Religion und Glaube junger Menschen
»Mein Glaube hat nichts mit Kirche zu tun«

Von: Anna-Katharina Lienau
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Kirche muss ein elementares Interesse daran haben, Kindern und Jugendlichen einen Ort in ihren Gemeinden zu bieten. Das ergibt sich schon aus der Taufpraxis. Doch wie wird dieser Anspruch eingelöst? Wo zeigt sich die aus der Taufe resultierende Verantwortung der Kirche für die Kommunikation des Evangeliums gegenüber den Jugendlichen von heute? Anna-Katharina Lienau widmet sich diesen Fragen vor dem Hintergrund einiger Einblicke in jugendsoziologische und jugendtheologische Gegebenheiten.*


Unter dem Titel »Aufwachsen in schwieriger Zeit« machte bereits die 8. Synode der EKD in Halle 1994 »Kinder in Gemeinde und Gesellschaft« zum Schwerpunktthema. Mit dem Schlagwort des Perspektivwechsels wurde damals dazu aufgefordert, »Leben und Welt einmal mit den Augen der Mädchen und Jungen zu sehen«, Kindern einen festen Platz in der Wahrnehmung der Erwachsenen einzuräumen und sich auf den Weg zu einer kindgerechten Kirche zu begeben.1 Die besondere Verpflichtung zu dieser Zuwendung und der Frage nach den Lebensbedingungen der Kinder ergaben sich – so die einhellige Argumentation – aus der Taufe der Kinder:2

»Die Kinder brauchen eine Kirche, die sich durch sie prüfen lässt, die für sie eintritt, die ihnen Raum zum Aufwachsen in schwieriger Zeit und darin das Evangelium vom anbrechenden Reich Gottes als Lebenserfüllung anbietet. Sie schaut daher nicht nur darauf, welche Lebensbedingungen die Kinder vorfinden, sondern sie sorgt sich auch darum, welche Glaubensvoraussetzungen die Kinder antreffen.«3

Die Jugendlichen im Alter von 18 bis 26 Jahren, denen wir uns hier zuwenden wollen, sind in den Jahren 1992 bis 2000 geboren worden. Es sind also eben jene, die als Kinder bereits in den Fokus der EKD 1994 in Halle rückten. Daher möchte ich, den damaligen Perspektivwechsel aufnehmend, fragen:

1. Welches Interesse zeigen die Kinder von damals als Jugendliche von heute an Glauben (und an Kirche)?

2. Ist der Wunsch nach einem Perspektivwechsel und einer kindgerechten Kirche eingelöst und in Überlegungen zu einer jugendgerechten Kirche weitergetragen worden?

3. Und nicht zuletzt: Wo zeigt sich die aus der Taufe resultierende Verantwortung der Kirche für die Kommunikation des Evangeliums vom anbrechenden Reich Gottes gegenüber den Jugendlichen von heute, d.h. den Kindern von damals, in der Gegenwart?

Zuvor scheint zudem ein grundlegender Blick auf »Jugend« sinnvoll.


Jugendsoziologische Vorbemerkungen: von Entwicklungsaufgaben, Abgehängten und Innovationspotenzialen

Wer den Glauben junger Menschen beschreiben will, muss sich über den Begriff Jugend im Klaren sein. Ohne dabei auf die historische Entwicklung näher einzugehen, lässt sich insgesamt festhalten, dass sich die Jugendphase in den vergangenen Jahrzehnten zu einer eigenen Lebensphase entwickelt hat, die z.T. bis zu 20 Jahre umfassen kann.4 Dies macht weitere Unterteilungen erforderlich und so gilt der besondere Blick hier den 18-26-Jährigen, also der mittleren und Teilen der späten Jugendphase.5

Als wichtiges Merkmal für die Jugendphase verweist die Jugendsoziologie auf die zentralen Entwicklungsaufgaben, die es zu bewältigen gilt. Diese zeigen sich im
• Qualifizieren
• Binden
• Konsumieren
• Partizipieren
und weisen wiederum eine individuelle und eine gesellschaftliche Dimension auf. Sie dienen der persönlichen Individuation und der sozialen Integration, die einander ergänzen und durch unterschiedliche Sozialisationsinstanzen unterstützt werden.6

Von besonderem Interesse sind für unsere Auseinandersetzung im Hinblick auf diese Entwicklungsaufgaben drei Aspekte:
• Zum einen ist die Jugendphase durch das Strukturmerkmal der Statusinkonsistenz bestimmt, d.h. die oben genannten Entwicklungsaufgaben werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Leben absolviert. So können Jugendliche in vielen Bundesländern bereits mit 16 Jahren das aktive Wahlrecht auf kommunaler Ebene und in manchen Landeskirchen bereits ab 14 Jahren bei Presbyteriumswahlen ausüben und so der Entwicklungsaufgabe der Partizipation nachkommen.7 Die Einübung in die Rolle des Konsumenten erfolgt meist deutlich früher. Demgegenüber zeigt sich der Übergang in die Berufsrolle sowie in die Familienrolle durch eine auffällige Verzögerung und teilweise Aufhebung geprägt, wenn Jugendliche beispielsweise ihre Ausbildung oder ihr Studium erst mit Mitte oder Ende 20 abschließen und keine Familie gründen. Daneben zeigt sich, dass die Partner- von der Familienrolle teilweise abgekoppelt wird, wenn Paare keine Kinder bekommen.8
• Zum zweiten ist rund ein Fünftel der Jugendlichen den Anforderungen der Entwicklungsaufgaben nicht ausreichend gewachsen. Ihre Lebensumstände sind geprägt von prekären Lebenslagen, sozialer Randständigkeit, Arbeitslosigkeit, Migration und vor allem niedrigen oder keinen schulischen Mindestabschlüssen.9 Ihre personalen und sozialen Ressourcen reichen nicht aus, um die Entwicklungsaufgaben erfolgreich zu bewältigen10 und so »erfüll[en sie] die im historischen Vergleich anspruchsvoller gewordenen Anforderungen und differenzierten Bedingungen im Berufs- und Arbeitsleben nicht mehr. Viele von ihnen münden nie in den Vollerwerbsstatus ein.«11 Sie werden als »Abgehängte«12 und »Bildungsverlierer« bezeichnet, die sich in »Problemschulen« konzentrieren.13 Von den komplexen Anforderungen der Schule und des Lebens fühlen sie sich überrollt; und von Entwicklungsaufgaben überfordert. Sie unterliegen einem erhöhten Risiko erheblicher Schwierigkeiten in ihrem Individuations- und Integrationsprozess. Dies hat Folgen für die weitere Persönlichkeitsentwicklung und ihre Gesundheit.14
• Zum dritten möchte ich auf einen Aspekt hinweisen, der Jugendliche eben auch auszeichnet: Sie verfügen über das notwendige kreative Innovationspotenzial, um auf Veränderungen zu reagieren. Insofern sind Jugendliche, u.a. durch ihre Subkulturen, Modernisierer der Gesellschaft.15


1. Empirischer Zugang: Gläubig oder religiös?

Die erste unserer Fragen führt hinein ins Zentrum: Welches Interesse zeigen Jugendliche an Glauben? Welches Interesse haben sie an Kirche?

Wer Glauben16 beschreiben will, sieht sich mit einer zweifachen Limitierung konfrontiert: Zum einen handelt es sich um eine höchst individuelle Angelegenheit des einzelnen Menschen, die allenfalls mit äußerlich beobachtbaren Dimensionen beschreibbar ist. Glaube unterliegt damit dem allgemeinen Individualisierungsprozess, der mitunter sogar als Zwang zur Individualisierung für den Einzelnen beschrieben wird.17 Zum anderen ist Glaube selbst durch den Einzelnen aufgrund von Grenzen in der Sprach- und Ausdrucksfähigkeit nicht immer zufriedenstellend beschreibbar. Der Gegenstand hat somit eine unverfügbare und empirisch nicht abbildbare Dimension, deren wir uns bei den folgenden Überlegungen bewusst sein müssen.

Die 2015-2017 an der Universität Tübingen durchgeführte repräsentative Studie »Jugend und Religion« ermöglicht einen differenzierten Blick auf Jugendliche und ihren Glauben,18 die allerdings durch ihre Beschränkung auf das Bundesland Baden-Württemberg nur Tendenzen im Hinblick auf das Bundesgebiet aufzeigen kann. Befragt wurden 7246 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 16 und 24 Jahren an beruflichen sowie allgemeinbildenden Schulen.

Ein zentrales Ergebnis der repräsentativen Studie ist, dass für diese Jugendlichen »religiös« und »gläubig« nicht dasselbe bedeuten: Nur 22% bezeichneten sich selbst als »religiös«, während sich fast doppelt so viele Befragte als »gläubig« wahrnehmen (41%).19 Dabei verstehen die Befragten Jugendlichen unter »religiös sein« in erster Linie eine traditionelle kirchliche Verbundenheit, die sie für sich eher nicht in Anspruch nehmen wollen.

Auf die Frage nach der Bedeutung des Glaubens für sie persönlich, geben 52% der Befragten an, dass sie an Gott glauben und 39% stimmen zu, dass ihnen die Beziehung zu Gott wichtig ist. Demgegenüber kann fast ein Drittel der Befragten mit einem Glauben an Gott nichts anfangen.20

Noch deutlicher wird das zweipolige Bild der Jugendlichen bei der Frage, in welchen Lebenssituationen ihr Glaube eine Rolle spiele: Für 45% der Befragten spielt Glaube im Alltag oder in schwierigen Situationen keine Rolle. Demgegenüber hat Glaube für fast ebenso viele, nämlich 43%, eine Bedeutung für ihren Alltag, und ist für 40% hilfreich in schwierigen nicht-alltäglichen Situationen.21

Bemerkenswert ist, dass 72% aller Befragten zustimmen, dass sie zu »ihrem Glauben stehen«. Diese Bekenntnisförmigkeit deutet einerseits darauf hin, dass sich hinter dem »Glauben« noch mehr verbirgt als der Glaube an Gott, und unterstreicht andererseits im Zusammenhang mit der hohen Zustimmung von 92% zu der Aussage, »über das, was ich glaube, entscheide ich selbst«22 den hohen Grad der Individualisierung des Glaubens. Jugendliche wollen »nicht einfach vorgegebene religiöse Erklärungen übernehmen«, sondern sich selbst Gedanken dazu machen.23 Diese Freiheit, in Glaubensfragen nicht »überredet« zu werden, beanspruchen sie nicht nur für sich selbst, sondern gestehen diese auch anderen zu.24 Was angesichts des religiös pluralen Umfeldes, in dem sie sich bewegen, auch schlüssig ist: Rund drei Viertel der Befragten gaben an, dass es in ihrem Freundeskreis auch Angehörige anderer Religionen gebe.25

Bezüglich des Gottesbildes und der Gottesvorstellung ist fast die Hälfte der Befragten der Meinung, dass Gott jemand ist, mit dem man kommunizieren könne (47%) und der Sicherheit gebe (49%).26

Und nicht zuletzt: Rund drei Viertel der Befragten beten zumindest gelegentlich.27 Dass dabei nicht das Bitt-, sondern das Dankgebet im Fokus steht, deutet auf einen reflektierten Umgang mit dem Gebet hin.28

Insbesondere die qualitative Erhebung durch Gruppeninterviews macht deutlich, wie intensiv und differenziert sich Jugendliche mit Fragen der Theodizee, des Lebens nach dem Tod oder der Weltentstehung auseinandersetzen. Diese Themen sind nach wie vor bedeutsam für sie – und zwar auch für Jugendliche ohne Konfessions- oder Religionszugehörigkeit.29 Zudem sind Glaubensfragen für gut ein Drittel der Jugendlichen auch Gegenstand von Gesprächen mit Eltern und Freund*innen.30

Demgegenüber gehören Kirche und »gläubig-sein« für die Jugendlichen nicht zusammen: Obwohl Kirche durchaus positiv wahrgenommen wird – etwas mehr als die Hälfte der Befragten stimmen zu, dass die Kirche »viel Gutes für die Menschen tut« (54%) und finden es gut, dass es die Kirche gibt (56%) –, trauen ihr ähnlich viele Jugendliche keine Antwort auf Fragen zu, die sie wirklich bewegen (52%). Ihrer Meinung nach muss sich Kirche ändern, wenn sie eine Zukunft haben will (56%).31

Die Befragung der gleichen Probanden im Abstand von eineinhalb Jahren zeigt, dass sich die »Glaubenseinstellungen […], insgesamt als eher konstant [erweisen], während das Verhältnis zur Kirche deutlich schwieriger und distanzierter wird.«32 Es zeichnet sich durch eine Ambivalenz aus, in der der für andere Menschen »viel Gutes« leistenden Kirche die Relevanz für die eigenen Lebensfragen noch deutlicher aberkannt wird. Ablesen lässt sich das schwierige Verhältnis an der Aussage »Mein Glaube hat nichts mit der Kirche zu tun«, der nunmehr 60% gegenüber vormals 52% der Jugendlichen zustimmen.33

Insgesamt muss daher konstatiert werden, dass Jugendliche Interesse an existenziellen, den Glauben betreffenden Themen haben, diese mit ihnen nahestehenden Personen diskutieren und sich zum Teil recht deutlich zu ihrem Glauben bekennen. Christsein kann daher als Lebensform attraktiv für sie sein.34

Andererseits wird aber auch deutlich, dass Kirche bislang nicht in der Lage zu sein scheint, ihre Inhalte für Jugendliche ansprechend und vor allem verständlich zu kommunizieren, denn aus der Sicht der Jugendlichen hat das in der Kirche thematisierte »Religiöse« immer weniger mit ihrem »Gläubig-sein« zu tun.


2. Jugendtheologischer Zugang – Perspektivwechsel auf das Jugendalter

Die zweite Frage nimmt den Perspektivwechsel in den Blick und fragt, inwiefern der Wunsch nach einer kindgerechten Kirche der Synode in Halle in Überlegungen zu einer jugendgerechten Kirche weitergetragen wurde.35 Dieser Frage möchte ich in drei kurzen Schlaglichtern auf die Internet-Kommunikation, die Konfirmandenarbeit und die Schulseelsorge nachgehen.


2.1 Fehlende Wahrnehmung neuer Kommunikationsfelder: Internet-Kommunikation

Das erste Schlaglicht fällt auf den Umgang mit neuen Kommunikationsfeldern, wie er sich z.B. im Umgang mit dem Internet äußert. Die hohen Online-Nutzungszeiten der digital natives, die gegenwärtig rund 6 Stunden täglich online sind, verdeutlicht die Relevanz der Internet-Kommunikation und verweist zugleich auf die nach wie vor fehlende breite Wahrnehmung dieses Kommunikationsfeldes durch die Kirche.

Jugendliche zwischen 14-29 Jahren verbringen durchschnittlich 3 Stunden mit medialer Internetnutzung und 2½ Stunden mit mediatisierter Individualkommunikation,36 wobei die Gruppe der 20- bis 29-jährigen Jugendlichen insbesondere WhatsApp, Facebook und Instagram nutzt.37 Die Themen werden durch die User selbst bestimmt und so bestehen grundsätzlich vielfältige Möglichkeiten, mit anderen über den persönlichen Glauben in Kommunikation zu treten. Hierbei steht vor allem der symmetrische Austausch über lebensrelevante Themen im Vordergrund, den die Jugendlichen in der Kommunikation der Kirche bislang vermissen. Der Blick auf Influencer und Blogger macht deutlich, dass Jugendliche es verstehen, das Gläubig-sein in ihre Alltagskommunikation und damit zugleich immer auch Online-Kommunikation zu transferieren. Sie Kommunizieren das für ihren Glauben Relevante nicht in einer lebensweltfernen Kirchlichkeit am Sonntagmorgen, sondern in ihren Alltagsvollzügen, die sich eben auch in Form mediatisierter Kommunikation abspielen. Damit sind sie gleichsam auch für andere nachvollziehbar und wiederum inspirierend.

Dass dieses Feld der Kommunikation des Evangeliums vielfach freien Initiativen oder Einzelpersonen überlassen wird, verwundert daher. Wie anregend und lebensnah die Kommunikation dabei sein kann, machen ganz unterschiedliche nicht repräsentativ gewählte Beispiele deutlich: Angefangen von ästhetisch ansprechend präsentierten Bibelversen oder wöchentlichen Beiträgen zu Fragen des Glaubens in den
• Blogs von ohnelimitgeliebt.de oder stayonfire.de, über die
• missionarisch ausgerichtete Kampagne Touch-a-billion unter #yesHeis,
• die Internetseite amen.de, die bereits 2,7 Mio. Gebetsanliegen verzeichnet, und deren Tochter-App praybox, die sich an Jugendliche unter 20 Jahren wendet,
• die Kommunikation unter Hashtags wie #gesegnet (30.000 Beiträge), #konfi (20.000 Beiträge) oder #wasVikarinnensomachen (1800 Beiträge) bis hin zu
• persönlichen Blogs wie z.B. von theresaliebt, einer Vikarin der EKBO, die ca. 5000 Follower hat.

Bei näherer Betrachtung wird klar, dass das Beten durch onlinegestützte Dienste, das Lesen täglicher Bibelvers auf instagram und der Austausch über diese, aber auch das Folgen bestimmter Blogger und Influencer zu intensiv erfahrenen – wenn auch mitunter kurzzeitigen – Kommunikationen und sozialen Beziehungen führen,38 die bestimmt sind von den lebensrelevanten Themen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die eben auch eine Kommunikation des Evangeliums widerspiegeln.

Von diesem in ihre Alltagskommunikation integrierten Umgang mit dem »Gläubig-sein« können die Erwachsenen sicherlich lernen.


2.2 Weiterentwicklung etablierter Kommunikationsfelder: Konfirmandenarbeit und Jugendarbeit

Das zweite Schlaglicht gilt der Weiterentwicklung etablierter Kommunikationsfelder, hier am Beispiel der Konfirmandenarbeit. Die Ergebnisse der bundesweiten Studie zu »Jugendlichen nach der Konfirmandenzeit« zeigen, dass 75% der Jugendlichen, die zum Befragungszeitpunkt ca. 16 Jahre alt waren, zufrieden mit ihrer Konfirmandenzeit sind.39 Zugleich alarmieren die Ergebnisse, die belegen, dass Jugendliche nach ihrer Konfirmandenzeit, in der sie häufig dazu angehalten waren, Gottesdienste zu besuchen, diese im Anschluss an die Konfirmandenzeit noch langweiliger finden als zuvor40 und der Kirche nach ihrer Konfirmandenzeit weniger Deutungskompetenz in Bezug auf Lebensfragen zutrauen als zuvor.41 Diese verweisen trotz des positiven Bildes der Konfirmandenarbeit auf eine nach wie vor zu geringe Anzahl jugendgerechter Gottesdienste, die aktive Beteiligung ermöglichen, und auf die Notwendigkeit einer qualitativ hochwertigen inhaltlichen Arbeit an für die Jugendlichen lebensrelevanten Themen, die ihren Glauben in den Blick nehmen.

Darüber hinaus fehlen im Anschluss an die Konfirmandenzeit vielfach konkrete Angebote und Räume für die Jugendlichen, die den Übergang in die Jugendarbeit oder das Ehrenamt ermöglichen. Und auch die Einladung fehlt: Über die Hälfte (56%) der im Rahmen der Studie zum ehrenamtlichen Engagement junger Erwachsener in NRW 2016 Befragten verneinten die Frage, ob sie in den zwei Jahren nach ihrer Konfirmation gefragt wurden, ob sie eine ehrenamtliche Tätigkeit in der Kirche übernehmen möchten.42 Dies zeigt, dass nicht die Jugendlichen den Kontakt mit der Kirche abbrechen, sondern die Kirche den bestehenden Kontakt mit den Jugendlichen nicht fortsetzt und pflegt.43


2.3 Ausdifferenzierung neuer Kommunikationsfelder: Schulseelsorge

Ein letztes Schlaglicht soll auf die Schulseelsorge geworfen werden, die sich spätestens seit den EKD-weiten Tagungen seit 2006 in fast allen Landeskirchen als neues Kommunikationsfeld im Kontext Schule ausdifferenziert hat. Allerdings zeigt sich hier zum Teil ein Verständnis, bei dem die Kompetenz der Schülerinnen und Schüler unterschätzt wird. Schülerinnen und Schüler könnten im Sinne diakonischen Lernens in der Wahrnehmung des Allgemeinen Priestertums als Seelsorger*innen ihrer Freund*innen und Mitschüler*innen angesprochen und wahrgenommen werden. Auch dies könnte von Kommunikation auf Augenhöhe und Chancen der Beteiligung zeugen, wenn Jugendliche als verantwortlich für ihren Glauben angesprochen werden.44


Die drei Beispiele machen deutlich, dass sowohl im Hinblick auf bereits bestehende als auch auf neue Handlungsfelder der Perspektivwechsel in der Weiterführung einer kindgerechten auf eine jugendgerechte Kommunikation noch ausbaufähig ist.

In Anlehnung an die Jugendtheologie, die sich als Weiterführung der Kindertheologie versteht, ließe sich hier auf das Leitideal eines gleichberechtigten Dialogs verweisen.45 Hierfür ist es notwendig, Jugendliche in ihrem Fragen und Denken als Theologen wahrzunehmen, ihnen mit einer Haltung des Respekts, der Anerkennung und der Offenheit zu begegnen,46 ohne dabei den Gefahren einer Übergriffigkeit, lebensfernen Kommunikation sowie einer Exklusivität durch hohe Anforderungen an die Sprach- und Ausdruckskompetenz der Jugendlichen zu erliegen.47


3. Kirchentheoretischer Zugang – Verantwortung der Kirche

Abschließend lässt sich fragen, wo sich die aus der Taufe resultierende Verantwortung der Kirche für die Kommunikation des Evangeliums vom anbrechenden Reich Gottes gegenüber den Jugendlichen von heute zeigt. Oder einfacher gefragt: Wo sucht Kirche nach Jugendlichen und was bietet sie ihnen?

Mit Hilfe kirchentheoretischer Diagnoseinstrumente, wie sie z.B. von Hauschildt und Pohl-Patalong elaboriert vorliegen,48 lässt sich im Hinblick auf konkrete Aufgaben der Kirche, die sich z.B. aus der Orientierung am Thema, am Subjekt und an der Welt ergeben, der Fragehorizont einer verantwortungsbewusst jugendgerechten Kommunikation des Evangeliums innerhalb der Kirche aufspannen:49
• Kirche müsste sich fragen, ob in der Perspektive der Bewahrung, Vermittlung und Deutung der christlichen Botschaft genügend qualitative jugendgemäße Gottesdienste und alternative Gottesdienstformen etabliert sind und ob die Konfirmandenarbeit lebensnah und hochwertig gestaltet wird. Dies impliziert die zentrale Frage danach, wo und wie Jugendliche relevante Impulse für ihr »Gläubig-sein« bekommen, ohne dabei vorschnell auf kirchliche Institutionen verwiesen zu werden.
• Sie müsste sich fragen, ob in der Perspektive der Eröffnung von Räumen für das »Gläubig-sein« die bestehende Konfirmanden- und Jugendarbeit bzw. die »Kirche bei Gelegenheit« den Suchbewegungen der Jugendlichen bereits ausreichend gerecht wird und wie der eröffnete und durch die Jugendlichen vielfältige genutzte Raum des Internet für eine mediatisierte Kommunikation des Evangeliums fruchtbar gemacht werden kann.
• Sie müsste sich in der Perspektive der individuellen Lebensbegleitung fragen, inwiefern Jugendliche als Subjekte einer seelsorglichen Begleitung und auch im Rahmen von Kasualien genügend im Blick sind. Hier ließe sich konkret fragen, welchen Stellenwert Schulseelsorge bisher in der kirchlichen Wahrnehmung hat und ob Jugendliche beispielsweise im Kontext von Beerdigungen als Adressatenkreis mit existenziellen Fragen wahrgenommen werden. Nicht zuletzt stellt sich die Frage wo Kirche jungen Menschen jenseits von Kasualien begegnen kann, wenn diese weder heiraten noch Kinder bekommen.
• Sie müsste sich in der Perspektive der Initiierung von Gemeinschaft fragen, ob die Gemeinschaftsbildung auf Zeit bislang nicht zu stark abwertend betrachtet wird. Projektorientierte Freizeiten und Kirchentage sprechen Jugendliche eher an als regelmäßige Gruppen und Kreise im Gemeindehaus. Hier wie in der medial kommunizierten Gemeinschaft, zeigen sich Anschlussfähigkeiten, denen bislang zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird.
• Sie müsste sich in der Perspektive der Hilfe in Verhältnissen gesellschaftlicher Ungleichheit und Benachteiligung fragen, ob die Relevanz diakonischer Handlungsformen durch Kirche ausreichend gewürdigt und unterstützt wird.50 Hier gerät zudem nicht nur die offene Jugendarbeit und die Beratungstätigkeit in den Blick, sondern auch – einer älter werdenden Gesellschaft geschuldet – der Kontakt mit Jugendlichen als Besucher in diakonischen Einrichtungen.
• Sie müsste sich in der Perspektive der Erhebung der christlichen Stimme in der Gesellschaft gegen gesellschaftliche Ungerechtigkeiten fragen, ob sie für Jugendliche in prekären Situationen, für die »Abgehängten«, genügend die Stimme erhebt. Dabei geht es letztlich nicht nur darum, die Stimme zu erheben für Jugendliche, sondern auch um eine symmetrische Kommunikation mit eben diesen Jugendlichen.
• Nicht zuletzt sollte eine Kirche, die sich im stetigen Wandel befindet, das Innovationspotenzial ihrer Jugendlichen bewusst nutzen und ihre Teilhabe und Partizipation als Geschenk wertschätzen.


Schlussbemerkung

Die Kirche kann ihrer aus der Taufe erwachsenen Verantwortung für die Jugendlichen gerecht werden, wenn sie sich um eine verständliche und für ein »Gläubig-sein« relevante Kommunikation des Evangeliums einsetzt. Dabei kommt ihr eine besondere Verantwortung für die Jugendlichen zu, die sich mit der Bewältigung der Entwicklungsaufgaben überfordert zeigen und die als »Abgehängte« und »Bildungsverlierer« vielfach chancenlos bleiben.51

Darüber hinaus kann die Kirche der Erwachsenen von den Jugendlichen lernen, denn auch für die Jugendlichen gilt, was seinerzeit für die Kinder in Halle formuliert wurde: »Ihr Glaube, ihr Vertrauen, ihre Phantasie, ihre Offenheit, ihre Spontanität, ihre Neugier, ihre Unbekümmertheit, ihr Mit-Leiden-Können, ihr Umgang mit der Zeit, mit Gefühlen, mit neuen Erfahrungen können […] positive Veränderungsprozesse auslösen. Kirche sollte den Reichtum entdecken, den sie mit den […, Jugendlichen, A.K.L.] und deren lebendiger Art des Glaubens in ihrer Mitte hat.«52 Der Kirche kommt somit insgesamt die Verantwortung zu, sich um die Jugendliche in ihrer Mitte wertschätzend zu bemühen und den Jugendlichen im Abseits zur Seite zu stehen.


Anmerkungen:

* Impulsvortrag bei der EKD-Synode 2018 in Würzburg.

1 Synode der EKD: Aufwachsen in schwieriger Zeit – Kinder in Gemeinde und Gesellschaft. Gütersloh 1995, 7, 101, 72.

2 Synode der EKD (1995), 71.

3 Synode der EKD (1995), 107.

4 Vgl. Klaus Hurrelmann, Gudrun Quenzel: Lebensphase Jugend. Eine Einführung in die sozialwissenschaftliche Jugendforschung. Weinheim, München 132016, 15-21.

5 Vgl. Hurrelmann, Quenzel (132016), 45.

6 Vgl. Hurrelmann, Quenzel (132016), 24-30.

7 Vgl. Rainer Brandt (2005): »Es ist viel passiert …«. In: Matthias Spenn u.a. (Hg.): Evangelische Kinder- und Jugendarbeit im Perspektivwechsel. »Aufwachsen in schwieriger Zeit – Kinder in Kirche und Gesellschaft« Entwicklungen seit der EKD-Synode 1994 in Halle/Saale, Münster, 9-16, hier 13.

8 Vgl. Hurrelmann, Quenzel (132016), 42ff.

9 Vgl. Hurrelmann, Quenzel (132016), 41, 51.

10 Vgl. Hurrelmann, Quenzel (132016), 223 im Rückgriff auf Lösel/Weiss und Quenzel.

11 Hurrelmann, Quenzel (132016), 41.

12 Hurrelmann, Quenzel (132016), 51.

13 Andreas Reckwitz: Die Gesellschaft der Singularitäten. Frankfurt a.M. 62018, 331.

14 Hurrelmann, Quenzel (132016), 51.

15 Vgl. Klaus Hurrelmann, Gudrun Quenzel (132016), 56f.

16 Glauben lässt sich in vielfältiger Hinsicht beschreiben. Meist wird – auch umgangsprachlich – zwischen dem Glauben im Sinne von Wissen – dem Inhalt des Glaubens (fides quae creditur) – und dem Glauben im Sinne des Vertrauens – dem Akt des Glaubens (fides qua creditor) – unterschieden. (Vgl. Rochus Leonhardt: Grundinformation Dogmatik. Göttingen 32008, 165. 171.)

Die Hinwendung zu dieser Mikroebene von Religion ist laut Pollack die entscheidende, »denn über die Lebendigkeit von Religion entscheidet letztendlich weder die Häufigkeit und Prominenz der medialen Berichte noch die Ausstattung religiöser Institutionen mit finanziellen und personellen Ressourcen, weder die Vielfalt religiöser Angebote noch die Zahl der Interneteinträge über Religion, sondern ihre Akzeptanz durch das religiöse Individuum.« (Detlef Pollack: Religiöser Wandel in Ost- und Westeuropa: Soziologische Beschreibungen und Erklärungen. In: Ders.: Religion und gesellschaftliche Differenzierung. Tübingen 2016, 223-245, 228.) Deutlich wird dies bereits in der altprotestantischen Orthodoxie, die Glaube als dreistufigen Prozess beschreibt: Glaube besteht demnach 1. aus der Kenntnis (notitia) des Evangeliums, 2. in der Zustimmung (assensus) zur Botschaft des Evangeliums, die neben einer allgemeinen Zustimmung insbesondere mit einer persönlichen Betroffenheit durch dieses einhergeht, sowie 3. in dem durch den Heiligen Geist gewirkten Vertrauen (fiducia). (Vgl. Rochus Leonhardt (32008), 170f) Alle drei Stufen gehören zusammen. In religionssoziologischer Hinsicht werden, um die Signifikanz von Religiosität zu erfassen, zudem drei Dimensionen individueller Religiosität unterschieden, die sich 1. in der Dimension der Zugehörigkeit (Kirchenmitgliedschaft, Kircheneintritte und -austritte, Vertrauen in die Kirche), 2. in der Dimension ritueller Praxis (Kirchgang, Gebet, Taufe) sowie 3. in der Dimension religiöser Überzeugung und Erfahrung (Glaube an Gott, an ein Leben nach dem Tode, an Himmel und Hölle, Spiritualismus, Glaube an Astrologie, Erfahrung der Nähe Gottes) zeigen. (Vgl. Detlef Pollack (2016), 229.)

17 Vgl. Norbert Elias (2001): Die Gesellschaft der Individuen, Frankfurt a.M. Ulrich Beck (1986): Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne, Frankfurt/M.

18 Das Themenfeld Religion bzw. Glauben findet sich in der allgemeinen Jugendforschung häufig nur am Rande, meist werden die diesbezüglichen Fragen zudem nicht differenziert genug gestellt, um die Einstellungen der Jugendlichen erfassen zu können. Vgl. z.B. Shell Deutschland (Hg.) (2015): Jugend 2015. 17. Shell Jugendstudie. Frankfurt a.M., 254-260. Friedrich Schweitzer u.a. (2018): Einführung – Zusammenfassung – Zentrale Ergebnisse. In: Friedrich Schweitzer u.a. (Hg.): Jugend Glaube Religion. Eine Repräsentativstudie zu Jugendlichen im Religions- und Ethikunterricht. Münster, 10-39, hier 10 und 20.

19 Vgl. Friedrich Schweitzer u.a. (2018), 20.

20 Vgl. Golde Wissner (2018): Untersuchung des repräsentativen t1-Samples. In: Friedrich Schweitzer u.a. (Hg.): Jugend Glaube Religion. Eine Repräsentativstudie zu Jugendlichen im Religions- und Ethikunterricht. Münster, 65-117, hier 72ff.

21 Vgl. Golde Wissner (2018), 74.

22 Friedrich Schweitzer u.a. (2018), 260.

23 Annette Bohner (2018): Qualitative Untersuchung. In: Friedrich Schweitzer u.a. (Hg.): Jugend Glaube Religion. Eine Repräsentativstudie zu Jugendlichen im Religions- und Ethikunterricht. Münster, 186-246, hier 216.

24 Vgl. Golde Wissner (2018), 112.

25 Vgl. Friedrich Schweitzer u.a. (2018), 261.

26 Vgl. Golde Wissner (2018), 78.

27 Vgl. Friedrich Schweitzer u.a. (2018) 20ff; Golde Wissner (2018), 91.

28 Der Bemerkenswert ist, dass dabei nicht unbedingt das Bittgebet im Fokus steht. 61% der Befragten gaben an, dass sie beten, weil sei dankbar sind. Daten bezüglich der Fürbitte für nahestehende Personen wurden nicht erhoben. Vgl. zur Bedeutung des Fürbittgebets im Rahmen des online-Betens Anna-Katharina Lienau (2009): Gebete im Internet. Erlangen, 195ff, 332-340.

29 Vgl. Friedrich Schweitzer u.a. (2018) 20-24; Golde Wissner (2018), 82-87.

30 Vgl. Golde Wissner (2018), 105f.

31 Golde Wissner (2018), 88f; Friedrich Schweitzer u.a. (2018), 20-24.

32 Friedrich Schweitzer u.a. (2018), 26.

33 Vgl. Golde Wissner (2018), 128ff.

34 Vgl. Christian Grethlein (2018): Christsein als Lebensform. Leipzig, 242.

35 Dieser Frage ging bereits die Publikation von Matthias Spenn u.a. (Hg.) (2005): Evangelische Kinder- und Jugendarbeit im Perspektivwechsel. »Aufwachsen in schwieriger Zeit – Kinder in Kirche und Gesellschaft« Entwicklungen seit der EKD-Synode 1994 in Halle/Saale, Münster, nach. Rainer Brandt konstatiert beispielsweise in seinem Aufsatz (16): »Der Perspektivenwechsel wird weiter gehen. Aber er ist bedroht. Die Infragestellung auch bewährter Strukturen und die nicht enden wollenden Prioritätendebatten binden weiterhin viele, zu viele Kräfte. Dabei wissen alle Beteiligten, Zukunft gibt es nur dort, wo Kinder und Jugendliche willkommen sind. Und wir alle brauchen dazu Bedingungen, die Kinder und Jugendliche mitgestalten können.«

36 Vgl. Beate Frees/Wolfgang Koch (2018): ARD/ZDF-Online-Studie 2018: Zuwachs bei medialer Internetnutzung und Kommunikation. In: Media Perspektiven 9/2018, 398- 413, hier 405.

37 Beate Frees/Wolfgang Koch (2018), 409f.

38 Vgl. Uwe Sander (1998): Die Bindung der Unverbindlichkeit. Mediatisierte Kommunikation in modernen Gesellschaften. Frankfurt/M.

39 Vgl. Friedrich Schweitzer u.a. (2016): Jugendliche nach der Konfirmation. Glaube, Kirche und eigenes Engagement – eine Längsschnittstudie. Gütersloh, 288.

40 Vgl. Friedrich Schweitzer u.a. (2016), 288.

41 Vgl. Friedrich Schweitzer u.a. (2016), 289.

42 Vgl. EKiR (22018): Jung – aktiv – evangelisch in NRW! Eine Studie zum ehrenamtlichen Engagement junger Erwachsener in NRW. Düsseldorf, 20.

43 Vgl. Friedrich Schweitzer u.a. (2016), 289f.

44 Vgl. Anna-Katharina Lienau (2017): Schulseelsorge. System struktureller Kopplung. Leipzig, 534ff.

45 Annike Reiss (2015): Art. Jugendtheologie, 8. In: WiReLex, https://doi.org/10.23768/wirelex.Jugendtheologie.100022, Abruf 9.10.2018.

46 Vgl. Thomas Schlag (2018): Die Leitperspektive der »Kommunikation des Evangeliums« und der Kinder- und Jugendtheologie – vom Blick auf das Jugendalter aus in ihrem möglichen Zusammenhang dargestellt und reflektiert. In: »Was ist für dich der Sinn?« Kommunikation des Evangeliums mit Kindern und Jugendlichen (JaBuKiJu 1), Stuttgart, 208-218, hier 216.

47 Vgl. Thomas Schlag (2018), 209ff.

48 Vgl. zum Folgenden grundsätzlich Eberhard Hauschildt, Uta Pohl-Patalong (2013): Kirche. Gütersloh, 409-437.

49 Vgl. zum Folgenden Hauschildt/Pohl-Patalong (2013), 420-436

50 Vgl. Grethlein (2018), 37.

51 Vgl. Hurrelmann, Quenzel (132016), 51; Reckwitz (62018), 331.

52 Vgl. Synode der EKD (1995), 74f.

 

Über die Autorin / den Autor:

PD Dr. theol. StR Anna-Katharina Lienau, wiss. Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Prakt. Theologie und Religionspädagogik (Lehrstuhl Prof. Dr. Christian Grethlein) der Universität Münster, Studium der Evang. Theologie, Geschichte und Musik für das Lehramt an Gymnasien, 2009 Promotion in Religionspädagogik mit einer Arbeit zu Gebeten im Internet, 2017 Habilitation mit einer Theorie der Schulseelsorge.

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 6/2019

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