Sieben theologische Begründungsmodelle für die Gemeinwesenorientierung von Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen
Von Compassion bis Konvivenz

Von: Frank Martin Brunn
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Das Thema Gemeinwesenorientierung spielt in Diakonie und Kirche eine zunehmend wichtige Rolle. Wo eine solche Ausrichtung diskutiert wird, aber auch wo gemeinwesenorientierte Projekte für spezifische Sozialräume entwickelt werden, stellt sich die Frage: Wie ist das theologisch zu begründen? Frank Martin Brunn präsentiert sieben Modelle zur Begründung der Gemeinwesenorientierung von Kirchengemeinden, Kirchenkreisen und diakonischen Einrichtungen. Er versteht sie als Angebot, das zur eklektischen Nutzung einlädt.


Zugegeben: Gemeinwesenorientierte Projekte von Kirchengemeinden oder diakonischen Einrichtungen werden häufig ohne luzide theologische Begründung auskommen. Meist ist es schon intuitiv schlüssig, sich aus einer christlichen Grundhaltung heraus zu engagieren. Dass es oft auch der Eindruck einzelner Bibelstellen sein wird, der das Engagement begründet, macht exemplarisch Stefanie Rausch in ihrer Darstellung des Diakonievereins Freiburg Südwest e.V. im Freiburger Stadtteil Weingarten deutlich. Das dortige Engagement ist durch fünf Bibelstellen inspiriert. Zwei Bibelstellen mit Stadtbezug: »Steh auf und geh in die Stadt« (Apg. 9,6) und »Suchet der Stadt Bestes!« (Jer. 29,4), eine Gerechtigkeitsforderung: »Der Gerechtigkeit sollst du nachjagen« (Dtn. 16,20) und zwei diakonische Ermunterungen: »Es soll kein Armer unter euch sein« (Dtn. 15,4) und »Lasset die Kinder zu mir kommen« (Lk. 18,16) sind die zentralen geistlichen Impulsgeber.1

Wenn es um eine langfristige strategische Ausrichtung von diakonischen Einrichtungen oder Kirchengemeinden geht, sollten geistliche Impulse allerdings theologisch reflektiert und begründet werden, um über die theologischen Grundlagen der Arbeit rechenschaftsfähig zu sein und um die Entwicklung in Übereinstimmung mit den Grundlagen steuern zu können. Die folgenden sieben unterschiedlichen theologischen Begründungsmodelle für eine Gemeinwesenorientierung in Kirche und Diakonie sind ein Angebot für eine solche Reflexionsarbeit. Sie heißen: die Einheit von Liturgie und Diakonie (1), »Wichern eins« bis »Wichern drei« (2), Konvivenz (3), Kirche für Andere und mit Anderen (4), Compassion (5), das Inkarnatorische Konzept (6) und die Lehre vom dreifachen Amt Christi (7).2 In einem Schlussabschnitt (8) erfolgen ein kurzer Ausblick zum Umgang mit der unterschiedlichen Komplexität der Konzepte und eine Problemanzeige bezüglich des Zusammenwirkens von Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen.


1  Die Einheit von Liturgie und Diakonie – »diakonisches Pastoral«

Insbesondere im römisch-katholischen Bereich wird die sog. urkirchliche Einheit von Liturgie und Diakonie als Grundlage einer diakonischen Ausrichtung des Pastorals im Gemeinwesen benannt. Dabei handelt es sich um ein Konzept, das der Sache nach nicht konfessionell festgelegt ist und sich ähnlich wohl auch im evangelischen Bereich finden ließe. An der frühchristlichen Gemeinderegel Didache lässt sich sehen, dass am Ende des 1. Jh. in den Gemeinden »das eucharistische Mahl aufs engste mit der Armenspeisung im Sättigungsmahl verbunden« ist.3 In der luk. Abendmahlstradition macht sich Jesus zum diakonos aller (Lk. 22,27). Damit nimmt er im Lukasevangelium die Apostel in die Pflicht, auf Hierarchie- und Herrschaftsansprüche zu verzichten und es seinem Vorbild gleichzutun. Das gilt implizit für alle, die im Namen Jesu Ämter und Dienste wahrnehmen. Noch deutlicher, aber nicht im Kontext des Abendmahls, wird im Markusevangelium die Forderung herausgestellt, Jesu Selbstverständnis als diakonos auf das Zusammenleben in der Jünger- und Apostelgemeinde zu übertragen (Mk. 10,42-45).

Obgleich stärker im römisch-katholischen Bereich verwurzelt, korrespondiert dieses Konzept mit These IV der Barmer Theologischen Erklärung, die einem auf Herrschaft angelegten Amtsverständnis ein auf das Dienen ausgerichtetes entgegensetzt. Zur Schwäche des Konzepts eines diakonischen Pastorals gehört, dass sich keine zwingende Gemeinwesenorientierung daraus ableiten lässt. Die Sozialenzykliken der Päpste Leo XIII. und Johannes XXIII. sehen noch primär Staat, Wirtschaft und Parteien in der Verantwortung dazu beizutragen, dass Einzelne und Familien über ausreichend Mittel verfügen, um ihr Leben zu bewältigen. In den Dokumenten des II. Vaticanums und deutlich bei Paul VI. lässt sich ein Paradigmenwechsel hin zur Eigenverantwortung der Christinnen und Christen im Gemeinwesen beobachten.4 Eine explizite Gemeinwesenorientierung wird also erst im 20. Jh. gefordert. Mit der Einheit von Liturgie und Diakonie und der Universalisierung des Liebesgebotes alleine ist sie noch nicht grundgelegt.


2  »Wichern eins« bis »Wichern drei«

Die Theorieentwicklung, die als »Wichern eins« bis »Wichern drei« bezeichnet worden ist, geht genau diesen Weg von der Einheit aus Liturgie und Diakonie zur Gemeinwesenorientierung. Ausgangspunkt ist das christliche Liebesgebot. Johann Hinrich Wichern beschrieb auf dem sog. Ersten Deutschen Evangelischen Kirchentag 1848 in seiner berühmten »Stegreifrede« soziale Aufgaben und Pflichten der Kirche, die er aus dem christlichen Liebesgebot ableitete. Er verband dies programmatisch mit dem Begriff der Inneren Mission. – Man sprach von Innerer Mission, weil sich die Kirche nicht nach außen auf Nichtmitglieder, sondern nach Innen, auf die Not ihrer Mitglieder ausrichten sollte. – Wichern und später in prägender Weise Friedrich Brunstädt nahmen die durch die Industrialisierung und Landflucht hervorgerufene Verarmung und Verelendung der Massen in den Blick, die von den bürgerlich-städtischen Kirchengemeinden nicht erreicht wurden. Die Bezeichnung Innere Mission macht auch deutlich, dass dieses am Sozialraum orientierte, später als »Wichern eins« bezeichnete Konzept noch von einer wesentlichen Übereinstimmung von Quartiersbewohner*innen und Mitgliedern der Kirchengemeinde ausgeht.

Mit der Person des Brunstädt-Schülers Eugen Gerstenmeier verbindet sich die »Wichern zwei« genannte Einsicht, dass ein auf Nächstenliebe aufbauendes diakonisches Konzept auch die Möglichkeiten der politischen Einflussnahme und Gestaltung miteinbeziehen muss. 1998 ergänzte schließlich der Heidelberger Diakoniewissenschaftler Theodor Strohm den Aspekt der Sozialraumorientierung. Tätige Nächstenliebe (»rettende Liebe«, »Wichern eins«), sozialpolitisches Engagement (»gestaltende Liebe«, »Wichern zwei«) und die Orientierung der Arbeit am Sozialraum (»Wichern drei«) bilden in diesem Konzept die drei Facetten der diakonischen Arbeit. Der Ansatz zielt auf die Förderung von Initiativen und Kooperationen, die nicht einfach Bedürftige versorgen, sondern Selbsthilfepotenziale und bürgerschaftliches Engagement fördern und eine »neue Kultur des Sozialen« verwirklichen.5

Aus dem Diskurs um den programmatischen Begriff »Wichern drei« hat sich inzwischen ein Diskurs um Gemeinwesendiakonie entwickelt.6 Weitgehende Einigkeit scheint über das Konzept von Gemeinwesendiakonie zu herrschen. »Gemeinwesendiakonie beschreibt eine gemeinsame Strategie von verfasster Kirche und organisierter Diakonie, bei der kirchliche und diakonische Einrichtungen im Stadtteil mit weiteren Akteuren kooperieren. Ziel ist es, Quartierseffekte zu erzielen.«7


3  Konvivenz

Das Konzept der Konvivenz entstammt der Missionstheologie und wurde für die theologische Begründung der Gemeinwesenorientierung fruchtbar gemacht.8 Der Begriff Konvivenz ist von den spanischen und portugiesischen Begriffen convivencia und convivência für Zusammenleben abgeleitet. Im mittelalterlichen Spanien wird damit die friedliche Koexistenz von Juden, Christen und Muslimen beschrieben. Die Befreiungstheologie beschreibt mit diesem Begriff die Lebens- und Hilfsgemeinschaft der Armen, die sich auf verwandtschaftlichen Bindungen und nachbarschaftlichen Beziehungen gründet.

Der Heidelberger Missionstheologe und Religionswissenschaftler Theo Sundermeier hat vor 30 Jahren mit seinem Aufsatz »Konvivenz als Grundstruktur ökumenischer Existenz heute« (1986) den Begriff Konvivenz in die deutschsprachige Theologie eingeführt. Sundermeier geht, die Philosophie von Emmanuel Lévinas aufnehmend, davon aus, dass im Zusammenleben von Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit Vielfalt und Reichtum liegt. Dieser Reichtum könne sich entfalten, wenn die Fremdheit des Anderen stehen gelassen und ausgehalten werde, ohne dabei die eigene Identität aufzugeben. Sundermeier definiert Konvivenz als einander helfen, voneinander lernen und miteinander feiern. Er erläutert: »Kirche gibt es nur, soweit sie sich in die Bewegung Gottes zur Welt einfügt. (…) Die Mitarbeit zur Errichtung des Schalom Gottes in der Welt ist der einzige Sinn der Kirche.«9

Als Konzept ökumenischen Handelns ist Konvivenz eine Erweiterung von Dietrich Bonhoeffers Konzept der Pro-Existenz (»Kirche für andere«) und eine Absicherung gegen paternalistische Missverständnisse des Konzepts. »Konvivenz meint Beziehungen der Gegenseitigkeit, und zwar nicht als Voraussetzung für Hilfeleistungen, sondern als Anerkenntnis, selbst der Gemeinschaft zu bedürfen (‚Kirche mit anderen‘).«10

In Sundermeiers Missionstheologie kommt Konvivenz neben Dialog und Zeugnis/Mission als eine der drei kirchlichen Grundaufgaben zu stehen. Konvivenz bildet dabei die Grundlage für Dialog und Mission.11 »Gottes Einwohnung unter den Menschen (Joh 1,14; Apk 21,3) begründet Konvivenz, und so wird auch zwischenmenschliche Konvivenz als Basis für die von Menschen weitergetragene Mission verstanden, in der Gottes Sendung zum Ziel kommen kann.«12 Sundermeier betont aber auch, dass Konvivenz, Dialog und Mission nicht auseinandergerissen werden dürfen. Mission versteht er dabei als Einladung. Konvivenz erläutert Sundermeier als Hilfs-, Lern- und Festgemeinschaft.

Im Blick auf die praktische Gemeinwesenorientierung ist interessant, dass Sundermeier das Miteinanderfeiern als wichtigen Bestandteil der Konvivenz betont: »Nirgendwo ist man so sehr beim anderen und zugleich bei sich selbst wie auf einem Fest. Hier wird der andere eingeladen, weil er anders ist. Er soll sich mit seiner Besonderheit einbringen, deshalb wird er ja eingeladen«13. Gemeinwesenorientierung als Konvivenz schließt demnach die Bereitschaft ein, dass sich unterschiedliche Partner gegenseitig helfen, dabei voneinander lernen und miteinander feiern.


4  Kirche für Andere und mit Anderen

Mit dem Konvivenz-Konzept nah verwandt ist der Ansatz, den u. a. Andreas von Malzahn, Bischof der Nordkirche im stark ländlich geprägten Sprengel Mecklenburg, vertritt, der für eine »Kirche für Andere und mit Anderen« plädiert. Dabei handelt es sich um eine Vision, die von der Formel Dietrich Bonhoeffers »Kirche für andere« ausgeht und den darin impliziten Paternalismus durch ein »Kirche mit anderen« überwindet.14 »Eine Kirche mit anderen setzt auf wechselseitige Partizipation statt auf paternalistische Hilfe.«15

Ausgangspunkt dieser ekklesiologischen Ausrichtung ist die missionarische Forderung der VI. These der Barmer Theologischen Erklärung, »die Botschaft von der freien Gnade Gottes auszurichten an alles Volk«. Während die Formulierung in Barmen VI auf die Verkündigung in Predigt und Verwaltung der Sakramente zugespitzt ist, geht es von Malzahn und denen, die mit ihm das Konzept entwickeln, um die Kirche als »Lern-Gemeinschaft«.16 Die Kommunikation des Evangeliums dürfe nicht in vereinnahmender Form geschehen, um Mitglieder zu gewinnen. Vielmehr liege eine Chance darin, das Gespräch mit den Wachen und Suchenden in der Gesellschaft zu pflegen. »Es ist spannend, im Kirchbauförderverein mit Konfessionslosen oder einem Buddhisten zu ergründen, was das Innere der Kirche für uns ausmacht. Es beeindruckt mich, wenn ein ehemaliger NVA-Offizier einen Verein für einen Krankenhausneubau in Tansania gründet und christliche Mitstreiterinnen und -streiter sucht und findet – und mit der Zeit geht es um viel mehr als nur um ein karitatives Projekt.«17 Von Maltzahn hat offensichtlich Menschen vor Augen, die keine Kirchenmitglieder sind, aber dennoch der Kirche nicht ablehnend gegenüberstehen. Sie engagieren sich in lokalen Projekten wie z.B. Kirchbauvereinen oder arbeiten in diakonischen Einrichtungen. Mit ihnen gemeinsam sollen sich Kirchengemeinden im Gemeinwesen engagieren. Damit verbindet von Maltzahn die Option für die Armen18. Sie sollen nicht ausgeschlossen sein, sondern sichtbar in die Gemeinde integriert sein.19

Von Maltzahns Konzept der Gemeinwesenorientierung hat einen explizit missionarischen Charakter. Durch nicht vereinnahmende Erfahrungen mit der Kirche soll die Attraktivität der Kirche gesteigert werden.


5  Compassion

Das Konzept der Compassion ähnelt ebenfalls dem Konvivenz-Konzept. Es betont aber den diakonischen Aspekt, der bei der Konvivenz einer neben anderen ist (einander helfen, voneinander lernen, miteinander feiern). Zwei Dimensionen umfasst das Compassion-Konzept: 1. Die Kompetenz, politisch und ökonomisch strukturell verursachtes Leid wahrzunehmen. 2. Die Kompetenz, sich von Leid und Not anderer Menschen berühren zu lassen, und solche Erfahrungen religiös als Widerfahrnis der Gottesbegegnung auszudeuten. Indem das Konzept auf diese beiden Kompetenzen ausgerichtet ist, wird damit der Anspruch vertreten, dass es gerade nicht spezifisch christlich, sondern universal angelegt ist.

Mit dem Konzept der Compassion verbindet sich insbesondere der Name des Karl Rahner Schülers Johann Baptist Metz. Metz betont die Autorität der Leidenden. Die theologische Grundfigur ist das Mitleiden Gottes mit den Menschen. Die vom Mitleiden Gottes inspirierte Leidensempfindlichkeit der Akteure führt zu einer Gerechtigkeit suchenden Compassion (»Mitleidenschaft«). In einer nach Gerechtigkeit suchenden Compassion sieht Metz den Schlüssel für das Weltprogramm des Christentums im Zeitalter der Globalisierung.

In gemeinwesendiakonischer Perspektive bedeutet das Compassion-Konzept: Die gemeinwesendiakonisch Engagierten lassen sich hineinziehen in Gottes Mitleiden und wirken entsprechend in der Parochie der Kirchengemeinde. Damit beschreibt das Konzept der Compassion eine spirituelle Bewegung, in der Menschen zur tätigen Nächstenliebe motiviert werden.20 Stärker als das Konvivenz-Konzept ist es aber auf Defizite hin ausgerichtet.


6  Inkarnation

Ist der inkarnatorische Gedanke im Compassion-Konzept in der Grundfigur vom Mitleiden Gottes mit dem Menschen schon angeklungen, so wird die dortige Defizitorientierung im inkarnatorischen Konzept überwunden. Es verbindet sich gegenwärtig insbesondere mit dem Namen Ralf Kötter. Kötter war bis 2016 Pfarrer der aus einer Fusion entstandenen Lukas-Kirchengemeinde im Eder- und Elsofftal und ist nun Dozent am Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung der Evang.n Kirche von Westfalen in Schwerte-Villigst. Zudem ist Kötter Mitarbeiter an der Edition der Werkeausgabe des Reformators Johannes Bugenhagen. Sein inkarnatorisches Konzept ist von der Theologie Bugenhagens inspiriert. Er beschreibt es in seinem Buch über die erfolgreiche Gemeinwesenorientierung der Lukas-Kirchengemeinde im Eder- und Elsofftal.21

Die theologische Begründung der Gemeinwesenorientierung sieht Kötter in der Inkarnation Jesu Christi. Dabei orientiert er sich stark am Lukasevangelium und an der Inkarnationstheologie des Wittenberger Reformators Johannes Bugenhagen. Kötter setzt bei der Überwindung der Differenzen »Kirche vs. Gesellschaft« und »Geistliches vs. Weltliches« an. »Die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus wird zum Zentrum der Heilsgeschichte, in der Himmel und Erde dem Menschen übereignet sind. Er ist zum neuen Gottesdienst in der Welt befreit. Es gibt keinen Ort der Welt, an dem Christus nicht regiert. (...) Durch Christi Inkarnation sei von Ewigkeit her bestimmt, dass der Gläubige leibliche und geistliche, zeitliche und ewige Güter besitze.«22 Die Differenzen »Kirche vs. Gesellschaft« und »Geistliches vs. Weltliches« werden im Anschluss an Joh. 1 durch die Inkarnation als überwunden wahrgenommen. Der göttliche Logos nimmt Quartier bei den Menschen. Das Inkarnationsmotiv auf die Rede vom Weltgericht in Mt. 25 anwendend erläutert Kötter: »In dieser Grenzüberschreitung identifiziert sich Christus geradezu mit den anderen: mit den Hungrigen, den Fremden, den Nackten, den Kranken und den Gefangenen.«23 Kirchlich-diakonisches Engagement im Gemeinwesen findet so seine Begründung. Für Kötter tritt damit aber nicht nur das Gemeinwesen in seinen Defiziten sondern als solches in den Blick. Im Hintergrund steht – wie gesagt – die Theologie Bugenhagens. Bugenhagen ging es um die theologische Begründung der Kirchenordnungen, die er orts- und sozialraumspezifisch ausarbeitete. Ihre Regelungen reichten weit über rein kirchliche Belange des Zusammenlebens hinaus. Sie hatten die Funktion von Verfassungen. Das in der Inkarnation begründete Weltregiment Christi ermöglicht dem Glaubenden die cooperatio, die Mitwirkung mit Gott in der Gestaltung des Gemeinwesens.

Theologisch schließt Kötter auch an These II der Barmer theologischen Erklärung an: »Wir verwerfen die falsche Lehre, als gebe es Bereiche unseres Lebens, in denen wir nicht Jesus Christus, sondern anderen Herren zu eigen wären, Bereiche, in denen wir nicht der Rechtfertigung und Heiligung durch ihn bedürften.« Auch in den Theologien Dietrich Bonhoeffers, Karl Barths und Ernst Langes sieht sich Kötter bestätigt. Es geht ihm um die eine Wirklichkeit, in die hinein sich Jesus Christus offenbart habe, so Bonhoeffer: »In Jesus Christus ist die Wirklichkeit Gottes in die Wirklichkeit dieser Welt eingegangen.«24 »Christus ist für die Welt gestorben, und nur mitten in der Welt ist Christus Christus.«25 Eine Abwertung der Welt mache mit Fleischwerdung, Kreuzestod und leiblicher Auferstehung nicht Ernst.26 Deswegen gehört für Kötter eine Orientierung an den Herausforderungen des Gemeinwesens zu den zentralen Aufgaben einer Kirchengemeinde, deren Wahrnehmung sich zudem auf die Kirchengemeinde positiv auswirke. Im Anschluss an Bonhoeffer und Lange fordert Kötter, die lokale Kirchengemeinde solle »Kirche mit anderen für andere« sein.27


7  Das dreifache Amt Christi und der Auftrag der Kirche

Von den bisher dargestellten Modellen deutlich unterschieden ist der im EKD-Text Gott in der Stadt28 dargelegte Ansatz. Er begründet den »Auftrag der Kirche für die Stadt«29 christologisch mit der auf Johannes Calvin zurückgehenden Lehre vom dreifachen Amt Christi.30 Calvin und mit ihm die altprotestantische Dogmatik haben das Wirken Jesu Christi als priesterliches, prophetisches und königliches Amt beschrieben. Jedes dieser drei Ämter eigne sowohl dem irdischen als auch dem erhöhten Christus. Die »drei Präsenzformen des erhöhten Christus werden … als Orientierung vorgeschlagen für die geistlichen Aufgaben, der die evangelische Kirche als ›creatura verbi‹ zu folgen und zu gehorchen hat.«31 Auch schon bei Calvin gilt das dreifache Amt nicht nur Christus, sondern auch der Kirche als dem Leib Christi.

Aus dem priesterlichen Amt leitet der EKD-Text die Pflege von Gottesdiensten und Amtshandlungen ab. Aus dem prophetischen Amt wird die Kompetenz zur Gegenwartsdeutung abgeleitet, die ihre hermeneutischen Kriterien aus der biblisch-christlichen Tradition gewinnt. Ziel der konstruktiv-kritischen Äußerungen ist nicht alleine die Kirchengemeinde, sondern das »Stadtgespräch«32. Das prophetische Amt ist Ausdruck des öffentlichen Anspruchs des Evangeliums. Als Beispiel wird die von Kirchengemeinden ausgehende friedliche Revolution in der DDR 1989 genannt. Zum prophetischen Amt gehört auch das in der Menschenwürde begründete Eintreten für Humanität und die Solidarität mit den Schwachen in der Gesellschaft. Öffentlichkeitsarbeit, Medienpräsenz, Bildungsangebote und diakonisches Handeln der Kirche wird aus dem prophetischen Amt abgeleitet. Das königliche Amt des erhöhten Christus beschreibt sein Weltregiment. Daher werden auch Nicht- oder Andersglaubende als im Einflussbereich Jesu Christi lebend verstanden. Die Ausrichtung der Kirche auf diese Anderen wird als Mission beschrieben. Mission bedeutet in diesem Sinn, »Christus auch außerhalb der Kirchenmauern zu entdecken«. Mission wird verstanden als »Aufbruch der Kirche selbst, ihre Bereitschaft, sich durch ihre Ausrichtung auf ›den Anderen‹ selbst verändern zu lassen«. Die Kirche müsse deshalb »ihre Kräfte in Arbeitsformen und Initiativen lenken, die die klassischen kirchlichen Milieus überschreiten.«33

Auf Grundlage der Anwendung der Lehre vom dreifachen Amt Christi auf die Ekklesiologie kann die Kirche als Teil der Stadt und zugleich als ihr Gegenüber verstanden werden und diese Spannung konstruktiv aus der christlichen Tradition heraus gestalten. Es zeigt sich, dass die drei Ämter im kirchlichen Handeln ineinander greifen. Als ein dreifaches Amt dient es der Selbstvergewisserung im kirchlichen Leitungshandeln und veranschaulicht insbesondere in seinem prophetischen und königlichen Aspekt die Ausrichtung der Kirche auf das Gemeinwesen.


8  Ausblick oder Problemanzeige

Alle sieben Begründungsmodelle liegen konzeptionell dicht beieinander und schließen sich nicht aus. Vielmehr lassen sie sich theoretisch sogar auseinander heraus entwickeln. Zum Schluss möchte ich auf zwei Beobachtungen hinweisen, die zur Sensibilisierung im Umgang mit Konzepten der Gemeinwesenorientierung beitragen können.

Die sieben Konzepte zur Begründung einer Gemeinwesenorientierung der kirchlichen Arbeit weisen unterschiedliche Komplexitätsgrade auf. Sie können problemlos nebeneinander stehen. Im Gebrauch der Konzepte wird es sinnvoll sein, sie zielgruppenspezifisch einzusetzen. Nicht jede Zielgruppe hat den gleichen Gewinn von theologischer Differenzierung und Komplexität.

Von den diakonischen Berufen wissen wir, dass sie auch von Menschen ergriffen werden, die der Kirche nicht angehören und die eine eindeutig christliche Motivation ihres Handelns nicht für sich in Anspruch nehmen wollen. Sie arbeiten in ihren Berufen, weil sie die Diakonie überzeugend finden. Die theologischen Begründungsmuster empfinden sie aber eher als ideologischen Überbau. Offensichtlich können sie ihr diakonisches Engagement als einen Wert an sich, als in sich gut wahrnehmen. Eine theologische Begründung für Gemeinwesenorientierung muss Vergleichbares abbilden können. Egal, welcher Differenzierungsgrad zugrunde gelegt wird: Gemeinwesenorientierung muss als in sich gut verstanden werden können und nicht als ein lediglich von einer übergeordneten Größe abgeleitetes Gut. Theodor Strohm hat sich 1998 in seinem programmatischen Aufsatz Wichern drei gegen »kirchliche Vereinnahmung« und »kirchliche Bevormundung« ausgesprochen.34 Das muss nicht bedeuten, dass auf komplexe Konzepte wie das inkarnatorische oder die Lehre vom dreifachen Amt zu verzichten ist. Aber sie sind nicht in jedem kommunikativen Kontext am Platz. In vielen Zusammenhängen wird möglicherweise die Einfachheit des Konvivenz- oder Compassion-Modells überzeugender sein. Das bedeutet: Die genannten Konzepte sind auf ihre Kontextualisierbarkeit hin zu schärfen.

In den bisherigen Ausführungen wurde kaum zwischen Gemeinwesenorientierung von Kirchengemeinden und Gemeinwesendiakonie unterschieden. Jedoch sind Ziele und Zielgruppen einer kirchlichen Gemeinwesenorientierung nicht deckungsgleich mit denen der Gemeinwesendiakonie. Horstmann und Neuhausen definieren Gemeinwesendiakonie als Kooperation von Kirchengemeinde, Unternehmensdiakonie und mindestens einem dritten Akteur.35 Dabei orientiert sich Gemeinwesendiakonie in der Regel an den Handlungsfeldern der Unternehmensdiakonie. Das erweist sich in der Praxis als nicht immer einfach umzusetzen. Zu den Schwierigkeiten der Kooperation von Kirchengemeinden und Unternehmensdiakonie scheint zu gehören, dass die Unternehmensdiakonie professionalisiert ist und lösungsorientiert arbeitet. Kirchengemeinden arbeiten dagegen meist beziehungsorientiert. Ihnen geht es um die Aufrechterhaltung religiös geprägter Beziehungen. Die Unternehmensdiakonie zielt auf Lösungen für individuelle und soziale Probleme und auf Erfüllung individueller und sozialer Bedarfe. In der Unternehmensdiakonie werden Beziehungen als Mittel für Lösungen individueller oder sozialer Probleme und Erfüllung von Bedarfen aufgebaut. In Kirchengemeinden werden Lösungen für Probleme oder für die Freizeitgestaltung als Mittel der Beziehungspflege betrachtet. Das kann es schwierig machen, gemeinsam ein Projekt zu verfolgen.

Schließlich ist zu bedenken, dass zur kirchlichen Gemeinwesenorientierung auch Handlungsfelder gehören, die nicht im unternehmensdiakonischen Portfolio enthalten sind. In ländlichen Räumen ist das häufig die Verwaltung von Friedhöfen. Auch mit ihrer Kulturarbeit überschreiten viele Kirchengemeinden die diakonische Perspektive. Auch sie gehört zur Gemeinwesenorientierung. Genauso gehört die Kooperation mit Sportvereinen und das Themenfeld der Arbeitskreise Kirche und Sport zur Gemeinwesenorientierung der Kirche. Gemeinwesenorientierung umfasst ein größeres Feld als Gemeinwesendiakonie. In der theologischen Begründung unterscheiden sie sich aber nicht.


Anmerkungen:

1 Vgl. Rausch, Stefanie: Gemeinwesendiakonie als strategische Orientierung kirchlicher Träger. Neue Perspektiven für kirchliche Gemeinden und Wohlfahrtsverbände auf der Stadtteilebene, Wiesbaden 2015, 27-34.

2 Astrid Giebel zählt auch die Ethik von Heinz-Dietrich Wendland zu den Begründungslinien für diakonisches Handeln im Gemeinwesen. Wendland hat in diese Richtung sicherlich Wesentliches geleistet, mir bleibt aber der Begriff der verantwortlichen Gesellschaft noch zu vage, um eine Gemeinwesenorientierung damit zu begründen. Teile des unten dargestellten Konzepts Kirche für andere und mit anderen fasst Giebel unter die Perspektive auf das Reich Gottes, vgl. Giebel, Astrid: Theologische Ansätze zu Gemeinwesenarbeit und Sozialraumorientierung von Diakonie und Kirche, in: Borck, Sebastian/dies./Homann, Anke (Hg.): Wechselwirkungen im Gemeinwesen. Kirchlich-diakonische Diskurse in Norddeutschland, Berlin 2016, 50-58.

3 Schmälze, Udo: Menschen, die sich halten – Netze, die sie tragen. Analysen zu Projekten der Caritas im lokalen Lebensraum (Diakonik 9), Berlin 20092, 22.

4 Vgl. a.a.O. 25-28.

5 Vgl. Strohm, Theodor: Wichern drei – Auf dem Weg zu einer neuen Kultur des Sozialen, in: Herrmann, Volker/Horstmann, Martin (Hg.): Wichern drei. Gemeinwesendiakonische Impulse, Neukirchen-Vluyn 2010, 17-22.

6 Vgl. Giebel, Theologische Ansätze (wie Anm. 2), 52f.

7 Horstmann, Martin/Neuhausen, Elke: Mutig mitten drin. Gemeinwesendiakonie in Deutschland, Münster 20102, 1.

8 Vgl. Park, Heike: Kirchengemeinde als Akteur im Gemeinwesen. Ein Beispiel aus Hamm/Westfalen, in: dies./Horstmann, Martin: Gott im Gemeinwesen. Sozialkapitalbildung in Kirchengemeinden, Berlin 2014, 63-107; 75-78.

9 Sundermeier, Theo: Konvivenz als  Grundstruktur ökumenischer Existenz heute, in: Küster, Volker (Hg.): Konvivenz und Differenz, Erlangen 1995, 51.

10 Feldtkeller, Andreas: Konvivenz, in: RGG4 Bd. 4 (2001), 1654.

11 Vgl. Sundermeier, Theo: Mission – Geschenk der Freiheit. Bausteine für eine Theologie der Mission. Lembeck Verlag Frankfurt 2005, 271.

12 Feldtkeller, Konvivenz (wie Anm. 10), 1654.

13 Sundermeier, Mission (wie Anm. 11), 279.

14 Vgl. Malzahn, Andreas von: Weniger ist anders. Kirche und Gemeinden in ländlichen Räumen – theologische Deutungen und praktische Perspektiven, in: Borck/Giebel/Homann, Wechselwirkungen (vgl. Anm. 2), 185-198. Ders.: Stadt, Land, Kirche – Zukunft in Mecklenburg, Ev.-Luth. Kirchenkreis Mecklenburg, I. Kirchenkreissynode, 22. März 2014, Drucksache 53.

15 Kaiser, Klaus-Dieter: Kirche und Gemeinwesen. Die zivilgesellschaftlichen Aufgaben der Kirche in der Gegenwart im Blick auf die Situation in Mecklenburg-Vorpommern, in: Borck/Giebel/Homann, Wechselwirkungen (vgl. Anm. 2), 223-233; 224.

16 Vgl. Malzahn, Weniger ist anders (wie Anm. 14), 189.

17 A.a.O. 190.

18 Bei der sog. vorrangigen Option für die Armen handelt es sich um ein theologisches Prinzip zur Förderung sozialer Gerechtigkeit, das seine Wurzeln in der lateinamerikanischen Befreiungstheologie hat, vgl. Bedford-Strohm, Heinrich: Vorrang für die Armen. Auf dem Weg zu einer theologischen Theorie der Gerechtigkeit, Gütersloh 1993.

19 Dabei gilt es m.E. zu bedenken, dass Armut auch schambesetzt sein kann und Betroffene es möglicherweise vorziehen, nicht als arm erkannt zu werden. Insofern gilt es Gemeinschaftsformen zu pflegen, bei denen die persönlichen Besitz- und Eigentumsverhältnisse keine oder eine nachrangige Bedeutung haben.

20 Vgl. Park, Kirchengemeinde, 76-78.

21 Kötter, Ralf: Das Land ist hell und weit. Leidenschaftliche Kirche in der Mitte der Gesellschaft, Berlin 20162. Ders.: Kirche mit anderen für andere – Über das Potential der Kirche in der Entwicklung von Sozial- und Wirtschaftsräumen, in: Borck/Giebel/Hohmann, Wechselwirkungen (vgl. Anm. 2), 79-87. Astrid Giebel fasst auch J. Cornelius-Bundschuhs Ansatz »Kommunalisierung des Evangeliums« unter die inkarnatorischen Konzepte, vgl. Giebel, Theologische Ansätze (wie Anm. 2), 55f.

22 Kötter, Das Land ist hell und weit (wie Anm. 21), 78f. »In der Paradoxie der Menschwerdung löst sich für Bugenhagen der Widerspruch zwischen Himmel und Erde, von geistlichen und leiblichen, von ewigen und zeitlichen Gütern auf. Die ganze Wirklichkeit ist geprägt von der leidenschaftlichen Liebe Gottes, der Glaubende partizipiert an dieser leidenschaftlichen Humanität der Menschwerdung Gottes. Selbst der ›närrische‹ Charakter der Inkarnation spiegelt sich im alltäglichen Leben wider: Weil Gott zum närrischen Liebhaber geworden ist, wird auch der Mensch zum Narren. Seine Rede wird als die eines Narren verleumdet, um des Wortes und seiner Lehre willen wird er als Narr verachtet, er vollzieht die Entäußerung Gottes nach und macht sich darin zum Narren.« (a.a.O. 80)

23 Kötter, Kirche mit anderen für andere (wie Anm. 21), 81.

24 Bonhoeffer, Dietrich: Ethik, München 1998, 39.

25 A.a.O. 53; Kötter, Das Land ist hell und weit (wie Anm. 21), 86.

26 Vgl. ebd.

27 So die programmatische Titelformulierung von Kötter: Kirche mit anderen für andere (wie Anm. 21).

28 EKD (Hg.): Gott in der Stadt. Perspektiven evangelischer Kirche in der Stadt (EKD-Texte 93), Hannover 2007.

29 A.a.O. 47.

30 Einen knappen informativen Überblick über die Lehre vom dreifachen Amt Christi bietet Leonhard, Rochus: Grundinformationen Dogmatik, Göttingen 20094, 294-296.

31 EKD (Hg.), Gott in der Stadt (wie Anm. 28), 48.

32 A.a.O. 49.

33 A.a.O. 51.

34 Strohm, Wichern drei (wie Anm. 5), 21f.

35 Vgl. Horstmann/Neuhausen, Mutig Mittendrin (wie Anm. 7), 1.

 

Über den Autor

PD Dr. Frank Martin Brunn, Jahrgang 1972, Pastor der Evang.-Luth. Kirche in Norddeutschland, ist Wissenschaftlicher Geschäftsführer der Arbeitsstelle Kirche und Gemeinwesen am Fachbereich für Evang. Theologie an der Universität Hamburg und Privatdozent für Syst. Theologie an der Goethe-Universität Frankfurt/Main.

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 2/2018

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