Angela Merkels christlich-protestantische Prägung als ostdeutsche Pfarrerstochter
»Ich bin mal liberal, mal christlich-sozial, mal konservativ«

Von: Matthias Hilbert
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Dass einmal eine in der DDR aufgewachsene Pfarrerstochter zur Bundeskanzlerin aufsteigen würde, wäre bis Ende der 1980er Jahre unvorstellbar gewesen. Das Wunder der friedlichen Wiedervereinigung Deutschlands geschah wenig später. Und damit wurde auch jene Aufsehen erregende politische Karriere der Angela Merkel möglich, die immer noch fast »märchenhaft« anmutet. Matthias Hilbert porträtiert die Politikerin im Blick auf ihre protestantischen Wurzeln.


Vor dem Hintergrund der Aufsehen erregenden Karriere Angela Merkels mag es sinn- und reizvoll sein, sich näher mit ihrer besonderen Sozialisation, die sie in einem Pfarrhaus innerhalb eines atheistischen und sozialistischen gesellschaftspolitischen Kontextes erhalten hat, zu beschäftigen. Und dabei die Frage aufzuwerfen, inwieweit womöglich gerade dieses christliches Elternhaus die entsprechenden Weichen gestellt haben mag, die es der Tochter ermöglichten, nicht nur im DDR-System zu überleben, sondern in diesem auch schon relativ früh eine wissenschaftliche Karriere zu machen. Und nur wenig später – in der sog. Wendezeit und bei dem Entstehen eines vereinten Deutschlands – eine politische Laufbahn zu starten, die Ihresgleichen sucht. Und auch diese Frage muss gestellt werden: Welche Bedeutung für ihr Leben und Verhalten hat überhaupt der christliche Glaube für sie selbst?


Von West nach Ost

Strenggenommen ist Angela Merkel ja ein westdeutsches Kind. Denn sie kam am 17. Juni 1954 als Tochter des jungen Ehepaars Horst und Herlind Kasner in Hamburg zur Welt. Doch bereits wenige Wochen später zog die Mutter mit der Neugeborenen in die kleine Ortschaft Quitzow bei Perleburg. Dort hatte nämlich ihr Mann wenige Wochen zuvor nach Beendigung seines Theologiestudiums und seiner Vikarszeit seine erste Pfarrstelle angetreten (und zwar als Jugendpfarrer). Ein überaus ungewöhnlicher Schritt. Denn Quitzow liegt in Brandenburg und befand sich damals somit auf dem Gebiet der Ostzone, wie die DDR in der Bundesrepublik abwertend genannt wurde. Wer um Himmels willen zog zu der Zeit aus Westdeutschland freiwillig nach Ostdeutschland!?

Doch der Hamburger Bischof Hans Otto Wölber hatte Horst Kasner zu verstehen gegeben, dass es sehr wünschenswert sei, wenn er seinen künftigen Pfarrdienst innerhalb der Berlin-Brandenburgischen Landeskirche versehen würde. Denn hier würden Pfarrer besonders benötigt. Und der junge Horst Kasner sagte zu. Bereits drei Jahre später kommt er auf Bemühen von Albrecht Schönherr, dem Superintendenten des Kirchenkreises Brandenburg/Havel und späteren Bischof von Berlin-Brandenburg (Region Ost), in die idyllisch gelegene Kleinstadt Templin in der Uckermark. Hier wird er mit der Leitung eines Seminars für kirchliche Dienste betraut, aus dem schon bald ein »Pastoralkolleg« hervorgehen sollte. Diese innerkirchliche Aus- und Fortbildungsstätte sollte in der Folgezeit von unzähligen kirchlichen Mitarbeitern, Vikaren und Pastoren besucht werden. Untergebracht war das Seminar im »Waldhof«, einer von der evangelischen Kirche betriebenen diakonischen Wohn- und Arbeitsstätte für geistig Behinderte.

Auf dem großen, weitgestreckten Areal des »Waldhofs«, in dem Horst Kasner auch seine Dienstwohnung hatte, hat also Angela Merkel gemeinsam mit ihren beiden jüngeren Geschwistern Marcus und Irene ihre Kindheit und Jugend verbracht.


Kirche im Sozialismus

Zum DDR-Staat nahm ihr Vater, den seine innerkirchlichen Gegner den »roten Kasner« nannten, keine oppositionelle Position ein – weder kirchen- noch gesellschaftspolitisch. Sein Verhältnis zur staatlichen Obrigkeit in der DDR wird später seine Tochter so darstellen: »Er wollte, dass die Kirche sich an der Realität orientiert, um gleichsam nicht immer in der Fremde zu leben.« Auch erinnerte sie sich, »dass mein Vater zumindest einige Jahre lang sehr beeinflusst war von der lateinamerikanischen Befreiungstheologie.« Kirche im Sozialismus – nicht gegen ihn – das war der Standort, den Horst Kasner als Kirchenmann einnahm. Das führte ihn auch dazu, dass er – wie Schönherr und die DDR-Führung – eine Trennung der ostdeutschen evangelischen Kirche von der westdeutschen Landeskirche ausdrücklich befürwortete.

Die Position Kasners an der bedeutsamen kirchlichen Ausbildungsstätte war eine unangefochtene. Schikanen war er nicht ausgesetzt. Stattdessen genoss er verschiedene Privilegien. So konnte er etwa neben einem Privatwagen auch einen Dienstwagen benutzen und Reisen in den Westen unternehmen. Von der Stasi als »Informeller Mitarbeiter« (IM) anwerben ließ Merkels Vater sich aber nicht. Im Gegensatz zu anderen Amtskollegen überließ er seinen Kindern jedoch die Entscheidung, ob sie an der Jugendweihe – dem sozialistischen Gegenmodell zur Konfirmation und Firmung – teilnehmen und Mitglieder der Pioniere bzw. der Freien Deutschen Jugend (FDJ) werden wollten oder nicht. Ganz offensichtlich wollte er alles vermeiden, was ihre schulischen und beruflichen Chancen möglicherweise hätte einschränken können.


Der Vater: »disziplinierend wie diszipliniert«

»An Horst Kasner«, so resümiert der Merkel-Biograph Horst Langguth, »scheiden sich auch heute noch die Geister.« So vertritt etwa der Berliner Pfarrer Rudi Pahnke aufgrund seiner eigenen Beobachtungen über Kasner die Ansicht: »Geistig wollte er nicht den DDR-Mief. In den Diskussionen im Waldhof versuchte er, Kritik geistig aufzunehmen und zu diskutieren. (…) Aber er war nicht ein wirklicher DDR-Kritiker, er hatte seine Nische gefunden, er wusste, wo die Grenzen sind, um nicht mit dem Staat in Konflikt zu kommen.« Und: »Kasner hatte keine frommen Worte auf der Zunge. Er argumentierte wie ein kritischer Rationalist, im Auftreten war er wie ein preußischer Offizier.« Weiter bezeichnet Pahnke den Leiter des Pastoralkollegs als einen »typischen Vertreter des Protestantismus als Kopfreligion«. Er sei »disziplinierend wie diszipliniert« gewesen.

Als Kind scheint Angela Merkel ihren Vater sehr verehrt und um seine Liebe geworben zu haben. Gern hätte sie es gesehen, wenn Horst Kasner, der Vielbeschäftigte, sich mehr Zeit für die Seinen genommen hätte. Und so schwingen auch ambivalente Töne in der Rückerinnerung an ihren Vater bei ihr mit, wenn sie ausführt: »Er hat immer viel gearbeitet. Arbeit und Freizeit flossen bei ihm zusammen, und manchmal hat er sich mit der Arbeit vielleicht auch von den Familienpflichten fern gehalten. (…) Als Kind war es nicht einfach, wenn alles immer ordentlich und perfekt sein musste. (…) Was mich als Kind manchmal fuchsig gemacht hat, war seine Art, verständnisvoll gegenüber jedermann zu sein. Aber wenn wir selbst etwas verbockt hatten, reagierte er völlig anders.« Und auf die Frage, was ihr Vater ihr »besonders mitgegeben habe, antwortete die spätere Bundeskanzlerin, dass dieser auf »logische Strenge« und »auf die Klarheit der Argumente Wert gelegt« habe.


Die Mutter als »emotionale Anlaufstelle«

Im Vergleich zu den meisten anderen Kindern in der DDR wurde Angela Merkel nicht in der staatlichen Krippe und dem Kinderhort erzogen. Ihre Mutter, die in Westdeutschland zu einer Lehrererin mit den Fächern Englisch und Latein ausgebildet worden war, hatte als Pastorenfrau keine Anstellung im DDR-Schulwesen erhalten. So betreut und erzieht sie also ihre Kinder zu Hause und ist für diese »die emotionale Anlaufstelle« (Angela Merkel). Und wie der Vater so legt auch die Mutter großen Wert auf Leistung und schulischen Erfolg ihrer Kinder. Vor der Schule schärft sie ihnen oftmals ein, dass sie als Pfarrerskinder besser sein müssten als ihre Mitschüler, da sie ansonsten keine Chance auf ein Studium hätten. Immerhin gehörte man ja einem Staat an, der ein atheistisches Selbstverständnis besaß und Kinder von bekennenden Christen nicht selten benachteiligte.

Wirkliche Außenseiter sind die Pfarrerskinder aber weder im Ort noch in der Schule. Das liegt auch daran, dass in den 1960er Jahren noch zahlreiche Familien der Kirche angehören. Auch sind die Kasner-Kinder ja Mitglieder bei den Jungen Pionieren und danach bei der Freien Deutschen Jugend und somit in deren Gruppenleben und -aktivitäten eingebunden. In der Abiturklasse ist Angela sogar stellvertretende FDJ-Sekretärin. (»Ich war gerne in der FDJ«, wird sie später freimütig bekennen. »Hauptsächlich wegen der Freizeitveranstaltungen.«) Sogar an Vorbereitungsstunden zur Jugendweihe nimmt die Pastorentochter teil, erhält aber – im Gegensatz zu ihrem Bruder Marcus – die Jugendweihe selbst nicht. Konfirmieren lässt sich Angela Kasner am 3. Mai 1970 im Alter von nicht ganz 16 Jahren. Die Konfirmation erfolgt durch den Ortspfarrer der Templiner St.-Maria-Magdalenen-Gemeinde. Hier hatte sie auch die Kindergottesdienste und die Christenlehre besucht und eine Zeitlang im Kinderchor mitgesungen. Im »Sonntagsblatt« äußerte Merkel später: »Seit meiner Jugend wusste ich (…), dass ich durch mein Bekenntnis zu Gott und seiner Kirche einem inneren Kompass folgte, der vom Staat und der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt wurde. Es war auch nicht immer einfach, zu seinem Christ-Sein zu stehen.«


»Kulturbeauftragte« der FDJ

Angela Kasner ist eine exzellente Schülerin. Da können die Eltern stolz auf sie sein. Nach ihrem Abitur im Jahr 1973 nimmt sie dann in Leipzig an der Karl-Marx-Universität ihr Physikstudium auf und erlangt 1978 ihr Diplom in Physik.

Auch an der Hochschule gehört sie der FDJ an, ist sogar eine Zeit lang »Kulturreferentin«. Doch besucht sie nebenher häufig Veranstaltungen der evangelischen Kirchengemeinde. Für sie ein Ort, »an dem man auch sehr viel Freiheit hatte und auch gute Diskussionen, dies fächerübergreifend, führen konnte«. Im September 1977 heiratet sie den um ein Jahr älteren Physikstudenten Ulrich Merkel. Angela Merkel heißt sie nun. Allerdings sollte die Ehe bereits nach fünf Jahren wieder geschieden werden.

Nach ihrem Studium kommt die Jungphysikerin an der Akademie der Wissenschaften in Berlin unter, und zwar am Zentralinstitut für Physikalische Chemie. Dort promoviert sie 1986 zum Dr. rer. nat.

In Berlin ist Merkel ebenfalls in der FDJ aktiv. Daneben gehört sie, wie R.G. Reuth und G. Lachmann in ihrer kritischen Merkel-Biographie »Das erste Leben der Angela M.« angeben, der Betriebsgewerkschaftsleitung der Akademie an. Der SED schließt sich Merkel allerdings nicht an. Ihr gegenüber empfindet sie doch so etwas wie eine innere Distanz, wie sich später Zeitzeugen erinnern. In der FDJ hingegen ist sie »Kulturbeauftragte«. Andere sprechen von einer »Sekretärin für Agitation und Propaganda«. In dem Gesprächsband »Mein Weg« gibt Merkel ihre Sicht von ihrer damaligen Funktion unter anderem so wieder: »An der Akademie habe ich mich anfangs recht allein gefühlt. (…) Irgendwann hat mich jemand gefragt, ob ich nicht in der FDJ-Kulturarbeit am Institut mitmachen wollte, da sehe man wenigstens junge Leute, könne ins Theater gehen und so weiter. (…) Sie müssen immer beachten, dass in der DDR viele Gemeinschaftsaktivitäten (…) über politische Organisationen abgewickelt wurden. (…) Aber natürlich bestand die Gefahr, das steht außer Zweifel, weiter hineingezogen zu werden, als einem lieb war. (…) So gesehen war das alles eine ungeheure Gratwanderung. (…) Ich kann mich nicht erinnern, in irgendeiner Weise agitiert zu haben. Ich war Kulturbeauftragte.« So habe sie etwa »Theaterkarten besorgt, Buchlesungen organisiert (…), Vorträge.« Und: »Wer wirklich Karriere machen wollte, der ging zur SED. Dort spielte die Musik.« Auch weist Merkel in dem mit Hugo Müller-Vogg geführten Gespräch darauf hin, dass es »offenbar unheimlich schwer« sei, »heute zu verstehen und begreiflich zu machen, wie wir damals gelebt haben. Wo war die Grenze des Kompromisses, die jeder für sich finden musste?«


Reformdruck in Zeiten von Glasnost und Perestroika

In der UdSSR wird 1985 Gorbatschow zum Generalsekretär der KPdSU gewählt. Seine Politik des Glasnost und der Perestroika zielt auf grundlegende politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen. Auch die Staats- und Parteiführung der DDR bekommt diesen Reformdruck zu spüren. Verstärkt wird dieser noch durch diverse Bürgerrechtsbewegungen im eigenen Land, deren Gruppen – häufig in Kirchen tagend – sich mit ihren Forderungen nach mehr Demokratie immer lauter zu Wort melden und schließlich große Teile der Bevölkerung zu gewaltfreien öffentlichen Protesten und Demonstrationen veranlassen können. Die greise Führungsriege der DDR, deren Wirtschaft zerrüttet ist und deren Staatsverschuldung dramatische Ausmaße angenommen hat, ist wie paralysiert. Der Zusammenbruch des alten Regimes, ja der gesamten DDR scheint nur noch eine Frage der Zeit.

Auch Angela Merkel, die – nach ihrem eigenen Bekenntnis – »keine ausgewiesene Oppositionelle« gewesen ist, beginnt nun, sich offen politisch zu engagieren. Hatte sie vordem immerhin schon mal an der einen oder anderen Veranstaltung von Bürgerrechtlern oder an Friedensmessen von Rainer Eppelmann, der Pfarrer an der Berliner Samariter-Kirche ist, teilgenommen, so ist doch das Ganze nicht so recht ihre Welt gewesen. Bevor sie sich in dieser spannungsgeladenen Zeit politisch festlegt, ist die promovierte Physikerin erst einmal Beobachterin und Analytikerin der politischen Lage. Sie wägt die Folgen ihres eigenen Handelns ab und wartet auf den günstigen Zeitpunkt ihrer Entscheidung.

Doch nachdem sie sich »in einer stetigen und stetig zunehmenden, sehr kritischen Auseinandersetzung mit der DDR befunden« (Merkel) hat, ist dieser Zeitpunkt jetzt, nach der Öffnung der Mauer im November 1989, offensichtlich gekommen. Spätestens im Dezember begibt sie sich auf Parteiensuche. Da die alten »Blockparteien« für sie nicht in Frage kommen, landet sie schließlich beim »Demokratischen Aufbruch«. Merkel: »Beim ›Demokratischen Aufbruch‹ sah ich (…) zumindest ein Fünkchen von dem, was ich mir für die Zukunft vorgestellt hatte. Dort waren relativ viele Intellektuelle dabei, und es gab auch etwas zu tun: So habe ich Computer aus dem Westen erst mal ausgepackt und angeschlossen. Ich (…) habe interessante Menschen kennen gelernt, Seminare besucht.«


»Demokratischer Aufbruch«

Der »Demokratische Aufbruch« (DA) war unter anderen von den Pfarrern Rainer Eppelmann, Friedrich Schorlemmer und Ehrhart Neubert gegründet worden. Ursprünglich hatte der DA noch auf einen reformierten Sozialismus gesetzt, dann aber nach harten innerparteilichen Diskussionen für eine Wiedervereinigung mit der Bundesrepublik und für eine Zusammenarbeit mit Helmut Kohl und der CDU plädiert. Und so ging dann auch der DA bei der ersten freien Volkskammerwahl in der DDR am 18. März 1990 ein Bündnis mit der DSU und der (Ost-)CDU ein, »Allianz für Deutschland« genannt. Angela Merkel ließ sich für den Wahlkampf beruflich freistellen und entwickelte sich in der Geschäftsstelle ihrer Partei nicht nur »zu einem Mädchen für alles« (Volker Resing), sondern fungierte auch als DA-Pressesprecherin.

Das Wahlergebnis wird für den DA zu einem Desaster. Ganze 0,9% der Stimmen entfallen auf die neugegründete Partei. Da ist es gut, dass sie dem Bündnis »Allianz für Deutschland« angehört. Dieses hat insgesamt ein großartiges Wahlergebnis von satten 48% eingefahren. Noch in der Wahlnacht eilt Merkel zur Wahlparty der CDU. Es gelingt ihr, mit dem westdeutschen Politiker Thomas de Maizière, dem Vetter und Berater des ostdeutschen CDU-Vorsitzenden Lothar de Maizière, ins Gespräch zu kommen. Intensiv redet sie auf ihn ein, »bei der kommenden Regierungspolitik ja nicht den Beitrag des DA zu vergessen«.


Eine steile politische Karriere

Und nun nimmt Angela Merkels politische Karriere erst so richtig Fahrt auf. Der neue DDR-Ministerpräsident Lothar de Maizière macht sie zur stellvertretenden Regierungssprecherin. Doch die Regierung de Maizière ist nur eine Regierung auf Zeit. Immer mehr zeichnet sich eine baldige Wiedervereinigung ab. Die wird dann auch am 3. Oktober 1990 vollzogen. Angela Merkel erhält eine Stelle im Bundespresseamt.

Merkel war nach der Auflösung des DA im August 1990 Mitglied bei der Ost-CDU geworden und somit nach der Vereinigung der westdeutschen CDU mit der Ost-CDU am 2. Oktober 1990 auch Mitglied der gesamtdeutschen CDU. Bei der gesamtdeutschen Bundestagswahl am 2. Dezember 1990 erringt sie ein Direktmandat in ihrem Wahlkreis Rügen und zieht so in den neuen Bundestag ein. Kanzler Kohl beruft noch im selben Monat die aufstrebende ostdeutsche Nachwuchspolitikerin in sein neues Kabinett – als Ministerin für Frauen und Jugend. Im Dezember 1991 wird sie dann auf dem Dresdner CDU-Parteitag zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt. Nach der Bundestagswahl vom 16. Oktober 1994 erhält sie im Kabinett das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Doch bei der Bundestagswahl Ende September 1998 gewinnen SPD und Grüne und bilden wenig später unter der Kanzlerschaft von Gerhard Schröder eine neue Koalitionsregierung. Helmut Kohl legt nach der Wahlschlappe den CDU-Parteivorsitz nieder. Sein Nachfolger wird Wolfgang Schäuble. Und Angela Merkel wird auf seinen Vorschlag hin Generalsekretärin der CDU.

Da löst nur ein Jahr später der sogenannte CDU-Spendenskandal ein innerparteiliches Erdbeben aus. Der Ehrenvorsitzende der Partei und Ex-Kanzler Kohl hatte in den vergangenen Jahren bis zu 2 Mio. Parteispenden entgegengenommen, diese aber entgegen dem Parteiengesetz nicht veröffentlicht. Auch später weigerte er sich stets, die Namen der Spender anzugeben. Die CDU kommt aus den Negativ-Schlagzeilen nicht mehr heraus. Ihre einstige Ikone Kohl ist zu einer Belastung für die Partei geworden.


Krisenmanagerin ihrer Partei in schwerer Zeit

Die Generalsekretärin zieht, wie sie später sagt, die »Notbremse«. Ohne Rücksprache mit Schäuble platziert sie am 22. Dezember 1999 einen eigenen Beitrag in der FAZ. In ihm bricht sie mit ihrem einstigen Förderer, dem CDU-Übervater Helmut Kohl. Angesichts der Spendenaffäre sei es vonnöten – so der Tenor ihres Artikels –, dass ihre Partei ihre Zukunft in die eigene Hand nehme. Und zwar ohne Kohl. Auch wenn der seine historischen Verdienste behalte. Vier Wochen später legt Kohl den CDU-Ehrenvorsitz nieder. Und auch Schäuble gerät wegen der Annahme einer Parteispende durch den Waffenhändler Schreiber so sehr in Bedrängnis, dass er am 16. Februar 2000 seinen Rücktritt als Partei- und Fraktionsvorsitzender verkünden muss.

Angela Merkel versteht es, sich als Krisenmanagerin und neue Hoffnungsträgerin der Partei zu profilieren. Am 10. April 2000 wird sie auf dem Bundesparteitag der CDU in Essen zur CDU-Parteivorsitzenden gekürt. Zuvor – am 30.12.1999 – hatte sie sich noch standesamtlich mit dem Chemieprofessor Dr. Joachim Sauer trauen lassen, mit dem sie schon seit vielen Jahren zusammenlebte.

Nach der erneuten Wahlniederlage ihrer Partei bei der Bundestagswahl am 23. September 2002 (CDU/CSU-Kanzlerkandidat war Edmund Stoiber) übernimmt die neue Parteivorsitzende auch den Unions-Fraktionsvorsitz von Friedrich Merz. Schließlich wird sie nach der vorgezogenen Bundestagswahl vom 18. September 2005 zur Bundeskanzlerin gewählt. Es ist der Beginn einer viele Jahre währenden Kanzlerschaft, während der sie national wie international ein hohes politisches Ansehen genießt und über eine große Popularität bei den Menschen verfügt.


Gewiefte Machtpolitikerin

Manche werfen Angela Merkel vor, bei ihrem steilen politischen Aufstieg so manchen männlichen Rivalen kaltgestellt zu haben. Jedenfalls lässt sich nicht bestreiten, dass sie eine gewiefte Machtpolitikerin ist, die es versteht, geschickt zu taktieren und zu lavieren. Auch ist es ihr als gute »Strippenzieherin« gelungen, sich ein Netzwerk von ihr wohlgesinnten Mitstreitern und Unterstützern aufzubauen. Und immer wieder hat sich gezeigt, dass sie in der Lage ist, Aufstiegschancen entschlossen wahrzunehmen und die Gunst der Stunde für sich zu nutzen. Aber das alles sind »Qualitäten«, die anscheinend zum politischen Geschäft – will man in ihm Spitzenpositionen erringen – dazugehören, und die man männlichen Politikern wohl nicht zum Vorwurf machen würde. Mit welchem Recht dann ihr?

Andere werfen Merkel vor, dass die CDU unter ihrem Vorsitz und ihrer Kanzlerschaft ihr konservatives und christliches Profil verloren habe. Gerd Langguth vertrat bereits 2005 die These, dass »die ‚ideologiefreie‘ Naturwissenschaftlerin Merkel Generalistin (ist) ohne historische Fixierung. Sie geht von der Notwendigkeit des effizienten ›Funktionierens‹ einer Gesellschaft aus und unterschätzt dabei allzu leicht die Bedeutung lang tradierter Erfahrungen und Verhaltensmuster, (…)« Die Kanzlerin selbst hat einmal in einer Talkshow bei Anne Will die Feststellung gemacht: »Ich bin mal liberal, mal christlich-sozial, mal konservativ.«

Merkel möchte, dass ihre Partei den An- und Herausforderungen der Moderne gerecht wird. Sie weiß, dass die CDU keine Kirchenpartei (mehr) ist und will Gott für ihre politischen Ziele nicht instrumentalisieren. Sie akzeptiert, dass wir in einer pluralistischen Gesellschaft leben und möchte ihre Partei für neue Wählerschichten attraktiv machen. Auch für Menschen islamischen Glaubens. So heißt es denn auch in der Präambel des 2007 verabschiedeten neuen Grundsatzprogramms der CDU recht allgemein und weit gefasst: »Wir orientieren uns am christlichen Bild vom Menschen und seiner unantastbaren Würde und davon ausgehend an den Grundwerten Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit.«


Religion und Glaube als Privatsache?

Doch nun zur Gretchenfrage: Wie hält es eigentlich Angela Merkel persönlich mit dem christlichen Glauben? Wie weit bekennt und positioniert sich die Pfarrerstochter selbst als Christin? Untersucht man verschiedene ihrer Aussagen zu diesem Themenkomplex, so fällt Folgendes auf: Zum einen bekennt sich die CDU-Vorsitzende durchaus zu ihrem Glauben an Gott und zu ihrem Christsein. Doch geschieht das bei ihr nicht so pointiert und prägnant wie etwa bei Johannes Rau, dem früheren Bundespräsidenten und SPD-Mann. Überhaupt scheint sie ihren Glauben und die Frage, welche Auswirkungen er auf ihr Leben hat, als eine eher private Angelegenheit zu empfinden. So hat sie einmal selbst zugegeben: »Ich gehe vorsichtig damit um, mag es nicht, wenn es aufgesetzt daherkommt. Anfangs hatte ich auch Schwierigkeiten damit, dass es vor den Parteitagen Gottesdienste gab. Für mich waren Gottesdienste etwas Persönliches, Privates.« Dann fügte sie allerdings hinzu: »Heute sehe ich das anders. Eine solche Stunde hilft auch, das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen.«

Neben eher allgemein formulierten Bekenntnissen wie: »Ich glaube, dass diese Welt begrenzt ist und dass über ihr etwas ist, was die Welt erst erträglich gestaltet, ob wir es nun Gott oder eine übergeordnete Größe nennen. Und dass uns dieses übergeordnete Prinzip zu bestimmten Leistungen fähig macht« – neben solchen eher floskelhaft anmutenden Aussagen gibt es allerdings auch wieder Bekenntnisse, die eindeutiger und persönlicher formuliert sind. Etwa wenn sie bekennt: »Die Perspektive, dass es Gott gibt, vermittelt mir ein hohes Maß an Demut. Eine Demut, mit der ich sehr gut leben kann: sich nicht im Zentrum sehen, andere gelten lassen, sich bewusst sein, dass man Fehler hat und Fehler macht. (…) Dann aber gibt es noch eine ganz andere Ebene: Es macht mir Spaß, in der Gemeinschaft eines Gottesdienstes mitzusingen. Das hat etwas Befreiendes.«

An anderer Stelle beklagt sie die heutige Tendenz, »dass z.B. auf Kirchentagen immer neue Lieder gesungen werden.« Und sie wünscht sich: »Ich habe manchmal richtige Sehnsucht danach, dass wir wenigstens noch die Lieder singen, die wir früher einmal gekonnt haben, und dass wir auch in diesen Fragen ein Stück Tradition und Beständigkeit pflegen.« Dieser Wunsch, diese Einstellung hat wohl auch damit zu tun, dass sie nicht nur sehr gerne singt – Paul Gerhards »Geh aus mein Herz und suche Freud« ist ihr Lieblingslied und auch Luthers »Ein feste Burg ist unser Gott« mag sie –, sondern dass sie überhaupt in der Kirche »eher das Emotionale« sucht: »Obwohl ich früher Physikerin war, suche ich in der Kirche nicht das Rationale, weshalb mich Predigten nicht besonders reizen.«


Gelebter Glaube in lebendigen Traditionen

Auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag 2005 in Hannover spricht sie sich für die Beibehaltung eines tradierten religiösen Kultus in der Kirche aus, eines Kultus, der zu tun habe »mit gelebten und gefeierten und im Gottesdienst sinnlich erfahrbaren Ritualen, mit der Frage von Frömmigkeitspraxis, mit Gebeten, mit gelerntem und verinnerlichtem Katechismus, Liedern und Bibelstunden.« Ihr bemerkenswertes Plädoyer mag vielleicht auch damit zu tun haben, dass sie aus einer Kirche in der Diaspora stammt, für die in dem atheistisch geprägten Umfeld der DDR solch konsequent eingehaltene Kirchenordnung und -gestaltung in gewisser Weise »überlebenswichtig« gewesen ist – als eine Form regelmäßiger Glaubensvergewisserung der angefochtenen Gemeinde.

Als jugendliche Konfirmandin hatte sich Angela Merkel den Konfirmationsspruch aus 1. Kor. 13,13 ausgesucht: »Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe. Diese drei. Aber die Liebe ist die größte unter ihnen.« Dazu merkt sie an: »Der Glaube ist das sichere Vertrauen auf Gott, zu dem der Mensch im Leben immer wieder Zuflucht nehmen kann. Die Hoffnung ist genau diese feste Zuversicht auf das, was von Gott an Heilsamem zu uns kommen wird, ohne jedoch schon gegenwärtig und erfahrbar zu sein. Die Liebe aber ist die entscheidende Kraft, die uns Gottes Nähe wirklich erfahren lässt, uns füreinander öffnet und uns über uns selbst und unsere alltäglichen Sorgen und Probleme hinaushebt. Sie ist das Band, das alles zusammenhält. Ohne sie wäre unser Leben arm, ziellos und ohne Perspektive.« Und: »Ich finde, dass in diesem Spruch zum Ausdruck kommt, dass die Hinwendung der Menschen zueinander oder eines Menschen zu einem anderen Menschen eigentlich das ist, was das Leben prägen sollte, (…)«


»Selbstbewusst für den christlichen Glauben einstehen«

Was die Sorgen der Menschen vor dem zunehmenden Einfluss des Islam in ihrem eigenen Land betrifft, so vertritt Merkel die Meinung, dass die Christen ihren Glauben auch selbst bekennen sollten, statt Angst vor Muslimen zu haben. Die Christen sollten »selbstbewusst über ihre christlichen Werte sprechen und ihre eigenen Kenntnisse ihrer Religion vertiefen«. Auch »sollte sich jeder selbst fragen, was er zur Stärkung der eigenen Identität, zu der bei der Mehrheit immer auch noch die christliche Religion gehört, tun kann«. Allerdings ist ihr auch bewusst, dass das »keine klassische Aufgabe für die Politik (ist)«, vielmehr seien hier vor allem die Kirchen und die Gläubigen selbst gefordert.

4. September 2015: Die deutsche Regierung unter Kanzlerin Merkel lässt Tausende von Flüchtlingen, die in Ungarn festsitzen, in Zügen nach Deutschland bringen. Doch schnell kommen über die sog. Balkanroute Flüchtlinge in noch viel größerer Zahl nach Deutschland, das seine Grenzen für sie offenhält und die Einreisenden nicht kontrolliert. Es sind Hunderttausende, die innerhalb weniger Monate um Asyl bitten. Bis zum Ende des Jahres sind es fast eine Million Menschen. Die Flüchtlinge kommen u.a. aus Syrien und dem Irak, aus Afghanistan und dem Iran. Sie sind geflohen vor Krieg und Terror, vor Not und Elend oder auch vor Verfolgung in ihren Ländern. Merkel wehrt sich dagegen, eine Höchstgrenze für die Aufnahme zu setzen. Ihre »Willkommenskultur« ist sehr stark christlich motiviert. Sie will Menschen in Not helfen.


Zwischen Gesinnungsethik und Verantwortungsethik

In der Bevölkerung aber regt sich immer mehr Kritik und Widerstand gegenüber einer unbegrenzten Aufnahme von Flüchtlingen. Es kommt zu Polarisierungen zwischen Befürwortern und erbitterten Gegnern ihrer Flüchtlingspolitik. Viele Menschen fühlen sich von den Entschlüssen der Kanzlerin nicht mitgenommen. Sie vermissen einen Plan und ein Konzept. Sie artikulieren ihre Skepsis, Ängste und Sorgen – gerade auch was die lange Zeit unkontrollierte Aufnahme der Flüchtlinge und die Möglichkeiten und Kosten ihrer Integration betrifft. Und auch die Mitgliedsländer der EU verweigern Merkel ihre Solidarität. Die Kanzlerin sieht schließlich ein, dass der »Flüchtlingsstrom« irgendwie eingedämmt werden muss. Restriktive Maßnahmen gegenüber den Asylsuchenden werden beschlossen. Mit dem autokratischen türkischen Präsidenten Erdogan wird der Deal vereinbart, dass sein Land Flüchtlinge an der Weiterreise nach Europa hindert und noch mehr Asylsuchende im eigenen Land behält.

Angela Merkel ist in einen klassischen Konflikt geraten zwischen persönlicher christlicher Gesinnungsethik einerseits und staatlich-politischer Verantwortungsethik andererseits. In diesem Zusammenhang gibt der wie Merkel aus Ostdeutschland stammende Theologe, Philosoph und SPD-Politiker Richard Schröder zu bedenken: »Die Kirchen können von ihren Mitgliedern mehr Barmherzigkeit verlangen. Von Barmherzigkeit, vom Herz für die Elenden kann es nicht genug geben. Der Staat aber darf nicht barmherzig sein. Der Staat muss gerecht sein. Er hat nach Regeln zu handeln, und er hat die Folgen zu bedenken.« Und er weist darauf hin, dass bei Kontrollverlust der Außengrenzen »eine staatliche Ordnung nicht funktionieren (kann). Und schon gar nicht ein Sozialstaat. Unbegrenzte Zuwanderung bedeutet unbegrenzte Ausgaben ohne entsprechende Einnahmen.« Auch wenn man über die zugespitzte Formulierung »Der Staat darf nicht barmherzig sein« zu Recht streiten kann, so zielen Schröders Aussagen doch auf das Kernproblem, vor dem sich Merkel bei ihrer Flüchtlingspolitik gestellt sieht.

Persönliche Integrität und christliche Identität zu bewahren bei gleichzeitiger Berücksichtigung realpolitischer Sachzwänge, ist eine anspruchsvolle und alles andere als leichte Aufgabe für einen verantwortungsbewussten Politiker. Das gilt auch für Angela Merkel, jene Frau, die in der früheren DDR als Kind eines »linken« protestantischen Pfarrers großgeworden ist und die sich unter den Bedingungen eines diktatorischen, atheistischen Regimes zu behaupten verstand; die dann beim Zusammenbruch der DDR jene einzigartige politische Laufbahn antrat, an deren Ende sie die erste weibliche Bundeskanzlerin Deutschlands werden sollte. Und damit eine der mächtigsten Frauen der Welt. Von den einen bewundert und verehrt, von anderen misstrauisch beobachtet und vehement kritisiert.

 

Über den Autor

Matthias Hilbert, Lehrer i.R. und Buchautor; zuletzt erschien bei chrismon: »Fromme Eltern – unfromme Kinder? Lebensgeschichten großer Zweifler«.

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 2/2018

1 Kommentar zu diesem Artikel

22.02.2018
Ein Kommentar von Angelika Hagedorn


interessanter Artikel, nur leider teilweise schlecht recherchiert. Angela Merkel kam erst am 17. Juli 1954 zur Welt, nicht im Juni. Hans-Otto Wölber wurde erst 10 Jahre später, also 1964 Landesbischof.

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