Von einem, der den Atomkrieg nur knapp verhinderte, und von der Wahrscheinlichkeit, dass die Raketen das nächste Mal treffen
Der Mann, der 1983 die Welt rettete

Von: Rolf Wischnath
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Nordkorea, Pakistan, Irak, Iran – Nuklearwaffen in der Hand von unberechenbaren Potentaten haben etwas zutiefst Beunruhigendes, ganz gleich, ob sie tatsächlich vorhanden sind oder nur vermutet werden. Tatsächlich jedoch sind Atomwaffen immer eine Bedrohung für das Leben auf diesem Globus und sollten daher komplett abgeschafft werden. Rolf ­Wischnath erinnert an ein gefährlich schlummerndes Vernichtungspotential.
 

Am 26. September jährte sich zum dritten Mal der von der UN-Versammlung ausgerufene »Internationale Tag für die vollständige Abschaffung von Atomwaffen«. Was für Waffen? Und warum am 26. September?1


I. Ernstfall

Geschehen vor 71 Jahren2:

Was für Waffen? Am 6. August 1945 sitzt Sumiko Nakamura in ihrer Schule im japanischen Hiroshima im Klassenzimmer. Plötzlich wird der Unterricht jäh unterbrochen. Die Fenster zerspringen. Vor dem Fenster wird ein Leuchten sichtbar. Dann ist ein enormes Donnern zu hören. Die Kinder setzen ihre Luftschutzkapuzen auf und kriechen unter die Tische. Im nächsten Augenblick kommt die Explosionswelle. Die Lehrer führen die Kinder heraus. In der Richtung, aus der sie das Leuchten gesehen haben, türmt sich eine pilzförmige Wolke auf und Rauch steigt auf. Wenig später pechschwarzer Regen, der vom Himmel fällt. Dann sehen sie, dass der Fluss schwarzes Wasser führt. In den Stunden danach sieht Sumiko immer mehr Menschen, die furchtbar aussehen. Die verbrannte Haut hängt in Fetzen vom Körper. Die Körper sind knallrot. Die Hölle auf Erden. – Hunderttausende sind den beiden Atombombenabwürfen am 6. und 9. August vor bald 72 Jahren in Hiroshima und Nagasaki zum Opfer gefallen.


Vorausgesagt im März 2013:

Eine UNO-Konferenz, an der in Oslo (März 2013) 127 offizielle Vertreter ihrer Länder teilnehmen, befasst sich mit der relativ einfachen Frage, was für unmittelbare Folgen ein Atomwaffeneinsatz für den Menschen haben werde. Nur ein Ergebnis sei genannt: Der Einsatz von etwa fünfzig Atomwaffen unterer Größe – der Größe der Bomben von Hiroshima und Nagasaki – werde so viel Dreck in die Luft befördern, dass eine Milliarde Menschen wegen der völlig verdunkelten und eingeschränkten Sonneneinstrahlung am Hungertod sterben würde. Die präzis begründeten Ergebnisse der Konferenz, für die drei UNO-Organisationen Verantwortung tragen, sind entsetzenerregend, d.h. emotional gar nicht zu verkraften.


Zum Vergleich: In Rheinland-Pfalz lagern unter amerikanischer Aufsicht mindestens 20 große Atombomben des Typs B.61-3 und B 61,1-4, die in ihrer Zerstörungsmöglichkeit mit den Bomben von Hiroshima und Nagasaki so verglichen werden können, dass jede von ihnen eine Sprengkraft von 170 Kilotonnen hat. Das wäre dreizehnmal so viel wie die Bombe, die 1945 auf Hiroshima fiel.


II. 1983 – Das gefährlichste Jahr im Kalten Krieg

Vor 34 Jahren (1983) hat jemand nur knapp verhindert, dass auf unserem Kontinent und auch in Deutschland ein Atomkrieg in einem derartigen Maße ausbricht, dass er alle von, die vor 1983 geboren sind, eher früher als später unter unsäglichen Schmerzen ausgelöscht hätte. Und diejenigen, die nach 1983 geboren wurden, wären gar nicht erst zur Welt gekommen. Aber bevor ich diesen Menschen nenne und beschreibe, was er getan hat, sollten wir uns vergegenwärtigen, in welch gefährlicher Situation die Welt im Jahr 1983 war.


Eine kurze Chronologie der Ereignisse

6. März: US-Präsident Reagan verkündet den Beginn des Raketenabwehrprogramms SDI (Strategic Defense Initiative). Dieses Programm soll dazu dienen, die Raketen der Sowjetunion schon in ihren Bunkern zu zerstören, bevor sie im militärischen Gegenschlag könnten gezündet und gen Westeuropa und Amerika gesteuert werden.

8. März: Ronald Reagan nennt die UdSSR vor einer evangelikalen Konferenz das »Reich des Teufels« und den »Fokus des Bösen in der modernen Welt«. Er spricht vom real existierenden Kommunismus als einer »totalitären Finsternis« und einem »traurigen, bizarren Kapitel der Menschheitsgeschichte, dessen letzte Seiten nun gerade geschrieben werden«.

16. Juni: Der Nachfolger Breschnews und (seit November 1982) Generalsekretär der KPDSU Juri Wladimirowitsch Andropow wird Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjets und somit Staatsoberhaupt der Sowjetunion. Juri Andropow war von 1967 bis 1982 (also 15 Jahre) Chef des sowjetischen Geheimdienstes KGB. Er ist mithin ein Mann des oft so verbrecherischen KGB und von daher ein Politiker zweifelhafter Integrität, höchsten Misstrauens und ideologischer Starre.

Juli/August: Die gegen die russischen S-20-Raketen geplante Aufstellung der nuklearen amerikanischen Pershing II-Raketen und Cruise Missiles steht unmittelbar bevor. Im Gegenzug rüstet die UdSSR ihre Raketen in den Diktaturen Osteuropas auf und nimmt somit die westeuropäischen Staaten als Geiseln. Die Genfer Abrüstungsgespräche scheitern.

1. September: Sowjetische Abfangjäger zerstören westlich der Insel Sachalin eine zivile südkoreanische Boeing 747. Alle 269 Passagiere und Crewmitglieder werden getötet. Reagan lässt die letzten Worte des Piloten und das überlaute Geräusch der letzten Sekunden des Absturzes im Fernsehen vorführen. Er spricht von der UdSSR als einer »verbrecherischen Bande«.

19.-30. September: NATO-Großmanöver »Return of Forces to Germany« (Reforger 83)

22. Oktober: Friedensdemonstration im Bonner Hofgarten mit 150.000 Teilnehmern mit Willy Brandt, Heinrich Böll, Petra Kelly, Helmut Gollwitzer und Erhard Eppler.

2. November: Beginn der europaweit zehntägigen NATO-Kommandostabsrahmenübung. Es handelt sich eine umfassende Nuklearwaffenübung mit Namen Able Archer (engl. für »geschickter Bogenschütze«) – unter Einbeziehung der Regierenden. In dieser Übung wird der Übergang von einem konventionellen zu einem nuklearen Krieg gegen die Sowjetunion simuliert. Der hohe Realitätsgrad und die strenge Geheimhaltung führen in der Sowjetunion und im Warschauer Pakt zu dem (im ursprünglichen Sinn des Wortes) »wahn-sinnigen« Verdacht, es handele sich bei der Übung um einen Deckmantel für einen nun tatsächlich und unmittelbar in Gang gesetzten atomaren Erstschlag, mit dem die UdSSR »enthauptet« werden soll. So trifft man dort alle Vorbereitungen für den zweiten, antwortenden Schlag. Man ist gleichsam auf dem Sprung.


Wenn die Politik ins Apokalyptische abgleitet

Man kann sich anhand dieser Daten und Stichworte vergegenwärtigen, wie sehr sich 1983 die politische Situation geändert hat. Das undiplomatische und vertrauenslose Verhalten und das gegeneinander gerichtete tiefste Misstrauen der Regierenden in Ost und West hinsichtlich der russischen und westlichen Raketenrüstung führte zu einer zuvor nicht gekannten Zuspitzung. Alles war in eine grauenvolle, auch ideologisch-religiös verbrämte Auseinandersetzung abgeglitten. Der Präsident der USA sprach davon, dass wir die große apokalyptische Schlacht bei Harmagedon3, in der das Reich der Bösen vernichtet wird, noch erleben werden. Sehr viele Menschen besonders in Deutschland – hüben und drüben – peinigte die Furcht, dass der sog. Ost-West-Konflikt aus der Zone der politischen Machtauseinandersetzung heraustreten und zu einem militärischen Konflikt eskalieren würde, ein Krieg, in dem der Einsatz von atomaren Waffen auch auf deutschem Boden nicht nur denkbar, sondern auch realisierbar und unabwendbar werden würde.

In der Sowjetunion kommt es zu einer kollektiven Hysterie im Blick auf diese Konstellation: Gemäß der im Kalten Krieg herrschenden Logik würde ein Nuklearkrieg zwischen den Supermächten mit einem massiven Erstschlag beginnen, mit dem Start von vermutlich Hunderten von Interkontinentalraketen aus Silos, wie sie die USA vor allem im Mittleren Westen hat, sowie von Unterseebooten aus. Ein solcher Erstschlag hätte das theoretische Ziel gehabt, den Gegner nuklear zu »enthaupten« (»decapitation«). Doch wissen die Strategen im Pentagon wie im Kreml, dass die 25 Minuten vom Start bis zum Einschlag nach der Lehre von MAD (»mutual assured destruction«) gerade ausreichen würden, die eigenen Raketen zur Vernichtung des Angreifers auf ihre Reise über den Nordpol zu schicken gemäß dem Motto: »Wer zuerst schießt, stirbt als Zweiter.« Dass die UdSSR nach einem amerikanischen Erstschlag die Enthauptung erleben müsse und damit der Zweitschlag nicht möglich sein würde, ist der Grund der gemeinsamen russischen Furcht und Verstörung. Auf amerikanischer Seite herrscht der fieberhafte Wille, die zentrale Prämisse im Kalten Krieg aufzuheben, nämlich die Folgerung, dass keine Seite einen Nuklearkrieg hätte gewinnen und danach in einem halbwegs akzeptablen Rahmen weiterexistieren können. Kurz gesagt: Der militärische Elementarsatz sollte geändert werden: »Nur wer zuerst schießt, stirbt nicht als Zweiter.«


III. Der Mann, der 1983 den Atomkrieg verhinderte

Ich komme jetzt auf den Menschen zu sprechen, dem wir unsere »Belebungen« verdanken. Unser Leben verdanken wir Gott. Unsere Belebungen in den vielen Abschnitten unseres Lebens werden durch Menschen ermöglicht. Jener sowjetische Mensch hatte damals alle vor dem weltweiten, atomaren und irdischen Tod bewahrt. (Mir selber ist das recht eigentlich erst durch einen Film des Senders »arte«, bekannt geworden. Er lief am 4. August 2015 unter dem Titel »The Man Who Saved the World«. Ich habe mich dann mit diesem Vorgang intensiv beschäftigt. Ins öffentliche Bewusstsein aber ist dieses Ereignis noch nicht gekommen.4)

Der Mann heißt Stanislaw Jewgrafowitsch Petrow. Er ist Jahrgang 1939. Aufgewachsen ist er nicht in armen, aber auch nicht in reichen, privilegierten Verhältnissen. Zu den Kiewer Luftabwehrtruppen wird er 1956 einberufen. Fortan bestimmt die Flugabwehr und die Ausbildung zum Ingenieur und Offizier in dieser Waffengattung sein Leben. Er heiratet und ist Vater von Elena und Dmitrij. Seine Frau stirbt früh. Der 77jährige hat auch heute noch ein gütiges, aber von Anstrengungen und Belastungen gezeichnetes Gesicht.


Countdown der Auslöschung

Ort seiner Tat ist Serpuchow-15 in der Nähe Moskaus. Dort ist das sowjetische Raketen-Frühwarnsystem untergebracht: in einem riesigen Gelände mit dem Radius von 70 Kilometern. Das Ereignis, von dem zu berichten ist, geschieht am 26. September 1983, also mitten in der Zeit des NATO-Manövers »Return of Forces to Germany« (Reforger 83). Petrow ist inzwischen Oberstleutnant der Sowjetischen Luftwaffe in der Raketen- und Flugabwehr. Seine Aufgabe: mit seinen Untergebenen die Überwachung des sowjetischen Luftraums per Satellit und Computer zu leiten. Zu seinen Pflichten gehört es, möglichst früh und absolut fehlerfrei einen jederzeit denkbaren Raketenangriff des Westens gegen den Osten festzustellen und die Nachricht davon unverzüglich an die argwöhnische politische Führung mit Andropow an der Spitze weiterzuleiten. Dieser hätte dann den Abschuss der sowjetischen Raketen zu befehligen. Der ganze Ablauf muss innerhalb von fünfzehn Minuten geschehen. Solange dauert der Raketenabschuss aus den USA nach Moskau.

Von dem, was am 26. September 1983 passiert, berichtet Petrow so: »Der Alarm ging gegen 0.15 Uhr los, vollkommen unerwartet. Wir hatten das oft geprobt, aber nun war es ernst. Die ganze Festbeleuchtung ging an, die Sirenen heulten, und auf den Bildschirmen blinkte in großen, roten, kyrillischen Buchstaben: ›Raketenstart mit maximaler Wahrscheinlichkeit‹. Es war ein Schock, wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Ich war der Diensthabende, der Älteste und vom Dienstgrad her Ranghöchste, die anderen waren jüngere Offiziere, die dafür zuständig waren, die Raketen scharf zu machen. Sie waren ganz durcheinander geraten und blickten mich an. Alle warteten auf meine Entscheidung.«

Petrow ist zunächst selber ebenso vor Entsetzen erstarrt wie seine Untergebenen. Es gelingt ihm aber sich zu fassen, seinen Verstand auszurichten und sich dann auch durch den entscheidenden Zweifel leiten zu lassen: Ein amerikanischer Atomangriff auf die Sowjetunion würde nicht mit einer einzelnen Rakete beginnen, sondern mit einer Unmenge. Er telefoniert mit dem Generalstarb. Noch während dieses Gesprächs »meldete der Computer, einen zweiten Raketenstart und dann einen dritten, vierten und fünften.« Dem diensthabenden Offizier bleiben in einem solchen Fall nur fünf bis zehn Minuten, um die Flugkörper zweifelsfrei zu identifizieren. Danach muss unbedingt Andropow informiert werden. Wenn dieser sich zum Abwehrschlag entschließt, sind sieben Minuten später ein ganzes Rudel sowjetischer Interkontinental-Raketen des Typs SS-18 unterwegs in Richtung Washington, New York und diverser US-Militärbasen in Europa – insbesondere in Westdeutschland. Alles wird in Gang gesetzt nach der geltenden Doktrin von der »gesicherten gegenseitigen Zerstörung«. (Übrigens, auch Gütersloh stand mit dem englischen Flughafen auf der Liste der durch die russischen Atomraketen zu zerstörenden militärischen Objekte.)


Fehlalarm mit Konsequenzen

Doch Oberstleutnant Petrow riskiert Kopf und Kragen und verweigert den Befehl zur Information Andropows. Warum? Eine sachlich, überlegte Entscheidung war für Petrow nicht im Kopf. »Man kann die Vorgänge unmöglich in ein paar Minuten gründlich analysieren«, erklärt er den Vorfall 20 Jahre später. »Man kann sich nur auf seine Intuition(!) verlassen.« Also entscheidet Petrow intuitiv und geht noch einmal von einem Irrtum aus. Er riskiert alles. Einerseits spielt er mit seinem Leben und einer Verurteilung wegen Befehlsverweigerung, andererseits käme es zu einem nuklearen Schlagabtausch, zu einem »Atomkrieg aus Versehen« mit dramatischen Konsequenzen. Und Petrows Intuition wird bestätigt – Fehlalarm!

Was hat den Fehlalarm ausgelöst? Die späteren Untersuchungen ergeben: Der sowjetische Weltraumsatellit Kosmos 1382 hat Reflexionen von Sonnenstrahlen in der Gegend der amerikanischen Malmstrom-Raketenbasis in Montana für den Schweif einer startenden Rakete gehalten. Ebendort sind bis heute amerikanische, mit Nuklearsprengköpfen bewaffnete Minuteman-III-Interkontinentalraketen stationiert (nach Ingeborg Jacobs).

Welche Folgen hatte der Fehlalarm für Stanislaw Petrow? Seine Tat – besser: seine Nicht-Tat – bleibt zu Zeiten des sowjetischen Sozialismus unbekannt. Für ihn und die Zeugen wird ein strenges Schweigegebot erlassen. Erst 1991 berichtet die »Prawda« davon. Nach jenem Ereignis wird Petrow dafür weder gewürdigt noch bestraft. Aber seit seinem eigenmächtigen Handeln gilt er nicht mehr als zuverlässiger Offizier. Seine bis dahin ungebrochen verlaufene Karriere endet, indem er auf einen bedeutungslosen Posten versetzt wird. Eine kleine Ehrung bekommt er später wegen seiner »Verdienste« um den Aufbau der Raketenstation Serpuchow-15, aber nicht für das, wofür er am 26. September 1983 die Verantwortung übernahm. Auch vereinzelte, unbeachtet gebliebene Ehrungen in Westeuropa und im vereinigten Deutschland – zum Beispiel der Dresden-Preis 2013 – können nicht mehr verhindern, dass er zu einem gebrochenen Mann wurde, der heute alkoholkrank, psychisch versehrt und physisch krank in der Nähe von Moskau lebt. Der »arte«-Film zeigt einen manisch depressiven Patienten, der dauernd zwischen Depression und krankhaftem Hochgefühl, zwischen Nüchternheit und Betrunkenheit switcht. (Ingeborg Jacobs bestreitet diese Charakterisierung nachdrücklich.) Die Güte seines Gesichts hat er aber dabei nicht verloren.


IV. Von der Wahrscheinlichkeit, dass die Raketen beim nächsten Mal treffen

Die Rüstungskontrollabkommen der beiden Supermächte unter Gorbatschow und Reagan führten Ende der 1980er Jahre in Europa zur Vernichtung ganzer Kategorien von strategischen Atomwaffen. Das war ein ungewöhnlicher und verheißungsvoller Schritt, auch wenn man dem Bild zustimmen muss, dass der Vorgang verglichen werden kann mit dem Handeln zweier schwer Alkoholkranken, die einen riesigen Weinkeller im Haus haben und ihren nun etwas geminderten Vorrat an Alkoholika als Weg zur Abstinenz ausgeben. Denn seither ist die nukleare Bedrohung nicht gemindert worden, sondern hat neue beängstigende Formen ­angenommen. Sie ist noch gefährlicher geworden.


Atomwaffen derzeit

Durch Modernisierungen der Waffen, durch schlecht geschützte Lagerung waffentauglichen Urans, durch eine mögliche Nuklearisierung des Terrorismus – dies ist vermutlich derzeit die größte Gefährdung – wird eine atomare Auseinandersetzung nicht nur zur Möglichkeit, sondern (theoretisch betrachtet) zur Wahrscheinlichkeit. Im Blick auf die Möglichkeit des Nuklearterrorismus sagt Barack Obama: »Kein Zweifel: Wenn diese Verrückten dieses Material in die Hände kriegten, würden sie so viele Menschen töten wie möglich.« – Wenige Monate vor der Wahl in den USA war eine neue Debatte über die Befugnisse des US-Präsidenten über die Atomwaffen der Supermacht entbrannt. Denn wie würde Donald Trump als Chef im Weißen Haus in einer solchen Krisensituation reagieren? Die Frage bleibt bedrängend offen.

Derzeit gibt es in den USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea Kernwaffen. Nordkorea ist ein gänzlich außer Rand und Band geratener Atomwaffen-Besitzer. Hinzu kommen gegenseitige Neustationierungen an der Ostgrenze der EU resp. der NATO und an der Westgrenze Russlands.

Seit mehr als zwei Jahren steigern auch und gerade nukleare Drohgebärden Russlands das Risiko eines bewaffneten Konflikts in Europa. Die Erklärung Putins, Moskau habe bei der Besetzung der Krim erwogen, die eigenen Atomwaffen in Alarmzustand zu versetzen, und russische Manöver mit Atomraketen sowie Überflüge von Atombombern lassen die Gefahr eines neuen Rüstungswettlaufs wachsen. Russland setzt angesichts der eigenen militärischen, politischen und ökonomischen Schwäche auf die scheinbar immunisierende Wirkung der nuklearen Abschreckung (»Süddeutsche Zeitung«, 10. August 2016, S. 2).


Atomwaffen in Deutschland

Wie steht es um die atomare Situation in Deutschland? In Deutschland hat es seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs immer Atomwaffen gegeben. Sie waren in der DDR und der BRD gegeneinander ausgerichtet. Nach der friedlichen Revolution hatten viele gehofft, die Zeit der atomaren Waffen sei in Deutschland vorbei. Aber nur die Nuklearwaffen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR wurden abgerüstet. Auf dem Gebiet der Bundesrepublik blieben sie – in Büchel.

Büchel ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz und hat einen deutschen Fliegerhorst. Die Atomwaffen dort können nur freigegeben werden durch den amerikanischen Präsidenten. Sie lagern einsatzbereit, um auf diesen Befehl – im Rahmen der sog. »nuklearen Teilhabe« in der NATO – durch Bundeswehr-Piloten mit deutschen Tornado-Kampfjets vom Tornado IDS ins Zielgebiet geflogen werden zu können.

Nun bestätigen Rüstungsexperten, dass die neuen, bald einsatzbereiten, amerikanischen, taktischen Nuklearwaffen vom Typ B61-12 eine sog. »erdeindringende« Fähigkeit haben und unvergleichlich zielgenauer sind als die bisherigen Atombomben. Sie verfügen über ein lasergestütztes Zielerfassungssystem und können somit als Lenkwaffen eingesetzt werden. Mit den neuen Bomben verwischen einmal mehr die Grenzen zwischen taktischen und strategischen Atomwaffen. Taktische Kernwaffen sind bestimmt zum Einsatz gegen militärische Ziele auf dem Schlachtfeld – im Gegensatz zu strategischen Atombomben, die ganze Landstriche ausradieren sollen.5 Die Kosten für das Bomben-Veränderungsprogramm werden auf acht bis zehn Milliarden Dollar geschätzt.

»Uns beunruhigt, dass Staaten, die eigentlich keine Atomwaffen besitzen, den Einsatz dieser Waffen üben – und zwar im Rahmen der NATO-Praxis der Nuklearen Teilhabe«, erklärte jüngst die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa: »Das ist eine Verletzung der Artikel 1 und 2 des Vertrages über die Nichtverbreitung von Atomwaffen.« Und: »Mit den neuen Bomben verwischen die Grenzen zwischen taktischen und strategischen Atomwaffen«, kritisiert Hans Kristensen von Nuclear Information Projects (Atomic Scientists) in Washington D.C.

In die unmittelbare Verantwortung der Bundesregierung gehört, dass sie 112 Mio. Euro in den Bundeswehrstandort Büchel investieren will. Mit diesem Geld soll die Landebahn des Flugplatzes mit einem modernen Instrumentenanflugsystem ausgestattet werden. Weitere europäische Standorte amerikanischer Atomwaffen wie die Luftwaffenbasen in Incirlik in der Türkei und Aviano in Italien, in den Niederlanden und Belgien werden zugleich modernisiert – mit eben jenen Nuklearbomben vom Typ B61-12.

Folglich: Durch die Veränderungen in der Nuklearstrategie und insbesondere durch die Gefahr des Nuklearterrorismus hat sich die derzeitige Situation der Lagerung und der Einsatzmöglichkeiten von Atombomben gegenüber der Situation 1982 nicht gebessert. Im Gegenteil: Henry Kissinger sagt, dass die derzeitige Situation militärpolitisch gefährlicher ist als die von 1983. Weiter: »Das Risiko, das von der Verbreitung von Atomwaffen an viele verschiedene Staaten ausgeht, wird unkalkulierbar.« Und Michail Gorbatschow äußert sich: »Wenn wir die Atomwaffen nicht loswerden, dann ­werden sie früher oder später eingesetzt werden.«


V. Weltliches und Christliches

Ein Beschlussvorschlag des Versöhnungsbundes (Deutscher Zweig) vom November 2015 fasst zusammen, was Kirchen und Gemeinden, Christinnen und Christen in dieser Situation bedenken, wissen, reflektieren und bekennen sollten:


Beschlussvorschlag

Das Presbyterium/Der Gemeindekirchenrat der Evangelischen Kirchengemeinde … bittet die Evangelische Kirche … [JEWEILIGE LANDESKIRCHE], daraufhin zu wirken, dass die EKD die Bundesregierung bittet, durch Beschluss des Deutschen Bundestages folgenden Artikel ins Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland einzufügen: »Atomare, biologische und chemische Waffen sind geächtet. Die Herstellung, Lagerung, Androhung und Anwendung dieser Waffen sind verboten.«


Begründung

Atomare, biologische und chemische Waffen sind Massenvernichtungswaffen. Biologische Waffen sind auf Grund der Konvention vom 10. April 1972 geächtet; alle fünf Jahre finden Überprüfungskonferenzen statt. Chemische Waffen sind auf Grund der Konvention vom 13.1.1993 geächtet. Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) mit Sitz in Den Haag überwacht die Einhaltung der Konvention.

Der Internationale Gerichtshof hat in seinem Gutachten vom 9. Juli 1996 bezüglich Atomwaffen befunden: »Ihre Vernichtungskraft kann weder in Raum noch Zeit eingedämmt werden. Wir können die gesamte Zivilisation und das gesamte Ökosystem des Planeten zerstören.« (IGH-Rechtsgutachten Nr. 78, Ziffer 35; in: IALANA, Hrsg.: Atomwaffen vor dem Internationalen Gerichtshof, Münster 1997, S. 45).

Die Androhung und Anwendung von Atomwaffen verletzten die Regeln, die dem Einsatz von Waffen nach völkerrechtlichen Grundsätzen entsprechen (vgl. IGH-Rechtsgutachten Nr. 78, Ziffern 77ff; 88ff),
da sie unterschiedslos Zivilisten wie Soldaten betreffen;
keine unzumutbare Grausamkeiten ausschließen;
kein Schutz vor langfristig und weitreichenden schädigenden Auswirkungen für Mensch und Mitwelt gewährleisten und
keine Achtung neutraler Staaten ermöglichen.


Diese Massenvernichtungswaffen stehen im Widerspruch zu zentralen Aussagen christlichen Glaubens, wie sie im Apostolischen Glaubensbekenntnis von der weltweiten Christenheit bekannt werden:

Die Schöpfung wird insgesamt bedroht; der Mensch ist stattdessen aufgerufen zu »bebauen und zu bewahren«, was menschliches Leben sättigt.

Die Versöhnung durch Jesus Christi wird geleugnet indem einer Abschreckung vertraut wird, die auf Angst; wir sind stattdessen aufgerufen den Frieden in Christus zu bezeugen.

Der verändernden Kraft des Heiligen Geistes wird jedes Vertrauen entzogen, indem im möglichen Feind das gesehen wird, was für immer vernichtet und auf Generationen hin geschädigt werden soll; stattdessen befreit der Heilige Geist dazu umzukehren und Wege zu einer gemeinsamen Zukunft zu finden.


Die Ächtung der atomaren, biologischen und chemischen Waffen trägt sowohl dem Völkerrecht wie dem christlichen Glauben Rechnung, indem so ein Beitrag dazu geleistet wird, Leben zu schützen und die Möglichkeit Leben zu schützen auch weiterhin dadurch mit ermöglicht werden soll.


Es kann nun gar nicht hoch genug und mit ernster Freude bemerkt werden, dass der Vorsitzende des Rates der EKD Heinrich Bedford-Strohm vor einer Reise nach Japan zum 70. Jahrestag des monströsen Verbrechens (2015) über Hiroshima und Nagasaki das folgende starke Wort hat hören lassen, was dann leider auch weithin nicht gehört wurde:


Hunderttausende sind den beiden Atombombenabwürfen am 6. und 9. August vor 70 Jahren in Hiroshima und Nagasaki zum Opfer gefallen. Nur wenige Überlebende können heute noch davon erzählen. Wenn man sie hört, bekommt man eine Ahnung von dem Grauen, das sie erlebt haben. Viele von ihnen sind zu Friedensaktivisten geworden, die ihr ganzes Leben dem Anliegen gewidmet haben, dass so etwas nie wieder passiert.

Sie haben mich dazu inspiriert, mitzustreiten dafür, dass Atomwaffen heute geächtet werden. In der kommenden Woche werde ich auf Einladung des Weltkirchenrats nach Hiroshima und Nagasaki reisen, um vor Ort an den Feierlichkeiten zum Gedenken an die Atombombenabwürfe teilzunehmen. Zu unserer Delegation gehören acht Bischöfe und Personen der Kirchenleitung aus acht Ländern, die entweder selbst Atomwaffen besitzen oder sich durch sie schützen lassen.

Wir wollen den 70. Jahrestag der Atombombenabwürfe zum Anlass nehmen, um darauf hinzuweisen, dass es uns heute, so viele Jahre nach diesen schrecklichen Ereignissen, immer noch nicht gelungen ist, bei der Ächtung dieser Waffen entscheidend voran zu kommen. Wir werden in Hiroshima und Nagasaki mit Überlebenden sprechen, mit Christen der örtlichen Kirchen beten und mit Gläubigen anderer Religionen über die Lehren sprechen, die wir heute aus den Ereignissen damals zu ziehen haben. Wir wollen die geistlich und ethisch begründete Kritik an der Nutzung von Atomwaffen auf die Tagesordnung bringen, insbesondere in den Staaten, die selbst Atomwaffen besitzen oder die sich – wie etwa die NATO Staaten – auf den Schutz durch Atomwaffen verlassen. Und wir wollen den Initiativen für die weltweite Ächtung von Atomwaffen neues Leben geben.

Atomwaffen sind Massenvernichtungswaffen, deren Einsatz unvereinbar ist mit allem, was der christliche Glaube sagt – und darüber hinaus unvereinbar mit allen Werten der Humanität. Ich hoffe, dass es uns in der kommenden Woche gelingt, diese Botschaft in Japan und überall auf der Welt deutlich zum Ausdruck zu bringen. Und ich hoffe, dass sie gehört wird.


So weit – so gut, tatsächlich gut. Es ist allerdings darauf hinzuweisen, dass auch in diesem mächtigen Wort »nur« – aber was heißt hier »nur« – der Einsatz der Atomwaffen als »unvereinbar … mit allem, was der christliche Glaube sagt« postuliert wird. Es bleibt dann doch bei der alles in Frage stellenden Differenz von zu verwerfendem Einsatz und der zur Abschreckung verbleibenden Bereithaltung. Es ist bemerkenswert, dass der Landesbischof zu dieser bleibenden Möglichkeit kein Wort verliert.


VI. 1983, Gott und die Kirchen – ein Nachwort

Am Montag, den 26. September 1983, muss Stanislaw Petrow seinen Dienst überraschend und in unvorhergesehener Weise in Vertretung eines erkrankten Kollegen wahrnehmen. Hätte dieser kein Fieber gehabt, hätte anstelle Petrows ein Anderer die Wache schieben müssen … Zufall? Fügung?

Eine Arbeitsgruppe des sowjetischen Militärs macht sich im Winter 1983/84 daran, nach den Ursachen jenes Fehlalarms vom 26. September zu suchen. Petrow muss immer und immer wieder auf dieselben Fragen antworten. Insbesondere der Leiter dieser Arbeitsgruppe reizt den Offizier so sehr, dass Petrow nur noch ein »Das hing vom lieben Gott ab« hervorbringen kann. Dadurch aber bringt er den Vorgesetzten noch mehr in Rage. Petrow erinnert sich an den Auftritt: »Nun wurde der wütend wie ein Stier, begann mit den Füßen zu trampeln und sagte: ›Was soll das denn heißen? Das hing vom lieben Gott ab?‹ Wir waren ja ein atheistisches Land. Aber ich entgegnete ihm: ›Andere Informationen habe ich nicht.‹«6


Über 30 Jahre ist es her, dass die Kirchen in der sog. »Nachrüstungsdebatte« den Besitz und den Einsatz von Atomwaffen zum vorrangigen Thema des Glaubens und Handelns und Bekennens erklärt hatten. Der Reformierte Bund hat in dieser Sache sogar den »Bekenntnisfall« (status confessionis) ausgerufen. Auf der Ebene der Kirchen, der Landessynoden und der EKD-Synode haben eine große Zahl der Verantwortlichen gesagt, die sog. »Nachrüstung mit atomaren Raketen« sei ein ethisch verantwortlicher Schritt. Diese Befürworter der Nachrüstung hatten in ihren Begründungen zudem immer wieder gesagt, dass die Befürwortung jenes Aufrüstungsschrittes kein »Ja« zur Atombewaffnung sei, sondern eben nur ein vorläufiges »Noch« sei für eine ganz kurze Zeit, die die Abrüstung brauche, um zu einer atomwaffenfreien Lösung zu kommen.

Beides ist wirklich lange her. Das Thema kernwaffenfreie Länder und Welt spielt in den Kirchen aktuell – auch bei jenen reformierten »Bekennern« von einst – keine bestimmende Rolle mehr. Ihre To-Do-Listen und die Tagesordnungen ihrer Gremien und Synoden halten andere Angelegenheiten und Geschäftigkeiten für erheblich wichtiger (Ausnahme: das Votum des Ratsvorsitzenden im Sommer 2015). Einer aber zeigt dieser Tage noch einmal, wie sehr die Frage der Atomwaffen an die Substanz des christlichen Bekenntnisses geht: Der bekennende Pazifist Pfarrer Rainer Schmidt aus Aalen opferte im vergangenen Sommer zum dritten Mal eine Woche seines Jahresurlaubs, um sieben Tage lang mit einem drei Meter hohen Holzkreuz am Fliegerhorst in Büchel zu demonstrieren. Auf dem Querbalken des Kreuzes steht mit roter Schrift »Atomwaffen abschaffen – jetzt!« Einer ging an ihm vorbei und sagte: »Pass auf, dass du nicht mal selbst am Kreuz hängst.«


Anmerkungen:

1 Zahlen, technische Angaben, Feststellungen und Perspektiven beziehen sich vor allem auf Texte und Ausarbeitungen der Bundeszentrale für politische Bildung, der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«, der »Süddeutschen Zeitung«, der Studie »Die nukleare Offensive der NATO« von Jürgen Wagner (DFG-VK), der »Zeitschrift für Innere Führung der Bundeswehr«, der EKD, des ZDF, des Senders »arte«, der »Blätter für deutsche und internationale Politik«, der Wochenzeitung »Das Parlament«, der »Zeitschrift der Bundeszentrale für politische Bildung – Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament«, des Buches von Ingeborg Jacobs: Stanislaw Petrow. Der Mann, der den Atomkrieg verhinderte – Wer rettet uns das nächste Mal, mit einer Laudatio von Claus Kleber, Frankfurt/M. 2015.

2 Der folgende Text entstammt einem Wort des Landesbischofs Heinrich Bedford-Strohm (Vorsitzender des Rates der EKD) zur Ächtung der Atomwaffen (August 2015). Der Text steht zur Verfügung beim Büro des Ratsvorsitzenden, kann aber auch bei mir abgerufen werden: rolf.wischnath@uni-bielefeld.de.

3 Der Ausdruck »Schlacht von Harmagedon« bezeichnet nach dem letzten Buch der Bibel – in Offb. 19 – den Schlusskampf zwischen Gott und den Regierungen hier auf der Erde. Diese Regierungen und ihre Anhänger erkennen das Reich Gottes (die Regierung Gottes) bis heute nicht an und stellen sich damit gegen Gott (Ps. 2,2). Die Schlacht von Harmagedon wird allen von Menschen gebildeten Regierungen ein Ende machen (Dan. 2,44).

4 An dieser Stelle danke ich stud. theol. Malte Heine (Paderborn) für die Verschriftlichung der Filme auf »arte« und dem ZDF.

5 »Stategische Atomwaffen waren jene, mit denen sich die USA und Russland gegenseitig und direkt mit großer Sprengkraft beschießen konnten. Taktische Waffen dagegen sind jene, die auf Kriegsschauplätzen wie Europa oder Korea mit kleiner, mittlerer oder größerer Sprengkraft zum Einsatz kommen sollten und nicht zwangsläufig einen globalen atomaren Schlagabtausch einschließlich der USA oder Russlands zur Folge hätten.« (Bundeszentrale für politische Bildung)

6 Zitiert bei Ingeborg Jacobs, Stanislaw Petrow, 216.

 

Über den Autor

Prof. Dr. Rolf Wischnath, Jahrgang 1948, 1967-69 Bundeswehr, 1970-75 Theologiestudium bei Walter Zimmerli, Hans J. Kraus und vor allem bei Walter Kreck in Bonn, 1975-80 Assistent von Ingo Baldermann in Siegen, 1980 Promotion, 1980-94 Pfarrer in Soest, Mülheim und Berlin, 1995-2004 Generalsuperintendent des Sprengels Cottbus, Honorarprofessor für Syst. Theologie an der Universität Bielefeld.

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 5/2017

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