Vor 100 Jahren endete der Erste Weltkrieg, Teil II: Bibeldeutungen, »Gott mit uns« und die Stimmen der (späteren) Kriegsgegner
»Nicht mehr steigerbarer Wahnsinn«

Von: Ulrich Tietze
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Vor 100 Jahren endete der Wahnsinn des Ersten Weltkriegs – um kaum 20 Jahre später einem neuerlichen Kriegswahnsinn Raum zu geben. In seinem dreiteiligen Beitrag legt Ulrich Tietze die Gründe für das Verhalten der Kirchen im Ersten Weltkrieg und für ihre Rolle in der ersten deutschen Demokratie dar, und zwar in bewusster Verbindung mit dem, was Schriftsteller zum Thema »Krieg« von sich gaben – in den Jahren 1914-1918 und in den Jahren der Weimarer Republik.


»Darum ist es aber auch der Wille Gottes, dass die Völker
im Kriege alle ihre Kräfte und Waffen, die er ihnen in die
Hand gegeben hat, Gericht zu halten unter den Völkern,
zur vollen Anwendung bringen sollen. Darum mehr
Stahl ins Blut!«
24

Wie bereits angedeutet: auch international bei den Sozialisten gab es Kriegsbegeisterung. Ich will hier nichts entschuldigen. Aber eine Anmerkung doch: Wer vorher als »vaterlandsloser Geselle« beschimpft wurde und auf einmal »dazugehören« darf, ist eher entschuldigt angesichts der Teilnahme am Wahnsinn als derjenige, der – wie die Kirchenvertreter – vorher und nachher akzeptiert wurde; später z.T. radikale Kriegsgegner meldeten sich als Freiwillige für den Kampf (neben vielen anderen wäre hier Ernst Toller zu nennen), das Erwachen angesichts der Blutbäder setzte bei vielen erst nach Jahren ein.

Wie aber ging Kirche – primär: die evangelische – mit der Bibel in den Jahren 1914-18 um? Die späteren Kommentare insbesondere von Vertretern der »neuen Sachlichkeit«, also etwa Kästner, Tucholsky, Mehring, unterscheiden sich wenig bis gar nicht in der Angriffslust vom Zitat, das als Motto über diesem zweiten Teil der Serie steht. Kästner etwa formuliert in seinem Gedicht »Zitat aus großer Zeit« die fiktive, aber sehr wahrscheinlich realen Äußerungen von Theologen in diesen Jahren entsprechende Behauptung eines Pastors (»der in der Heimat klebte«): »Wenn unser Herr Jesus heute lebte,/bediente er ein Maschinengewehr!«25


Jesus-Deutung im Weltkrieg

Dass von Jesus kein einziges Wort überliefert ist, das ernsthaft eine Rechtfertigung des Krieges oder seine Befürwortung darstellen könnte, kümmerte die allermeisten Theologen in den Kriegsjahren nicht. Immerhin gestand die »Christliche Welt« freimütig bereits 1914 ein: »Das Christentum, das zur Zeit besteht und gepflegt wird, ist nicht dogmatisch gerichtet und hat mit dem kirchlichen ›Bekenntnis‹, gar mit den Einzelheiten des Zweiten Glaubensartikels nichts zu tun; aber es wird von der treibenden Grundkraft aller echten, ursprünglichen Frömmigkeit getragen, von Ehrfurcht, Vertrauen und Liebe zu dem allmächtigen, barmherzigen, heiligen und gerechten Gott.«26

Franz Köhler, Pfarrer und im Wortsinne »gewaltiger« Vertreter einer kriegerischen Kirche schon vor dem Ersten Weltkrieg, betonte im zweiten Kriegsjahr: »Allmählich besann man sich darauf, dass Christus nicht die sanftmütige Gestalt ist …, sondern wesentlich auch der, der in der erhobenen Rechten die Geißel schwingt. Christus ist der Held ohnegleichen.«27 Um dies auch in den sonntäglichen Gottesdiensten gewissermaßen biblisch zu untermauern, wurde 1915 eine Perikopenordnung unter der Überschrift »Jesuspredigten für die Kriegszeit« von Pastor Albert Hosenthien entworfen; bei den Liedern finden sich überraschenderweise auch solche wie »Liebe, die du mich zum Bilde«, bei den Bibeltexten ist sogar der barmherzige Samariter mit ausgesucht.28

Mit Recht verweist Karl Hammer darauf, dass mit höchster Wahrscheinlichkeit keine Bibelstelle so gern von Kriegsbefürwortern zitiert, gebraucht (und ohne jeden Zweifel: missbraucht) wurde wie das Wort des johanneischen Christus: »Niemand hat größere Liebe als derjenige, der sein Leben gibt für seine Freunde« (Joh. 15,13)29 – es kann nicht überraschen, dass der spätere Reichsbischof Ludwig Müller sich, wie unzählige andere, auf diese Stelle bezog, wenn es um die Kameradschaft und Opferbereitschaft unter den Soldaten ging.30 Aber die Wirkungsgeschichte dieser unbegründeten Verwendung eines Wortes aus den Evangelien geht bis heute weiter: in der Kirche Tating, Nordfriesland, ist in großem Format dieses Wort auf der Gedenktafel für die gefallenen Soldaten gedruckt. Jesus ließ sich, summa summarum, für die Rechtfertigung des Krieges aus biblischer Sicht zwar kaum etwas abgewinnen. Aber der Versuch fand statt, und er misslang gründlich.


Die Bergpredigt im Krieg

Es war selbstredend für Theologen in der damaligen Zeit ein großes Problem, dass der zentrale neutestamentliche Text der Bergpredigt ganz und gar nicht dazu taugt, Krieg zu begründen, zu rechtfertigen, zu legitimieren. Aber es gab erstaunliche Umgangsformen in diesem Bereich: Hans Windisch verteidigte – gewissermaßen mit der Bergpredigt unter dem Arm – den Krieg mit den Worten: »Der Pazifist erfährt sein Urteil aus dem Munde Jesu.«31 Bemerkenswert auch diese Reaktion auf die Bergpredigt: in den USA »wurde sie, als die Pazifisten ihre ›Parolen‹ auf Flugblättern verteilten, wegen Behinderung der Kriegsführung kurzerhand verboten.«32

Eine Gegenposition vertrat nach dem Krieg der Theologe Georg Wünsch, der in einer Untersuchung zur Bergpredigt 1919 schrieb: »Wir brauchen, das haben uns die schmerzlichen Kriegserfahrungen gelehrt, ein Christentum, das den Glauben und die Energie besitzt, alle Weltverhältnisse zu durchdringen, vor nichts zu kapitulieren, diesen Willen auch unter größten Schwierigkeiten aufrechtzuerhalten und auch das soziale und politische Leben nach den tiefsten Motiven der Bergpredigt zu gestalten. … Nur ein solches soziales Christentum erfüllt seine Weltaufgabe und kann mit Hilfe des Sozialismus, der sich in seinen Zielen eng mit ihm berührt, eine neue erlöste Welt aufbauen.«33 Aber es sei darauf hingewiesen: diese Zeilen stammen nicht aus den Jahren des Krieges.

Zwischen 1914 und 1918 waren fast ausnahmslos andere Töne zu vernehmen; der Leipziger Theologieprofessor Ludwig Ihmels etwa publizierte eine Schrift mit dem Titel »Der Krieg und die Jünger Jesu«; so lautete die Überschrift der dritten Auflage 1916 (zuvor war der Titel noch: »Der Krieg im Lichte der christlichen Ethik«). Sofern »Forderungen der Bergpredigt äußerlich zu erfüllen«34 seien, ließe sich natürlich Krieg nicht begründen. Aber immerhin habe Jesus sich ja dem Hauptmann von Kapernaum eindeutig zugewandt, insofern habe er keine Einwände gegen den Soldatenberuf erkennen lassen. Die rhetorische Frage lautet dann, ob ein Volk »auch ein anderes Mittel … als der Waffen Gewalt (hat), sein Recht und seine Pflicht zu schützen?«35 Der Theologe und Oberlehrer Hermann Schuster zog die bemerkenswerte Folgerung: »Wer den Krieg rundweg verwirft, verwirft damit auch den Staat.«36

Es ist eindeutig: Jesus musste, in der Bergpredigt und an anderen Stellen, letzten Endes dafür herhalten, den Weltkrieg zu rechtfertigen. Bis heute ist hier eine zutiefst bedenkliche Wirkungsgeschichte der Vorstellung erkennbar, der Kreuzestod Jesu sei als Vorbild auch für alle Soldaten in allen Kriegen zu verstehen: »Wenn wir Kreuze errichten auf den Heldengräbern, was bedeuten sie anders als einen Hinweis … auf die Gemeinschaft mit Gott«37. Denn: »mit Gott für König und Vaterland, darin kommt es deutlich zum Ausdruck, dass das Kreuz Christi allein eine Quelle der Kraft ist im Kriege.«38



Gottvater und der Weltkrieg

»Während des Krieges hatte die Identifizierung der deutschen Sache mit dem Willen Gottes im deutschen Protestantismus ein Ausmaß erreicht, das den deutschen Sieg geradezu als eine Erfüllung der göttlichen Gerechtigkeit erscheinen ließ«, während »die Niederlage über die politisch-militärische Katastrophe hinaus das ganze bisher kaum angefochtene deutsch-protestantische Weltbild aus den Angeln hob«39.

Gottvater, im Ersten Testament ja unbestreitbar mit einer ganzen Reihe kriegerischer Attribute versehen, konnte für jede Form von Kriegsideologie gut verwendet werden. Dies bedarf wohl kaum einer umfassenden Dokumentation, weder biblisch noch historisch. Aber es gab Äußerungen von Theologen, die nicht vergessen werden sollten. Franz Köhler etwa formulierte in seinem Buch »Das religiös-sittliche Bewusstsein im Weltkriege« (immerhin im Jahre 1917, also relativ gegen Kriegsende!): »Der Krieg ist nach Gottes Willen ein Gericht der Zerstörung über alles Lebensunfähige.«40

Es war von der Verbindung »Thron und Altar« her folgerichtig, dass auf den Koppelschlössern die Inschrift »Gott mit uns« stand. Dass Gott für alles, natürlich auch für Waffenlieferungen, zuständig war, vermittelte die »Allgemeine Evangelisch-Lutherische Kirchenzeitung« anlässlich der Verhandlungen um den »Friedensvertrag« von Brest-Litowsk: »Gott schenkte uns aus freier Hand, denn Gott ist reich, 2600 Geschütze, 5000 Maschinengewehre, zwei Millionen Schuss für die Artillerie, Gewehre, Flugzeuge, Kraftwagen…«41

Übrigens sollte daran erinnert werden: in den Vertragsverhandlungen bei dieser Gelegenheit war die deutsche Seite dermaßen »knallhart« und im Grunde unverschämt, dass der (zweifellos nicht unproblematische) »Versailler Vertrag« sich demgegenüber als sehr kompromissbereit darstellte. Dies ist leider wenig bis gar nicht in unsere Geschichtsbücher eingegangen.


Intellektuelle außerhalb der Kirchen und der Krieg

Schon die Ausbildung zum Rekruten war mit einer Vielzahl massiver Entwürdigungen verbunden: Schikanen, Erniedrigungen, Beschimpfungen und nicht selten auch körperliche Misshandlungen gab es mehr als reichlich. Was Remarque an vielen Stellen in seinem berühmtesten Roman »Im Westen nichts Neues« vom Unteroffizier Himmelstoß schreibt, einer geradezu sprichwörtlich gewordenen negativen Figur, hat Erich Kästner über seinen Schinder Sergeant Waurich in Versform gebracht: »Wer ihn gekannt, vergisst ihn nie. | Den legt man sich auf Eis. | Er war ein Tier. Und er spie und schrie, | und Sergeant Waurich hieß das Vieh, | ­damit es jeder weiß.«42

Ohne dass diese brutale Erfahrung an dieser Stelle heruntergespielt werden soll: Kästner hat über sie hinaus den Krieg nicht in seiner ganzen Brutalität erlebt. Remarque dagegen wurde durch den Krieg so sehr geprägt, dass es kaum möglich scheint, dies zu überschätzen. Sein Buch »Im Westen nichts Neues«, mit dem der Autor Weltruhm erlangte (in der Einführung in einem Theater in Hannover anlässlich der Dramatisierung des Remarque-Romans »Die Nacht von Lissabon« sagte die Referentin sogar: »Neben der Bibel ist ›Im Westen nichts Neues‹ das am meisten verkaufte Buch weltweit« – ich gebe diese Äußerung hier wieder, deren Berechtigung ich freilich nicht überprüfen kann), wurde sprichwörtlich und brachte Remarque im rechten politischen Spektrum erbitterten Hass ein, aber auch auf der linken Seite weithin Unverständnis.43 Der Krieg als »Erlebnis« – und dieser Begriff mag die Ambivalenz dieses Romans andeuten – ist vielleicht niemals zuvor und niemals danach genauer geschildert worden.

Spannend bleibt: der zweifellos ebenso gegen das Schlachten gerichtete Roman »Krieg« von Ludwig Renn wurde nach 1933, anders als »Im Westen nichts Neues«, weder verboten noch gar verbrannt! Im Grunde unbegreiflich, denn Renn hat (nach der anfänglichen Euphorie, die in Teil I dieser Serie angedeutet wurde) kaum weniger als Remarque den Krieg als Wahnsinn erkannt und beschrieben.


Faszination und Schrecken des Krieges

Worin aber ist der ungeheure Erfolg des Romans »Im Westen nichts Neues« begründet? Meine Deutung: Das menschliche Erleben, die Schilderung auch der Kameradschaft und das zwar unter Zwang geschehene, aber eben erlebte Ausbrechen aus der Alltäglichkeit des bürgerlichen Lebens im Soldatenstand, das erlebte Abenteuer »Krieg«44 als großes Ereignis des eigenen Lebens – all dies verhalf zu einer Identifikation der Leser mit dem Geschilderten. Dies umso mehr, als Remarque in diesem Roman nicht uneingeschränkt nur das Böse im Krieg schildert. Später allerdings hat dieser Autor deutliche Worte darüber gefunden, auch in einem fiktiven Gespräch mit einem Pastor: »dass wir mitten drin sind, einen neuen Krieg vorzubereiten – nachdem wir gerade einen verloren haben, den Sie und Ihre Herren Kollegen von den verschiedenen protestantischen Bekenntnissen im Namen Gottes und der Liebe zum Nächsten gesegnet und geweiht haben … in Uniform, mit den Kreuzen rasselnd und siegesschnaubend. … Warum haben Sie nicht gestreikt? Warum haben Sie Ihren Gläubigen den Krieg nicht verboten? Das wäre Ihre Aufgabe gewesen.«45

Während aber alle Kirchen Gott wie selbstverständlich für die eigene Sache vereinnahmten, zeigt Remarque hier geradezu jüdische Weisheit: »Das ist das Elend! Gott war immer der Duzbruder aller Kaiser, Generäle und Politiker. Dabei sollten wir uns fürchten, seinen Namen zu nennen.«46 Auch die »Rolle Gottes« im Krieg benennt er klar: »Manchmal kam er mir vor wie ein abgehetzter alter Kaiser über viele Staaten, der dauernd zu Repräsentationen musste und immer die Uniform zu wechseln hatte …«.47

So weitsichtig sich dieser Schriftsteller in späteren Arbeiten zeigte, so sehr ist doch zu bemerken: In seinem berühmtesten Buch erlag er an nicht wenigen Stellen der »Faszination des Krieges«. Sicher, da ist auch die Rede vom »Frontkoller, jeder hat ihn mal.«48 Und der Krieg wird in seiner Brutalität geschildert. Aber zugleich heißt es nach der Schilderung der Brutalität der Ausbildung, »dass in uns ein festes, praktisches Zusammengehörigkeitsgefühl erwachte, das sich im Felde dann zum Besten steigerte, was der Krieg hervorbrachte: zur Kameradschaft!«49

Die Betonung dieser positiven Erfahrung hat (aus heutiger Sicht nach den schrecklichen Erfahrungen!) einen zu hohen Anteil bei Remarque. Sie war aber vielleicht zugleich eine Art Überlebensstrategie. Wenn aber von der politischen Linken in der Weimarer Zeit, also nach Erscheinen dieses wohl berühmtesten aller Bücher über den Krieg, mangelnder Pazifismus bei Remarque beklagt wurde, so sollte daran erinnert werden, dass er den Zustand der Soldaten so beschreibt: »Wir kommen in die Zone, wo die Front beginnt, und sind Menschentiere geworden.«50

Die Weimarer Republik fand dieses Erbe vor. Sie musste, wie leicht zu belegen ist, nicht zuletzt auch daran scheitern.


(Teil III und Schluss im nächsten Heft)


Anmerkungen:

24 Karl Kraus, Die letzten Tage der Menschheit. Tragödie in fünf Akten mit Vorspiel und Epilog, Frankfurt/M. 1986, 356.Kraus legt diese Worte einem Theologen in den Mund. Siehe auch das Gedicht in der folgenden Szene mit den Aussagen: »Kameraden, lasst Schrapnelle- | Kugeln als Weihwasser streun | … | Wir sind einmal Henkersknechte, | Gott hat selbst uns ausgewählt!« (358f)

25 Erich Kästner, Gedichte, a.a.O., 146.

26 Zit. nach Karl Hammer, Deutsche Kriegstheologie 1870-1918, München 1974, 129.

27 Zit. nach Hammer, a.a.O., 130.

28 Die vollständige Aufführung der vorgeschlagenen Bibelabschnitte findet sich bei Hammer, a.a.O., 313-314, im Dokumentenanhang.

29 Hammer, a.a.O., 130.

30 Ludwig Müller, Was ist positives Christentum?, Tazzelwurm Verlag Stuttgart 1939, 61.

31 Ursula Berner, Die Bergpredigt. Rezeption und Auslegung im 20. Jahrhundert, 2. Auflage, Göttingen 1982, 28.

32 Ebd.

33 Berner, a.a.O., 39. Tragisch bleibt, dass Georg Wünsch sich später dem Nationalsozialismus sehr annäherte.

34 Zit. nach Herbert Koch, Der geopferte Jesus und die christliche Gewalt, Düsseldorf 2009, 111.

35 Koch, a.a.O., 112.

36 Ebd.

37 Karl Dunkmann, Theologe in Greifswald, zit. nach Koch, a.a.O., 115.

38 Dunkmann in derselben Rede, zit. nach Koch, a.a.O., 116.

39 Klaus Scholder, Die Kirchen und das Dritte Reich. Bd. 1: Vorgeschichte und Zeit der Illusionen 1918-1934, Frankfurt - Berlin - Wien 1977, 6f.

40 Zit. nach Karl Hammer, a.a.O., 100 – dieser Satz wurde später gern von den Nazis zitiert.

41 Bernt Engelmann, Untertanen, a.a.O., 431.

42 Erich Kästner, Gedichte, a.a.O., 111f (Zitat: 112).

43 Die umfangreiche Auseinandersetzung mit der Wirkungsgeschichte dieses Buches, der bösartigen Polemik von rechts und den überwiegend auch kritischen Reaktionen von links findet sich z.B. in Wilhelm von Sternburg, »Als wäre alles das letzte Mal.« Erich Maria Remarque. Eine Biographie, Köln 2000, insbesondere 147ff.

44 Möglicherweise problematisch, aber von mir so empfunden: ein von mir noch heute betreuter ehemaliger Gefangener hat bei einem unserer Gespräche derart leuchtende Augen gehabt, als er von den Jahren hinter Gittern erzählte, dass ich den Eindruck hatte, die Jahre des Eingesperrt-Seins waren für ihn doch auch ein Abenteuer. Vielleicht ist auch nur so das Schicksal, das er durchlitt, als erträglich zu werten?

45 Erich Maria Remarque, Der schwarze Obelisk. Geschichte einer verspäteten Jugend, Köln 1956, 146f.

46 A.a.O., 200.

47 A.a.O., 99.

48 Remarque, Im Westen nichts Neues, Frankfurt - Berlin - Wien 1970, 19.

49 A.a.O., 25.

50 A.a.O., 45.


 

Über den Autor

Pastor Ulrich Tietze, 2002-2013 Gefängnispfarrer an der JVA Hannover, seit 2013 Krankenhausseelsorger; Veröffentlichungen: »Nur die Bösen? Seelsorge im Strafvollzug« (Hrsg.) (2011), »Stille – Weite – Wüste« (2013).

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 10/2018

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