorzuhalten, das den Religionsgemeinschaften religiöse Praxis ermöglicht, ohne die Freiheit anderer zu beeinträchtigen. Indem der Staat die religiöse Frage den Religionsgemeinschaften überlässt, sichert er die Freiheit der Individuen, sich in einer bestimmten Weise religiös zu verhalten oder dies zu unterlassen. Gäbe es die Religionsgemeinschaften nicht, wären die Individuen mit ihren religiösen Bedürfnissen in die Vereinzelung gezwungen oder andere Instanzen würden das übernehmen. Eine offene Frage bleibt, wie Transzendenzbedürfnisse, die außerhalb der Religionsgemeinschaften auftreten, befriedigt werden können. Dies wird oft unter dem Stichwort Zivilreligion verhandelt, wobei jedoch meist etwas unklar bleibt, was genau damit gemeint ist.


IV. Funktion der Kirche im Gemeinwesen

1. Öffentliche Religionspraxis

Wie wirkt sich nun das kirchliche Handeln im Gemeinwesen konkret aus? Da haben wir zunächst die Praxis in den Gemeinden, wobei dieser Begriff nicht allein die parochiale Kirchengemeinde erfasst. Der Gemeindeformen sind viele. Hier kommen Menschen zusammen und üben die Praxis, durch die Kirche konstituiert wird: die Kommunikation des Evangeliums. Dem individuellen und kollektiven Religionsbedarf wird so Rechnung getragen. Diese Praxis wirkt sich vermittelt durch die teilnehmenden Personen auf das Gemeinwesen aus. Sie ist aber auch als solche öffentlich wahrnehmbar. Dazu verhelfen schon in prägnanter Weise die Kirchengebäude und das Glockenläuten. Kirchliche Publizistik und Medienarbeit tut hier ein weiteres, kirchliches Leben bekannt zu machen.

Auf einer nächsten Stufe haben wir die Präsenz von Religion in öffentlichen Einrichtungen. Hierzu zählen alle Formen der Anstaltsseelsorge in Krankenhäusern, Altenheimen, Gefängnissen, die Einrichtung von Räumen der Stille in Universitäten und Andachtsräumen in Fußballstadien und Parlamentsgebäuden. Während auf der ersten Stufe, der gemeindlichen Praxis, die Kirche in ihrem eigenen Verantwortungsbereich tätig ist, stehen hier die Verantwortung der Einrichtungsträger für ihre Einrichtung und die Verantwortung von Kirchen und Religionsgemeinschaften für die Angebote religiöser Praxis nebeneinander. Das macht Abstimmungen nötig und birgt das Risiko von Missverständnissen – wie dies jüngst an einigen Universitäten der Fall war, wo Andachtsräume mit dem Hinweis auf die (so ganz falsch verstandene) religiös-weltanschauliche Neutralität des Staates geschlossen wurden.

Eine dritte Stufe wird erreicht, wenn kirchliche Vollzüge anlässlich öffentlicher Ereignisse stattfinden, sei es ein Gottesdienst zur Parlamentseröffnung, ein kirchlicher und staatlicher Akt bei Todesfällen von Politikern oder Soldaten der Bundeswehr oder bei allgemeinen Unglücksfällen. Es ist aber auch an Gottesdienste bei dörflichen Festen oder im Zusammenhang mit Veranstaltungen des Stadtmarketings zu denken. Hier wirken stets unterschiedliche Akteure zusammen und aufeinander ein. Das kann ganz praktische Fragen betreffen wie die räumliche Gestaltung, die Vorsorge für Eventualitäten und die Ausübung des Hausrechts. Letzteres ist kritisch diskutiert worden bei Trauerakten für gefallene Soldaten, die in Kirchen stattfinden, bei denen aber das Hausrecht für die Dauer der Veranstaltung auf die Feldjäger der Bundeswehr übertragen werden sollte. Das Zusammenwirken kann sich aber auch auf die Inhalte erstrecken. Dies ist bei ökumenischem und interreligiösem Zusammenwirken regelmäßig der Fall, kann aber auch in anderen Konstellationen relevant werden. Die Frage, wie weit solche Kooperation gehen kann, welche Einschränkung konfessioneller Trennschärfe hinzunehmen ist, ist nicht so einfach zu beantworten. Wer an solcher Kooperation teilnehmen will, muss zu Kompromissen bereit sein; wer erkennbar bleiben will, darf dabei nicht zu weit gehen.


2. Diakonie

Ein weiteres wichtiges Handlungsfeld der Kirche im Gemeinwesen ist die Diakonie. Sie gehörte von Anfang an dazu. Über lange Zeit hinweg wurde die Fürsorge für Bedürftige allein durch die Kirche und ihre Untergliederungen, später zunehmend durch engagierte Christen neben der Kirche wahrgenommen. Dies war umso dringlicher, als Staat und Kommunen diese Aufgabe lange Zeit nicht oder nur höchst ungenügend wahrgenommen haben. Die Lage hat sich dadurch verändert, dass sich der Staat zunehmend dieser Aufgabe angenommen hat. Die Diakonie ist heute Teil des sozialstaatlichen Systems und den dort geltenden Gesetzen (rechtlicher und ökonomischer Natur) unterworfen.

Dieser Umstand setzt die Diakonie in mehrfacher Hinsicht unter Druck. Zum einen führt der Finanzierungsmodus dazu, dass sich diakonisches Handeln rechnen muss, obwohl Diakonie doch eigentlich auf Hilfe in Fällen gerichtet ist, in denen sie sich gerade nicht rechnet. Zum anderen fragt sich, was das Spezifikum der Diakonie gegenüber anderen Sozialanbietern darstellt. Denn die eigentliche Tätigkeit ist die gleiche und Hilfehandeln ist kein spezifisch christliches, sondern ein humanes Unterfangen. So kommt es zusehends auf Begleitumstände des Hilfehandelns und die Motivation der Akteure an.

Damit stellt sich die Frage, wie die Kirchlichkeit der Diakonie wirksam werden kann. Dafür ergeben sich drei Ansatzpunkte: die Mitglieder, die Programmatik und die Organisationsstruktur: (1) Als Mitglieder können einerseits diejenigen Rechtspersonen angesehen werden, die den juristischen Träger einer diakonischen Einrichtung bilden, beispielsweise die Mitglieder eines eingetragenen Vereins. Andererseits können die Mitarbeiter der Einrichtung als Mitglieder in diesem Sinne bezeichnet werden. Die Kirchlichkeit der Einrichtung ergibt sich dann daraus, dass diese als Personen der Kirche, also Kirchenmitglieder, Amtsträger oder kirchliche Körperschaften, in Erscheinung treten. (2) Die Programmatik tritt als kirchliche in Erscheinung, wenn Kennzeichen der Kirche erkennbar sind, wenn das Handeln als kirchliches Handeln qualifiziert werden kann. Dazu gehören die Grundvollzüge Predigt, Taufe und Abendmahl sowie das Bildungs-, Gerechtigkeits- und Hilfehandeln als implizite Kennzeichen der Kirche.11 (3) Die Organisationsstruktur kann die Kirchlichkeit einer Einrichtung begründen, wenn eine institutionelle Verbindung hergestellt wird und kirchliche Organe Einfluss auf die Einrichtung nehmen können. Da es sich bei der Diakonie um ein Handlungsfeld handelt, das sich als Hilfehandeln kaum von entsprechendem Handeln anderer Einrichtungen unterscheidet, ist es nötig, die Kirchlichkeit der Diakonie durch andere Aspekte wie die Mitgliedschaft, die programmatische Einbettung und die institutionelle Anbindung abzustützen.

Keiner dieser Aspekte allein vermag die Kirchlichkeit einer Einrichtung zu begründen. In der Zuordnungsrichtlinie12 und dem Zuordnungsgesetz13 der Evangelischen Kirche in Deutschland sind darum verschiedene Aspekte zusammengestellt, die eine Zuordnung begründen können. Einige Voraussetzungen wie die Mitwirkung der Kirche oder des Diakonischen Werkes bei Satzungsänderungen sind strikt zu beachten (§6 Abs. 1 ZuOG.EKD), weil nur so die Voraussetzungen der Zuordnung dauerhaft gewährleistet werden können. Andere Merkmale wie die Mitwirkung von Ehrenamtlichen oder die Durchführung von Visitationen werden als mögliche Kriterien für eine Zuordnung eingeführt (§6 Abs. 2 ZuOG.EKD). Aus zwingenden und fakultativen Kriterien zusammen ergibt sich, ob eine Einrichtung zugeordnet werden kann. Insofern ist eine Gesamtbetrachtung aller Gesichtspunkte erforderlich, wobei zwischen den Kriterien, die auf jeden Fall erfüllt sein müssen, und den weiteren Kriterien zu unterscheiden ist. Dass eine solche Gesamtbetrachtung notwendig ist, ergibt sich bereits aus der Systematik der Kriterien unabhängig davon, dass sie darüber hinaus ausdrücklich im Normtext gefordert wird (§4 Abs. 2 ZuOG.EKD). Um hier Rechtssicherheit zu schaffen, ist eine Entscheidung erforderlich, die die Kirche über die Zuordnung trifft oder ihr zuzurechnen ist.


3. Beiträge zum gesellschaftlichen Diskurs

Schließlich nehmen Kirchen und Religionsgemeinschaften am gesellschaftlichen Diskurs teil und haben dort spezifische Beiträge zu leisten. Pluralität setzt distinkte Beiträge unterschiedlicher Beteiligter voraus. Darum können und sollen auch die Religionsgemeinschaften ihr Proprium einbringen und vertreten. Dies geschieht zum einen durch Beiträge kirchlicher Repräsentanten, zum anderen durch die Beteiligung der Kirchenmitglieder in ihrem jeweiligen sozialen Umfeld. Inhaltlich lässt sich unterscheiden, ob konkrete Verhaltensweisen kommuniziert werden, Normen und Kriterien, ethische Grundhaltungen oder eine bestimmte Art der Wirklichkeitswahrnehmung.14 Gerade letzteres scheint mir ein spezifisch religiöses Anliegen zu sein. Die lebenspraktische Konkretion ist von vielen Faktoren abhängig und kann oft den jeweils betroffenen Akteuren überlassen werden – sollte dies wohl auch, um deren Eigenständigkeit zu wahren.

In der heutigen gesellschaftlichen Situation können Religionsgemeinschaften in drei Hinsichten besonders wichtige Beiträge leisten:

Zunächst geht es darum wahrzunehmen, was sonst übersehen würde. Religiöse Sicht hat hier eine eigene Sensibilität. Selbst Jürgen Habermas, der sich als religiös unmusikalisch versteht, erkennt in Religionen »hinreichend differenzierte Ausdrucksmöglichkeiten und Sensibilitäten für verfehltes Leben, für gesellschaftliche Pathologien, für das Misslingen individueller Lebensentwürfe und die Deformation entstellter Lebenszusammenhänge.«15 Allerdings ist dies zu ergänzen um Einsichten in gelingendes Leben, Hoffnungen und Verheißungen, die sich gängigem Kalkül entziehen.

Sodann können die Kirchen in der zunehmenden religiösen Pluralität Hilfestellung für den Umgang zwischen Gemeinwesen und Religionsgemeinschaften geben. Zum einen gibt es da jahrhundertelange Erfahrungen, die sich im geltenden Religionsverfassungsrecht niedergeschlagen haben. Zum anderen können die Kirchen wohl differenzierter und sensibler mit anderen Religionsgemeinschaften umgehen als säkulare Akteure. Dies setzt allerdings voraus, dass weniger Abgrenzung als das Erkennen des Gemeinsamen im Vordergrund steht.

Und schließlich können m.E. gerade die Religionsgemeinschaften einen Beitrag zur kognitiven und emotiven Bewältigung der gegenwärtigen Lage leisten. Diese ist in einem Ausmaß von Komplexität und Widersprüchlichkeit bestimmt, das für die Individuen, aber auch das Gemeinwesen eine Herausforderung und oft auch Überforderung darstellt. Die Erfahrungen und Eindrücke lassen sich nicht auf einen Nenner bringen. Daher rührt die Tendenz zu Populismus und Fundamentalismus, durch die einfache Antworten und klare Orientierungen propagiert werden – die der Wirklichkeit allerdings nicht gerecht werden.

Die Religionen können hier in zwei Richtungen wirken: Zum einen können sie die Probleme verschärfen, indem Fundamentalismen religiös aufgeladen und so zusätzlich stabilisiert werden. Zum anderen können sie die Ambiguitätstoleranz, d.h. die Fähigkeit, Widersprüchliches auszuhalten, stärken. Dies scheint mir auch ihre eigentliche Stärke zu sein. Christlicher Glaube ist auf Gott bezogen, der sich zugleich offenbart und entzieht. Gott ist der Vertraute und Fremde zugleich. Jesus Christus wird als »wahrer Gott und wahrer Mensch« zugleich bekannt. Der Mensch wird im Glauben zugleich als Gottes Ebenbild und als Sünder – aber wiederum: als gerechtfertigter Sünder – erkannt. Und die Bibel als wesentliche Grundlage für alle Aussagen über christlichen Glauben tritt als Kanon in Erscheinung, der höchst divergierende Zeugnisse zusammenfasst. Von diesen Grundlagen aus können keine einfachen Antworten gegeben werden. Aber gerade deswegen kann die Vielfalt, Komplexität und Widersprüchlichkeit des Lebens damit verarbeitet und integriert werden.


V. Kirche zwischen Identität und Relevanz

Eine Frage zieht sich wie ein roter Faden durch alle Felder kirchlichen Handelns in der Gesellschaft: Wie ist das Verhältnis von Identität und Relevanz zu bestimmen? Wie weitgehend soll sich die Kirche, um gesellschaftlich relevant zu bleiben, auf andere Akteure, deren Vorstellungen und Bedürfnisse einlassen? Wie wichtig ist es, die eigene Identität zu wahren und darzustellen? Soll sich die Kirche möglichst breit an gesellschaftlichen Aktivitäten beteiligen, oder sich auf die Felder beschränken, in denen sie unverfälscht ihre Botschaft verkündigen kann?

Wie soll also die Kirche mit der Pluralität der Gesellschaft umgehen? Sie könnte einerseits versuchen, diesen Pluralismus selbst zu verwirklichen und die eigene Verfassung möglichst plural anzulegen. Andererseits könnte sie zur Pluralität beitragen, indem sie sich als eigenständiger und unterscheidbarer Teilnehmer neben anderen daran beteiligt.

Strikte Alternativen und eindeutige Antworten dürfte es hier nicht geben. Vielmehr ist damit ein Spannungsverhältnis beschrieben, das stets neu auszutarieren ist, aber auch als solches fruchtbar gemacht werden kann. Allerdings halte ich es für eine Überforderung, wenn die Kirche in einem Allzuständigkeitsgestus versuchen wollte, alle Lebensbereiche und Positionen selbst zu bedienen16. Sie sollte sich vielmehr als einen Akteur unter vielen begreifen, der einen eigenen, unterscheidbaren aber als solchen auch unverzichtbaren Beitrag zu leisten hat. Gesellschaftliche Relevanz steht damit kirchlichem Identitätsbewusstsein nicht entgegen, sondern mag sich vielmehr aus solchem ergeben. Also nicht: Relevanz oder Identität, sondern Relevanz durch Identität.


Anmerkungen:

1 Vortrag auf der Hessischen Kirchenjuristenkonferenz, Marburg 7.7.2016.

2 Siehe nur Luhmann, Die Gesellschaft der Gesellschaft, 2 Bde., 1998.

3 Mensching, Die Religion. Erscheinungsformen, Strukturtypen und Lebensgesetze, 1959, 18f.

4 Schleiermacher, Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern (1799), hg. von R. Otto, 8. Aufl. 2002, 50 = 49.

5 Schleiermacher, Über die Religion (Anm. 3), 56 = 53.

6 Zum folgenden Korsch, Dogmatik im Grundriß, 2000, 11ff.

7 Korsch, Dogmatik (Anm. 5), 17f, 19.

8 Lauster, Die Verzauberung der Welt, 2014, 4. Aufl. 2016.

9 Siehe z.B. Wegner, Religiöse Kommunikation und Kirchenbindung. Ende des liberalen Paradigmas?, 2014.

10 Evang. Kirche in Deutschland, Evangelische Kirche und freiheitliche Demokratie. Der Staat des Grundgesetzes ans Angebot und Aufgabe, 1985.

11 Reuter, Der Begriff der Kirche in theologischer Sicht, in: Rau/Reuter/Schlaich (Hg.), Das Recht der Kirche, Bd. 1. Zur Theorie des Kirchenrechts, 1997, 23-75 (59ff).

12 Richtlinie über die Zuordnung diakonischer Einrichtungen zur Kirche (Zuordnungsrichtlinie) vom 8.12.2007 (ABl.EKD S. 405).

13 Kirchengesetz zur Zuordnung rechtlich selbständiger Einrichtungen zur Kirche (Zuordnungsgesetz der EKD – ZuOG-EKD) vom 12.11.2014 (ABl.EKD S. 340).

14 Hoffmann, Ethisch und politisch predigen, 2011, 39.

15 Habermas, Vorpolitische Grundlagen des demokratischen Rechtsstaats?, in: ders., Zwischen Naturalismus und Religion, 2005, 106-118 (115).

16 Siehe z.B. Pohl-Patalong, Wozu ist die Kirche da. Auftrag und Aufgaben der Kirche in der Welt, DPfBl 2015, 372-376.

 

Über den Autor

OKR Dr. Hendrik Munsonius, Studium der Rechtswissenschaft in Göttingen und Marburg, 2001-2006 Referent für Gemeinde- und Verfassungsrecht in der Kirchenverwaltung der Evang. Kirche in Hessen und Nassau, seit 2006 Referent am Kirchenrechtlichen Institut der EKD in Göttingen.

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 1/2017

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